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CinemaView: Erste Nicht-Apple-Displays mit Mini DisplayPort angekündigt

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Keine Lust, 849 Euro für einen 24-Zoll LED Cinema Display von Apple zu bezahlen? Kein Problem. Die Jungs von Collins America haben gestern als erster Hersteller angekündigt, schon bald drei Bildschirm-Modelle auf den Markt zu bringen, die mit dem neuen Mini DisplayPort von Apple ausgestattet sind und zudem preislich weit unter den Original-Displays von Apple liegen werden. Demnach kostet der vergleichbare 24-Zoll CinemaView mit 1.920 mal 1.080 Bildpunkten gerade 499 US-Dollar (umgerechnet rund 380 Euro). Die 19-Zoll-Variante mit 1.440 mal 900 Pixeln liegt bei 299 Dollar. Das 20,1-Zoll-Modell mit 1.650 mal 1.050 Bildpunkten kostet 399 Dollar. Alle Displays sind auf der Rückseite mit drei USB-Ports und einem Audio-Stereo-Ausgang ausgestattet. Auf eine integrierte Webcam wie bei den Cinema Displays von Apple hat Collins America hingegen verzichtet.

Bis auf dieses kleine Manko (wenn überhaupt) sind die angekündigten Monitore auf den ersten Blick also ein echtes Schnäppchen. Aber auch auf den zweiten Blick? Bleiben wir beim 24-Zöller. Das Apple-Modell wiegt 21 lbs (9,5 kg), der CinemaView bringt 23,7 lbs (10,8 kg) auf die Waage. Auch der nächste Punkt geht an Apple. Sein Cinema Display bringt es auf eine maximale Auflösung von 1.920 mal 1.200 Bildpunkten, während das Collins America-Modell lediglich auf 1.920 mal 1.080 Pixeln schafft. Dafür punktet der CinemaView beim Bildaufbau. Laut Hersteller sind es hier nur zwei (!) Millisekunden. Im Vergleich: Apple gibt bei seinem Monitor lahme 14 Millisekunden als Reaktionszeit an. Das Kontrastverhältnis ist bei beiden Displays mit 1000:1 angegeben. Der CinemaView punktet ebenfalls in Sachen Helligkeit. 350 Candela pro Quadratmeter im Vergleich zu 330 Candela beim Apple-Display. Soviel zu den technischen Details.

Denn, welcher Bildschirm am Ende wirklich besser ist, lässt sich in der Regel erst in einem ausführlichen Praxistest herausfinden – und bis dahin müssen wir uns noch ein wenig gedulden. Laut Collins America sollen die drei Mac-Displays spätestens bis zum ersten September auf den Markt kommen. Da der Hersteller bereits Vorbestellungen entgegen nimmt, gehe ich davon aus, dass die drei CinemaView-Modelle schon bereits früher zu haben sein werden. Ob und wie Apple auf den Preiskampf reagieren wird, ist eher fraglich. Dennoch: Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft. So bleibt zu hoffen, dass auch andere Hersteller Geräte mit dem Mini DisplayPort anbieten werden. Vielleicht korrigiert Apple seine überhöhten Display-Preise dann ein wenig nach unten. Allerdings glaube ich nicht wirklich daran.

(Michael Friedrichs)


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Über den Autor

Michael Friedrichs

Michael Friedrichs hat als Redakteur für BASIC thinking im Jahr 2009 fast 400 Artikel veröffentlicht.

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