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Den iPod verkaufen? Jetzt wäre wohl ein guter Zeitpunkt.

ipods

In der vergangenen Woche konnte war auf All Things Digital zu lesen, dass Apples diesjähriges September-Event mit großer Wahrscheinlichkeit musikalische Töne anschlagen wird. Mehrere Vertreter der Musikindustrie seien bereits von Cupertino aus gebeten worden, sich den 7. September in Kalender dick anzustreichen. 2007 wurde zu dieser Zeit der iPod touch vorgestellt, ein Jahr später war der runderneuerte Nano dran: flacher – und vor allem bunter – als der Vorgänger. Nach der gewohnten Routine wären nun also wieder einmal Überarbeitungen an der Reihe.

Dementsprechend kocht es in der Gerüchteküche: Nicht nur neue iPods werden erwartet, einige sehnen zudem Steve Jobs Rückkehr nach nun fast einjähriger Pause herbei, wieder andere spekulieren darauf, dass endlich der Vorhänge für das MacBook Touch fällt – der ja eigentlich (hachja, „Exklusiv“-Meldungen) schon vor zwei Jahren auf den Markt kommen sollte. Doch was ist wirklich an all dem dran?

Fangen wir mit dem Nano an: Schon Ende Juli überfluteten chinesische Hersteller das Internet mit Werbefotos von Hüllen für den kleinen iPod. Schick sahen sie aus – aber auch anders als bisher. Hervorstechendes Merkmal sind die Aussparungen auf der unteren Seite des Geräterückens, die Platz für eine Kamera lassen. Nimmt man ein Lineal zur Hand könnte man schnell den Eindruck bekommen, dass Apple dem Nano der fünften Generation ein größeres Display spendieren wird, dass nicht mehr im Verhältnis 1,33:1 sondern 1,5:1 ausfällt. Gleichzeitig wurde das Click-Wheel verkleinert und weiter an den unteren Rand geschoben: daumendrucktauglich für Schnappschussaufnahmen.

Auch vom Touch gab es bereits seinerzeit Hüllenbilder, doch erst jetzt hat ein Blog Fotos vom mutmaßlichen Nachfolger selbst vorgestellt. Einem Apple-Händler sei das Gerät nach einem Robustheitstest des Unternehmens in die Hände gefallen. Die Bilder und das Video zeigen einen ziemlich mitgenommenen iPod Touch, auf dessen Platine tatsächlich „2009“ steht. Auch ihm wurde eine Kamera spendiert, doch anders als beim iPhone befindet sie sich oben mittig. Einige Blogs, die ich abgeklappert habe, gehen davon aus, dass es sich jedoch um dieselbe Technik handeln wird (also 3,2 Megapixel) und in der Lage sein soll, auch Videos zu drehen. Die nötige Software dafür ist ja schon da.

Wer Apple kennt weiß, dass neben der Technik auch der Speicher aufgerüstet wird. Cult of Mac geht davon aus, dass die 8 GB-Varianten aus dem Programm fallen werden (was ein Widerspruch wäre, da Apple offensichtlich an einem iPhone 3GS 8GB tüftelt). Der iPod Nano würde in der fünften Generation also 150 Dollar (für 16 GB) und 200 Dollar (für 32 GB) kosten. Beim iPod Touch „3G“ lägen die Preise bei 230 Dollar (für 16 GB), 300 Dollar (für 32 GB) und 400 Dollar (für 64 GB).

Ich könnte mir vorstellen, dass angesichts dieser robusten Gerüchtelage nicht wenige ihre eBay-Accounts bemühen werden, um ihre Apple-Player noch vor dem Launch der neuen Generationen loszuwerden. Wir können ja mal ein Auge draufhaben. Derzeit gibt es beim Auktionshaus rund 160 Angebote für den iPod Touch 8 GB (erste und zweite Generation). Ich werde meinen jedenfalls im Laufe der Woche einstellen.

Zu den übrigen Erwartungen: Fast alle Blogs, die ich abgeklappert habe, sagen voraus, dass Jobs zurück auf der Bühne sein wird. Ein Tablet-Mac würden wir vor 2010 aber nicht zu Gesicht bekommen, da die Aufrüstung der iPods für das Weihnachtsgeschäft ausreichend sei. Dafür dürfte Apple aber ein paar hübsche Tweaks für iTunes auf Lager haben: So zum Beispiel eine Unterstützung für Blu-ray sowie das neue mysteriöse „Cocktail“-Format, das künftig Bundle-Käufe erlaubt, die einen ähnlichen Mehrwert wie Deluxe-Editions bei CD-Angeboten bieten. Außerdem ist es relativ wahrscheinlich, dass die Firmware 3.1 für das iPhone vorgestellt wird, die sich derzeit noch in der dritten Beta befindet und zum Anfang September fertig sein könnte.

(André Vatter)


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Über den Autor

André Vatter

André Vatter ist Journalist, Blogger und Social Median aus Hamburg. Er hat von 2009 bis 2010 über 1.000 Artikel für BASIC thinking geschrieben.

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