Kinder und Technik: Wann sollte der erste Kontakt stattfinden?

Marek Hoffmann

25Ach, die gute alte Zeit… Mist! Jedes Mal, wenn ich das denke, ärgere ich mich über mich selbst. Zum einen, weil ich nie wie mein Vater werden wollte, der das immer sagt (latenter Ödipus-Komplex?). Und zum anderen, weil ich dann merke, dass ich älter geworden bin. Älter sein ist o.k., hat seine Vorteile – aber trotzdem.

Wie ich darauf komme? Ich habe vorhin so eine Art Flashback gehabt, ausgelöst durch Bilder wie von dieser tollen Schnecke hier rechts (mehr Fotos). Schön, oder? Mit wie wenig man früher noch zufrieden war. Das wiederum bringt mich zu einem Thema, das mich schon seit einiger Zeit beschäftigt: Wie sollte man mit technischen Errungenschaften bei der Kinder-Erziehung umgehen?

Ich habe Freunde, die lassen Ihren Sohn nicht an ihren CD-Player, weil der ja kaputt gehen könnte. Einen eigenen schenken sie ihm aber auch nicht, dafür ist er ja noch zu jung. Nämlich erst 2 1/2. Mein Junge ist genauso alt. Und wenn ich am Vater-Sohn-Tag mal ’ne halbe Stunde Pause brauche, dann gehe ich mit ihm ins Wohnzimmer, dort steht unsere Stereo-Anlage… Ich habe ihm am Anfang ein paar Mal gezeigt, wie er sie anmacht, wie die CD eingelegt wird etc. Wie Kinder so sind, hat er das ruckzuck begriffen und macht nun dementsprechend oft einen auf Junior-DJ oder Mini-Playback-Show.

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Anderes Beispiel: Ich habe es nicht gemerkt, aber mein Sohn hat mir wohl ein paar Mal über die Schulter geguckt, als ich mit meinem iPhone hantiert habe. Ich habe ihn dann irgendwann dabei überrascht, wie er mit dem Ding rumgespielt hat. Und mit „rumgespielt“ meine ich, er hat das Gerät entsperrt, den Ordner mit Bildern geöffnet und darin rumgescrollt (bevor hier der falsche Eindruck entsteht: Er ist kein Genie und die Geschichte ist auch nicht erfunden. Mittlerweile hat er auf dem iPhone einen eigenen Ordner mit Fotos, verschiedenen Apps und altersgerechten Spielen).

Ich frage mich nun manchmal, ob das alles so richtig ist. Stört es seine geistige Entwicklung, sein Phantasievermögen, seine soziale oder emotionale Kompetenz oder etwas Ähnliches, wenn er anstelle eines klassichen Memory-Spiels eines auf dem iPhone spielt? Muss ich ihm einen PC, eine Stereoanlage oder andere technische Errungenschaften vorenthalten, nur weil ich in seinem Alter mit Holzklötzchen spielen musste gespielt habe? Sollte er nicht vielmehr frühzeitig an all die Dinge herangeführt werden, die unser heutiges Leben bestimmen? Damit meine ich natürlich nicht, dass ich ihn stundenlang vor dem Fernseher parke oder ihm das Autofahren beibringe, aber das dürfte, denke ich, klar geworden sein.

Psychologen, Erzieher und Suchtberater vor! Aber auch alle anderen sind herzlich eingeladen, ihre Meinung abzugeben. Bin mal gespannt, ob ich doch noch Holzklötzchen kaufen gehen muss…

(Marek Hoffmann)

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Marek Hoffmann hat von 2009 bis 2010 über 750 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.