iPhone Apps: Vorsicht, Suchtgefahr!

Marek Hoffmann

amdeich_006Sucht ist ein wichtiges und ernstzunehmendes Thema und sollte dementsprechend delikat behandelt werden. Ich bin allerdings, wie die Kollegen von Mashable, nicht ganz sicher, was ich von der neu entdeckten iPhone App-Sucht halten soll. Der Fernsehsender ABC7 hat in New York selbsternannte iPhone App-Junkies (iPAJ) interviewt, die eigenen Angaben zufolge nicht mehr aufhören können zu appen. Übersetzt bedeutet das: Die armen Seelen können sich kein Leben mehr ohne Apps vorstellen, benutzen sie, wo sie stehen und gehen und brechen zusammen, wenn sie ihr iPhone mitsamt Apps mal irgendwo liegenlassen. Ein App-Depp iPhone App-Junkie verspürt laut eines von ABC7 in Auftrag gegebenen psychologischen Urteils sogar vergleichbare Entzugsqualen, wie ein Drogenabhängiger.

Ich will mich ja nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, denn auch die Spiel- und Internetsucht wurden lange Zeit belächelt. Irgendwie habe ich bei den App-Junkies aber den Eindruck, die sind einfach nur begeistert – nicht abhängig. Der App-Store bietet so viele coole Apps für die unterschiedlichsten Lebenssituationen, dass man, wenn man es darauf anlegt, jeden Tag dutzende Apps verwenden kann. Ich erspare mir hier Beispiele, jeder iPhone-Besitzer kann mir sicherlich auch so folgen.

Mal abgesehen von dem etwas effektheischerischem, reißerischem, unseriösem Beigeschmack, den der Beitrag von ABC7 versprüht, und natürlich der doch sehr unrepräsentativ kleinen Stichprobe, stört mich noch etwas an dem Label „App-Sucht“. Laut Definition handelt es sich bei Sucht um

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück Apple AirPods gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

das zwanghafte Verlangen nach bestimmten Substanzen oder Verhaltensweisen, die Missempfindungen vorübergehend lindern und erwünschte Empfindungen auslösen. Die Substanzen oder Verhaltensweisen werden konsumiert bzw. beibehalten, obwohl negative Konsequenzen für die betroffenene Person und für andere damit verbunden sind.

Wo sind diese negativen Konsequenzen bei den iPAJ? Ich meine, die gehen zur Arbeit, pflegen ihre sozialen Kontakte, lächeln, während sie von ihrer Sucht erzählen… „Haha, ich bin süchtig nach den Spielen aus dem App-Store, haha.“ Nee ja, ist klar. Und ich bin Laptop-und Zeitungs-süchtig, und höre meiner Frau auch nicht immer zu, wenn sie was sagt.

Ich habe eine Idee, wie man diesen Leuten vielleicht helfen könnte. Man sollte sie mal in Urlaub schicken… Und viele Grüße nach Cupertino – guter Marketing-Job(s)!

Google lässt dich jetzt selbst bestimmen, welche Quellen du in der Suche häufiger siehst. Mit zwei schnellen Klicks kannst du BASIC thinking kostenlos als bevorzugte Quelle hinzufügen und damit unabhängigen Tech-Journalismus unterstützen. Vielen Dank!

(Marek Hoffmann / Bild: Pixelio – Fotograf(en): Lars Mikloweit/Danny König)

Du möchtest nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 smarte Leser bekommen jeden Tag UPDATE, unser Tech-Briefing mit den wichtigsten News des Tages – und sichern sich damit ihren Vorsprung. Hier kannst du dich kostenlos anmelden.

STELLENANZEIGEN
KI-Manager/in (m/w/d) Technische Umsetzung un...
DeutschlandRadio KdÖR in Berlin, Köln
Content Creator/ Social Media Manager (m/w/d)
LEDA Werk GmbH & Co.KG in Leer
Content Manager (m/w/d) in Teilzeit als Elter...
wenglor sensoric gmbh in Tettnang
Senior Digital Marketing Manager (Berlin/Leip...
Legartis Deutschland GmbH in Leipzig, Berlin
Social Media Manager – Paid Social / Pe...
meap GmbH in Witten
Online Marketing Manager (m/w/d) – Fokus Kamp...
pso vertriebsprogramme GmbH in Köln
Social Media Consultant & Account Lead (m...
Social DNA GmbH in Frankfurt am Main
Digital Marketing SEO Specialist (m/w/d)
Reimo Reisemobil-Center GmbH in Weiterstadt
Teile diesen Artikel
Folgen:
Marek Hoffmann hat von 2009 bis 2010 über 750 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.