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Anleitungen im Netz: iPod-Beamer selbstgemacht

ipod-beamer

Weil gerade dieses Beamer-Thema für iPods wieder hochkocht, dachte ich, es sei mal Zeit für ein paar kostengünstige Alternativen. Ihr wisst schon. Regen, lange Tage, warmer Tee und runter in den Bastelkeller. Der Cinemin Swivel von WowWee ist schon ein leckeres Teil. Im Abstand von zwei Metern wirft er ein zwei Meter großes Bild an die Wand, wobei die Auflösung von 480 x 320 Pixeln etwas knackiger sein könnte. Ein kleiner Lautsprecher ist ebenfalls eingebaut und der integrierte Akku soll für mindestens eine Spielfilmlänge durchhalten, bevor er wieder aufgeladen werden muss. Aber: er kostet rund 300 Dollar. Ein weiteres Schmuckstück machte diese Woche die Runde: der Sparks, eine Mischung aus Docking-Station und Beamer.

Er schafft eine Auflösung von 640 x 480 Bildpunkten, die maximale Größe des Bildes beträgt anderthalb Meter. Stereo-Lautsprecher sind an Bord, ebenso ein Akku, der es auf 2,5 Stunden bringt. Der Preis? Satte 500 Dollar. Und so sieht das Ding in Aktion aus.

Doch wir befinden uns in Krisenzeiten und sind alle ein wenig knauserig. Selbermachen ist angesagt und genau deshalb schauen wir uns jetzt einmal einige Bastelanleitungen für Eigenbau-Beamer etwas näher an. Das Netz ist voll davon und ich war selbst überrascht, wie akkurat manche von ihnen zusammengestellt wurden. Eine wahre Fundgrube für derlei Anweisungen ist Instructables, eine Plattform, auf der ihr sogar Tipps für den Bau eines gigantischen Becher-Glitzersterns finden könnt. Für Beamer gibt es eine ganze Reihe abgefahrener Anleitungen, die sich an unterschiedlichste Bastler wenden. Hier, zum Beispiel, der 2-Dollar-Projektor. Oder hier: der 50-Dollar-Beamer. Diese Lösung gefällt mir ebenfalls außerordentlich gut.

diapodDie derzeit populärste Gebrauchsanweisung zum Bau einer iPod nano-Lichtwurfmaschine setzt jedoch das Vorhandensein eines Diaprojektors voraus – dafür ist sie aber auch für blutige Anfänger geeignet. Solche Vorführgeräte gibt es schon für einen Zehner bei eBay oder man fragt artig in der Nachbarschaft herum. Sie sind alle gleich aufgebaut, im Inneren steckt eine Lichtquelle (eine ziemlich starke Lampe), ein Reflektor und mehrere Diffusionslinsen, die das Licht gleichmäßig verteilen, ehe es auf das Dia trifft. Der iPod wird nun all diese Elemente vereinen. Dazu muss er natürlich… na? …richtig: verkehrt herum in einem bestimmten Abstand zur Linse befestigt werden.

Die Diagonale des Displays des iPod nano 2G misst etwa 3,9 Zentimeter. Wenn nun die Helligkeit ganz aufgedreht und der Beamer etwa eine Armlänge von der Wand aufgestellt wird, erscheint dort ein Bild etwa in der Größe einer DVD-Hülle. Es ist nicht die Welt – aber immerhin. Stellt euch den Aufbau mit einem iPod Touch (oder natürlich einem anderen Multimedia-Player), mehr Leuchtkraft und größerem Display vor und man erkennt das Potenzial dieses Heimwerker-Kunstwerks. Das ist aber meistens der Zeitpunkt, an dem die Frau von oben ruft, dass man endlich kommen soll, der Film fange gleich an und dass man nicht den Wein vergessen solle. In diesem Sinne: Viel Spaß beim Basteln!

(André Vatter)


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Über den Autor

André Vatter

André Vatter ist Journalist, Blogger und Social Median aus Hamburg. Er hat von 2009 bis 2010 über 1.000 Artikel für BASIC thinking geschrieben.

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