'Meinten Sie…?': Die Google-Rechtschreibprüfung taugt nicht immer

Marek Hoffmann

Google Fail

Google hat ja schon für so manchen „Fail!“ gesorgt. Ein Beispiel aus der jüngsten Vergangenheit war das Bild eines Affen als Suchergebnis, wenn man in der Bildersuche den Namen der First Lady Michelle Obama eingab. Im Sommer sorgte die Phrase „White people stole my car“ für Aufregung, weil Google bei dieser Anfrage wissen wollte, ob man nicht eher „Black people“ meinte. Anfang des Jahres erhielt jedes Suchergebnis den Zusatz „This site may harm your computer“ – auch die Google-Seite. Sucht man heute nach „Can i get aids from“ oder „I am ex“ (siehe Screenshot oben), erhält der Nutzer weiterhin kuriose Suchvorschläge. Die „Meinten Sie“-Nachfrage beim Suchbegriff „Recursion“ ist auch nicht schlecht, wobei man hier fast schon von einem subtilen Witz sprechen könnte.

Und seit heute schüttelt so manch einer wieder einmal ungläubig sein Haupt ob eines neuerlichen Google-Fails. Wie ich – und sicherlich auch viele von euch – wollte ein User Google als Rechtschreib-Hilfe benutzen. Ihm war nämlich nicht ganz klar, ob man „Locator“ oder „Locater“ schreibt. Also gab er die Frage an Google weiter und erhielt diese Antwort:

Google Fail

Tja, nix war’s mit der Hilfe. Nach einem ersten Lachanfall habe ich aber mal etwas recherchiert und muss nun eine Lanze für Google brechen. Denn auch wenn der User FalcOn2600 es nicht wusste und Leo für „locater“ keinen Treffer anzeigt: beide Wörter existieren, obgleich „locater“ kein sehr häufig genutztes Wort zu sein scheint und offenbar eine Person bezeichnet, die die Grenzen eines Gründstücks absteckt beziehungsweise festlegt.

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Insofern war es für Google logisch, dem User diejenigen Ergebnisse zu präsentieren, die seiner Anfrage am nächsten kamen – nämlich jene Seiten, die beide Suchbegriffe enthalten, auch wenn sie dort in umgekehrter Reihenfolge vorkommen. Und dass Google die Suchanfrage nicht als Rechtschreib-Überprüfung erkannt hat, liegt schlicht und ergreifend auch daran, dass die zwei Wörter nicht nur beide existieren, sondern zudem auch richtig geschrieben wurden. Somit muss man dieses Mal sagen: User-Fail!

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(Marek Hoffmann)

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Marek Hoffmann hat von 2009 bis 2010 über 750 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.