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Photoshop im deutschen App-Store: Das Warten hat sich nicht gelohnt

Photoshop_Mobile

In den USA und Kanada gibt es Photoshop Mobile bereits seit Mitte Oktober, nun kann auch hierzulande das Progrämmchen kostenlos aus dem App-Store heruntergeladen werden. Ich habe es gerade eben mal ausprobiert und muss sagen, dass ich ein wenig enttäuscht bin. Zwar kann ich jetzt ein paar andere Apps über Bord werfen, die ich sonst für die Bildbearbeitung benutzt habe (zum Beispiel CropForFree fürs Zuschneiden), aber die Mobile-Version von Photoshop ist in meinen Augen einfach zu abgespeckt (nicht nur im Vergleich mit der Desktop-Version), als dass sie ein echter Kracher wäre.

Aber gut, was kann das Ding: Zunächst einmal kann ich meine Bilder sehr einfach zuschneiden, indem ich die Ecken eines vorgegebenen Rasters entsprechend setze. Zusätzlich hierzu lässt sich dann der ausgewählte Ausschnitt im Verhältnis 1:1, 3:4 oder 4:3 zuschneiden. Darüber hinaus kann ich meine Pics drehen und wenden. Die Drehung der Bilder geschieht immer in 90 Grad-Schritten (man kann sie also nicht „schief“ stellen), wenden lassen sie sich um beiden Achsen.

In einem weiteren Menüpunkt wird mir die Möglichkeit geboten, die Belichtung, den Sättigungsgrad und die Farbtöne zu ändern oder mein Bildchen in Schwar-Weiß darzustellen. Alles funktioniert hier, wie bei allen weiteren Funktionen, sehr leicht, indem man mit dem Finger von oben nach unten, rechts oder links (oder wie man’s gerade braucht) über das Display streicht. Und die Resultate sind gut, keine Frage.

Des Weiteren kann ich die Sketch-Funktion nutzen, die meine Bilder wie handgezeichnet aussehen lässt und bei deren Feinheits-Grad ich zwischen sehr fein (sehr viele Details erkennbar) und sehr grob wählen kann. Außerdem steht mir in diesem Menü ein Weichzeichner zur Verfügung, mit dem sich meine Bilder in David Hamilton-Kunstwerke verwandeln lassen.

Last but not least lassen sich meine Bildchen auch noch mit ein paar Special-Features aufmotzen: Rahmen setzen, Quadrupeln, in Regenbogenfarben tauchen und noch ein paar Spielereien. Das war’s im Grunde. Natürlich lassen sich alle Veränderungen an den Bildern über einen Undo-Button rückgängig machen und die Bilder leicht abspeichern. Apropos abspeichern: iPhone- und iPod Touch-Besitzer können ihre Fotos auf Adobes Website hochladen, wo ihnen 2 GB kostenloser Speicherplatz zur Verfügung gestellt wird.

Joah. Wie gesagt, alles sehr leicht zu bedienen und mit guten Resultaten, aber eben weder mit der Desktop-Version vergleichbar (was man ja auch nicht wirklich erwarten konnte, schon gar nicht für lau), noch mit dem, was andere Apps in den verschiedenen Bereichen bieten. Ich bleibe daher lieber bei meinen Apps wie PhotoSharpFree, ComicTouchLite, Polarize oder PhotoBox, auch wenn das einen höheren Zeitaufwand bedeutet, weil ich nicht alles aus einer Hand geliefert bekomme. Aber die bisherigen Ergebnisse, die erzielt habe, waren die Mühe allemal wert.

(Marek Hoffmann)


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Über den Autor

Marek Hoffmann

Marek Hoffmann hat von 2009 bis 2010 über 750 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.

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