Yellix: Identifizierung von Anrufern mit unbekannter Nummer

Marek Hoffmann

yellixAnrufe, bei denen die Nummer unterdrückt wird, werden von mir per se nicht mehr angenommen. Handelt sich ohnehin immer nur um Werbeanrufe oder die Streiche von irgendwelchen Spinnern, was erfahrungsgemäß in vielen Fällen schwer voneinander zu unterscheiden ist. Eine weitere Sorte von Anrufen, bei denen ich die Annahme verweigere, sind die mit mir unbekannter Nummer. Ich lasse den Anrufer da immer erst auf die Mailbox quatschen und entscheide dann, ob ich ihn zurückrufe. Dank meiner Flat in alle Netze kann ich den Kostenfaktor außen vor lassen.

Die Firma Yellix möchte nun zumindest für den letztgenannten Fall eine Lösung anbieten. Ihre kostenlose Software für verschiedenste Smartphones soll automatisch unbekannte Rufnummern in Echtzeit ihren Besitzern zuordnen und diese auf dem Display anzeigen können. (Ausnahme: iPhone! Für dieses gibt es – warum auch immer – eine „spezielle“ Variante, die sich auf den ersten Blick in nichts von einer gewöhnlichen manuellen Reverse-Suche unterscheidet und somit nicht der Rede wert ist). Wählt man eine gewerbliche Nummer und niemand nimmt ab oder die Leitung ist besetzt, soll sie zudem automatisch Alternativen anbieten. Ein Beispiel dafür, wie das funktionieren soll, gibt’s nachfolgend:

Die Infos zu den Nummern schöpft Yellix übrigens aus dem Pool von dastelefonbuchmobil.de, in dem sich bislang etwa 30 Millionen Einträge befinden. Wer Yellix interessant findet, kann auf der Startseite seine Handy-Nummer eingeben – unterstützt werden alle Netze – und erhält anschließend eine SMS mit Link zum Draufklicken.

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Weil ich aber nirgends ungeprüft meine Handynummer hinterlassen würde, habe ich mir die AGB mal näher angesehen. Dort steht unter anderem: „Die an Sie übermittelten Informationen können auch werbliche Hinweise enthalten, mit deren Übermittlung Sie sich durch Nutzung unserer Dienste ausdrücklich einverstanden erklären.“ und „YELLIX wird keine im Zuge der Nutzung der YELLIX-Dienste erzeugte personenbezogene Daten speichern oder sonst dauerhaft verarbeiten, sofern die Speicherung der Daten nicht ausdrücklicher Zweck des jeweiligen YELLIX-Dienstes ist“. Wer also eventueller Werbung auf’m Phone aus dem Weg gehen möchte, sollte lieber die Finger davon lassen. Ansonsten klingt alles sauber. 

Für alle Facebooker noch ein Hinweis: Yellix kann offenbar auch die „Freunde“ aus dem Netzwerk anzeigen, samt Foto, wenn diese durchklingeln. Da ich mit der abgespeckten iPhone-Version leider keinen Test machen konnte, wäre ich euch für euer Feedback dankbar, falls ihr das Programm ausprobiert.    

(Marek Hoffmann)

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Marek Hoffmann hat von 2009 bis 2010 über 750 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.