Ares: WYSIWYG-Editor für Palm-Apps geht in die offene Beta

Marek Hoffmann

Palm

So, jetzt dürfen sich auch mal die Anhänger des Palm freuen, und nicht immer nur die des Smartphones aus Cupertino. Und worüber? Über das am gestrigen Donnerstag in seiner offenen Beta-Version freigegebene „Ares“: ein komplett im Browser befindliches Set aus Entwickler-Tools zur Erstellung von Mobile-Apps (Bild oben). Jeder, der sich auf der Seite ares.palm.com mit seinem Namen und E-Mail-Adresse anmeldet, kann direkt loslegen.

Genau so einfach wie die Anmeldung soll auch der Gebrauch des Interface sein. Alle Applikationen für Palm webOS-Geräte lassen sich laut offiziellem Palm-Blog spielend leicht mittels Drag & Drop-Interface erstellen lassen. Darüber hinaus werden externe Entwickler unter anderem mit einem robusten Code-Editor, einem visuellen Debugger und integrierter Quellkontrolle gelockt. Hiermit möchte Palm vor allem bei jenen die Hemmschwelle senken, die sich bisher nicht an mobile Apps herangetraut haben.

Aber das war noch nicht alles: Sobald eine App erstellt wurde, kann sie direkt im Browser angesehen und getestet werden, um dann anschließend – via des bereits installierten Mojo SDK – mit einem Klick im Emulator oder auf einem auf webOS laufendem Gerät gelauncht zu werden. Auch die Kommerzialisierung ihrer Apps soll den Entwicklern so einfach wie möglich gemacht werden. Sobald sie fertig ist, kann sie easy runtergeladen und an den App-Katalog verschickt werden. Weitere Infos bietet Palm im Entwickler-Blog.

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Wow. Da bemüht sich aber jemand redlich. Lange nicht mehr eine Bewerbung vernommen, in der so dick aufgetragen wurde. Und warum das Ganze? Weil Palm offenbar bemerkt hat, dass der Erfolg eines Smartphones maßgeblich auch davon abhängt, wie viele Apps für das Gerät vorhanden sind. Und dass sich solche Apps natürlich am schnellsten programmieren lassen, den Nerv der Zeit treffen und populär werden, wenn sie im Stile des „User-Generated-Content“ von externen Programmieren entwickelt werden – das hat ja Apple eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Da liegt aber auch das Problem. Viele Entwickler sind zwar mit Apples Politik im App Store nicht einverstanden; um sie von dort wegzulocken, bedarf es aber dennoch einigen Aufwands. Denn solange Apple die größte Reichweite in Bezug auf App-Käufer hat, werden die Programmierer dort ihr Glück versuchen. Dies gilt vor allem dann, wenn die Konkurrenz mit sinkenden Verkauszahlen zu kämpfen hat

An alle, die Ares ausprobieren wollen: Postet hier bitte eure Erfahrungen!

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(Marek Hoffmann)

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Marek Hoffmann hat von 2009 bis 2010 über 750 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.