Flash auf dem iPhone: Dev-Team-Hacker portiert Android auf Apple-Gerät

Marek Hoffmann

Wie wäre es mit Flash auf dem iPhone? So ganz ohne die Erlaubnis von Herrn Jobs einholen zu müssen. Bisher undenkbar, nun aber durchaus im Bereich des Möglichen. Das halbe Gesicht, das ihr auf dem Screenshot sehen könnt, gehört zu David Wong. Er ist ein in der Szene nicht ganz unbekannter iPhone-Hacker (gehört unter anderem zum Dev-Team) und hat am gestrigen Mittwoch für die Nachricht des Tages gesorgt. Es ist ihm nämlich gelungen, Googles Smartphone-OS Android auf das iPhone zu portieren (Video nach dem More-Tag).

Zunächst zwar nur auf den Geräten der ersten Generation und in einer Art „Alpha“-Phase, aber es läuft. Auf seinem Blog Linuxoniphone schreibt Wong, dass es ziemlich einfach sein dürfte, dies auch auf dem 3G zu bewerkstelligen, etwas komplizierter soll es aber beim 3GS sein. Schade. Aber ein erster Schritt ist getan. Strenggenommen ist es sogar schon der zweite.

Bereits Ende des vorletzten Jahres war es nämlich gelungen, mittels „Reverse Engineering“ ein anderes Betriebssystem auf ein Apple-Geräte zu portieren: nämlich Linux Kernel 2.6. Wie schon damals, so wird auch beim von Wong sogenannten iDroid Googles Betriebssystem nicht anstelle des Apple-OS installiert, sondern zusätzlich dazu. Über den Bootloader OpenIBoot wird, ähnlich wie bei Bootcamp unter OS X mit Windows, eine Art Multi-Booting ermöglicht. Der User kann dann beim Start wählen, welches Betriebssystem er verwenden möchte.      

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Wie ihr in dem Video sehen könnt, kann Wong mit dem installierten Android-OS sowohl telefonieren als auch Kurznachrichten verschicken. Da aber einige Bugs noch drin sein dürften, rate ich euch zunächst einmal von einem Selbstversuch ab. Wer nicht auf mich hören will, kann sich iDroid runterladen und auf seinem alten, gejailbreakten iPhone installieren (wenn es bei der Installationen zu Problemen kommen sollte, folgt den Anweisung auf Wongs Blog). Schreibt dann aber bitte in den Kommentaren, ob und wie es bei euch funktioniert hat.

(Marek Hoffmann)

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Marek Hoffmann hat von 2009 bis 2010 über 750 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.