China-Gadget ‚Apple Peel‘: Mach deinen iPod zum iPhone – für 44 Euro!

Nils Baer
von Nils Baer

Wer gerne ein iPhone hätte, aber nur Geld für einen iPod touch hat, für den ist dieses Gadget vielleicht die Lösung. Für ungefähr 44 Euro bietet ein chinesischer Hersteller eine Hülle an, die aus Apples MP3-Player ein Smartphone machen soll. Bisher gibt es das Gerät nur als Prototyp, die Kollegen vom chinesischen PC-Magazin „PC online“ haben es aber schon getestet und auch ein entsprechendes Video veröffentlicht. Der auf Gadgets aus dem Reich der Mitte spezialisiert Blog MICgadget hat den Testbericht übersetzt und zusammengefasst.

Um das Ergebnis kurz vorwegzunehmen: das Gerät funktioniert, hat aber ein paar Macken. Das relativ clever „Apple Peel“ (Apfelschale) benannte Produkt ist im Wesentlichen eine iPod-Ummantelung, die mit eigener Batterie, Lautsprecher, Mikrophon und SIM-Karten-Fach ausgestattet ist. Beim Einsetzen wird der Musikspielers von Apple über die Docking-Schnitstelle mit der Telefonhülle verbunden.

Damit das Gerätedoppel funktioniert, muss der User zuerst seinen iPod per Jailbreak befreien und manuell die Apps „Yosion“ und „YsSMS“ überspielen. Nach der Installation dieser beiden Programme kann der iPod als Mobiltelefon genutzt werden. Es gibt allerdings ein paar Einschränkungen: bei eingehenden Anrufen kann es vorkommen, dass weder Name noch Telefonnummer das Anrufers angezeigt werden. Ebenso wurden die Tester auf entgangene Anrufe nicht mit einer entsprechenden Nachricht, sondern nur durch eine leere Mitteilung hingewiesen.

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Die Lautstärke der Anrufe lässt sich trotz vorhandenem Regler nicht verändern. Ein eingegangenes Gespräch kann nach Angaben des Testberichts mit dem „Apple Peel 520“ nicht beendet werden. Der Angerufene ist darauf angewiesen, dass der Partner am anderen Ende der Leitung auflegt. Auch nicht ganz ohne Fehler ist die SMS-Funktion des „Apple Peel“. Es ist damit weder möglich, Textnachrichten weiterzuleiten noch können einzelne Kurzmitteilungen gelöscht werden. Die Delete-Funktion entfernt immer gleich alle vorhandenen Nachrichten gleichzeitig.

Insgesamt ist das chinesische Gadget also nicht unbedingt praxistauglich, sondern eher eine funktionierende Spielerei für Technikfreaks. Da chinesische Firmen dafür bekannt sind, es mit Patent- und Markenrecht nicht immer so genau zu nehmen ist es auch völlig unklar, ob ein Verkauf des Gerätes in Deutschland überhaupt legal wäre. Zumindest der lustige Name „Apple Peel“ dürfte hierzulande markenrechtlich wohl kaum zu halten sein.

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(Nils Baer)

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