Für Android-Entwickler: Qualcomm bietet kostenloses 'Augmented Reality'-SDK

Marek Hoffmann

Android-Entwickler aufgepasst. Das Mobilfunkkommunikationsentwicklungs- und Forschungsunternehmen Qualcomm bietet euch kostenlos und ab sofort die Möglichkeit, auf sein Augmented Reality Software Development Kit zuzugreifen. Damit soll es möglich sein, „das interaktive 3D-Erlebnis auf alltägliche Dinge“ anwenden zu können, etwa indem es für Produkt-Verpackungen, Promo-Artikel oder Bilder in Printmedien verwendet wird. User können dabei mit der AR-Anwendung interagieren, indem sie einfach die Oberfläche des entsprechenden Gegenstandes oder einer Abbildung berühren. „Qualcomm macht es Entwicklern einfach, interaktiven 3D-Content für die reale Welt“ sowie „innovative Applikationen und Services“ zu erstellen, so Jay Wright, Leiter des Business Development-Abteilung.

Der Clou an dem AR-SDK soll sein, dass es nicht mehr auf dem GPS-System und Kompass eines Smartphones aufbaut, sondern auf dem computergestützten maschinellen Sehen basiert. Hierbei werden dem Unternehmen zufolge Grafiken genauer mit den entsprechenden Objekten aus der Umgebung verknüpft beziehungsweise an ihnen ausgerichtet, als dies bei den bisherigen Methoden der Fall ist. Dadurch erscheinen beide wie fest miteinander verankert, was dem Anwender ein verbessertes Nutzungserlebnis ermöglichen soll.

Zwei Einschränkungen gibt es bei der ganzen Sache allerdings: Zum einen ist das SDK bisher nur als Beta-Release verfügbar. Es ist also nicht auszuschließen, dass es noch den einen oder anderen Bug aufweist und noch nicht alle Funktionen enthält, die sich die Entwickler wünschen. Gut möglich also, dass 3D-Gaming, wie es Beispielhaft im Teaser-Bild zu sehen ist, noch nicht ganz flüssig läuft.

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Und zum anderen müssen sich Interessierte offenbar für den Zugang zum AR-SDK-Programm bewerben, und zwar mit ihrem Konzept für eine AR-App. Qualcomm will damit wohl sicherstellen, dass die App eine Chance auf dem Markt hat und so schnell zum Renommee des Kits und letztlich dem des Unternehmens hat. Eine andere Erklärung habe ich für ein solches „Auswahlverfahren“ nicht. Wie groß das Kontingent an verfügbaren Plätzen ist, wird dabei nicht verraten. Alles andere erfahrt ihr bei Interesse aber auf der Qualcomm Developer Network-Seite. Solltet ihr euch bewerben und Zugriff auf das SDK erhalten, könnt ihr euere Erfahrungen und die App gerne hier kurz vorstellen.

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Marek Hoffmann hat von 2009 bis 2010 über 750 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.