Hardware

Lenovo und sein neues ThinkPad-Design: Mit dem T431s raus aus der alten Schule

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Auf einem Event in San Francisco hat Lenovo ein neues ThinkPad Ultrabook vorgestellt. Das T431s ist das erste mit dem neuen Design: Mit – laut The Verge – insgesamt 26 optischen Änderungen will Lenovo der Laptop-Sparte mit dem roten TrackPad ein moderneres Image verpassen und hat hierzu auch die Meinung der Kunden einfließen lassen.

Das neue ThinkPad bringt unter anderem eine auf Windows 8 abgestimmte und beleuchtbare Tastatur, eine hellere Gehäusefarbe und neue Scharniere, um den Bildschirm um bis zu 180 Grad nach hinten klappen zu können. Zudem wurde das Logo gedreht und die optisch abgesetzten Klicktasten gestrichen. Das 21 Millimeter hohe Gehäuse aus Kohlefaser und Magnesium verspricht Stabilität und bringt rund 1,63 Kilogramm auf die Waage.

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Bis zu 12 GB RAM

Auf der US-Website von Lenovo sind bereits einige technische Details ersichtlich. Demnach wird das ThinkPad T431s mit einem 14-Zoll-Display mit 1.600 x 900 Bildpunkten bestückt sein, eine Touchscreen-Option wird aber nicht erwähnt. So eng will man mit Windows 8 dann wohl doch erstmal nicht kuscheln. Vielen Business-Kunden dürfte auch die entspiegelte Oberfläche wichtiger sein. Nichtsdestotrotz scheint eine Touch-Version in Planung, wie Engadget berichtet.

Eingebaut sind außerdem 4 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher. Unterstützt werden bis zu 12 GB, zum Aufrüsten ist eine Speicherbank frei. Speicherplatz spendet eine HDD mit bis zu 1 Terabyte oder eine SSD mit bis zu 256 GB. Dass ein Intel Core-Prozessor die Rechenkraft bereitstellt, ist klar, denn sonst dürfte sich das ThinkPad T431s nicht mit der Bezeichnung Ultrabook schmücken. Und da es in den USA schon im April erscheinen soll, handelt es sich um die dritte Core-Generation, denn die Haswell-Chips werden ja erst zum Sommer erwartet. Das Datenblatt listet die Modelle Core i5-3337U, i5-3437U und i7-3687U auf.

Die Tage des VGA-Ports sind gezählt

An Schnittstellen erwähnt Lenovo zwei USB-3.0-Ports, Kartenleser, Audiobuchse, einen Mini-DisplayPort und VGA. Letzterer soll aber bis 2015 verschwinden, wie ein Lenovo-Manager gegenüber Engadget äußerte. Ein optisches Laufwerk ist nicht integriert, darauf verzichten die Hersteller zusehends. Ein LAN-Port ist wiederum verbaut, dazu Bluetooth 4.0 und WLAN. HSPA+ für mobiles Internet steht ebenfalls auf der Karte.

Die Akkulaufzeit liegt laut Lenovo bei bis zu neun Stunden, als Betriebssystem ist für Windows-8-Verweigerer auch Windows 7 in verschiedenen Editionen wählbar. Noch kein Wort verloren hat Lenovo über Termine und Preise für Europa, in den Staaten legt der Hersteller bei 949 US-Dollar (etwa 733 Euro) los.

Und, wie findet ihr das neue Design?

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Lenovo ThinkPad T431s

 

 

 

 

 


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Über den Autor

Saskia Brintrup

Saskia Brintrup hat von 2010 bis 2013 insgesamt 66 Artikel zu BASIC thinking beigesteuert.

18 Kommentare

  • Gefällt mir gut, für mich steht dieses Jahr eh ein Ersatz für mei T400 an.

    Wichtigste Frage: Gibt es eine vollwertige Dockingstation?

  • Sicher, dass es ein Ultrabook ist? Ich dachte die bekämen bei Lenovo ein „u“ ans Ende der Gerätebezeichnung (ich kann mich aber auch irren). Gemessen am VGA Port wirkt es auf mich aber recht dick.

    • Ja, es ist ein Ultrabook. Lenovo gibt es ja extra auf seiner Website an und auch die Höhe passt: 20,6 mm 😉

  • Naja, ich gehöre zu den Verfechtern des klassischen ThinkPad-Designs. Jedoch gehen die Veränderungen noch, es hätte schlimmer enden können. Mich stört jedoch gewaltig, dass die „echten“, separaten TrackPoint-Tasten weg sind. Von den intergrierten All-In-One-Touchpad-Lösungen halte ich nichts wirklich.

  • Kluger Schachzug von Lenovo: Kunden in Richtung Apple treiben.

    Zumindest dann, wenn auch weitere Produktlinien diese „Features“ aufweisen:

    – keine Trackpointtasten
    – weiterhin miese Displays
    – keine wechselbaren Akkus mehr
    – verlöteter RAM

    Ich wüsste dann nicht mehr, wieso ich mir noch ein Thinkpad kaufen sollte. Aber das ist halt Profit- und Kapitalismuslogik: Einfache Wartungsmöglichkeiten stehen natürlich einem Neukauf zunehmend im Wege.

  • Hoffentlich nutzen sie andere Touchpads als die in der neuen E-Serie. Die klappern nicht nur nervig, sie nehmen auch Klicks nicht zuverlässig an. Wir überlegen gerade eine ganze Charge zurückzusenden, weil die Touchpads schlicht unbrauchbar sind.

    @mb: Lies den Text…

  • Intel hat doch in seinen Spezifikationen festgelegt, dass nunmehr ein Touchscreen vorhanden sein muss um sich „Ultrabook“ nennen zu dürfen, oder sehen die das nicht so eng?

  • Die Vorgänger waren wirklich immer ein Design-Totalausfall. Ich habe mich immer gefragt wer so etwas bloß kauft? Das neue Design ist besser. Allerdings einen Desginpreis wird man damit auch nicht gewinnen.

  • @bonvoyage 20.3./13:48

    ganz einfach:

    –> legt man wert auf style/design kauf dir einen computer von apple (form > function)
    –> legt man wert auf „getting shit done“, hol dir ein thinkpad (form < function)

    die leute die so ein gerät kaufen, wollen ein "tool", da ist der design-faktor mal wirklich unwichtig.

  • Ich nutze das ThinkPad Privat und muss sagen ich bin begeistert. Ausstattung, Performance und Verarbeitung kommen an alte IBM Zeiten ran 🙂

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