Google Mine: Hinweise zu neuem Dienst aufgetaucht – bastelt Google an einer Plattform für „Collaborative Consumption“?

Robert Vossen

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googlemine Was hat Google denn hier vor? Der Betreiber des „Google Operating System Blogs“ hat einen Screenshot, eine interne Android-App und weitere Hinweise auf einen neuen Dienst des Suchmaschinenkonzerns entdeckt: Google Mine. Bislang ist noch nicht ganz klar, worum es sich genau handelt, doch mit dem Tool sollen über Google Plus persönliche Gegenstände verwaltet sowie offenbar weitergegeben werden können.

„Wir haben zur Zeit nichts mitzuteilen“

Persönlicher Krempel beziehungsweise Fotos davon sollen demnach mit den eigenen Google-Kreisen geteilt werden können. Sobald etwas neues hochgeladen wird, erhalten die betreffenden Kontakte eine Nachricht.

Google selbst gibt sich auf Nachfrage gewohnt schmallippig: Man experimentiere kontinuierlich mit neuen Features, habe zur Zeit aber nichts mitzuteilen. Da Google das Gerücht weder dementieren noch bestätigen will, lässt sich derzeit nur spekulieren. Gleiches gilt für den Sinn und Zweck eines solchen Dienstes.

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Wird Google Mine das Airbnb für Alles?

Die Kollegen von „Chip“ tippen auf eine Art Tausch- und Verleihbörse, bei der sich sowohl digitale wie analoge Güter verteilen und verwalten lassen – der Rasenmäher könnte Freunden also ebenso ausgeliehen werden, wie ein aktuelles Computerspiel. Und wer kennt das nicht? Man hat mehreren Freunden vor Wochen Bücher ausgeliehen und muss nun krampfhaft überlegen, wer eigentlich welchen Schmöker bekommen hat.

Nicht unwahrscheinlich ist auch eine Google-Variante nach dem Vorbild von gnibble – einer Plattform zum Verleihen von Alltagsgegenständen auf Basis der sogenannten „Collaborative Consumption“. Der Trend aus den USA zielt auf die gemeinschaftliche Nutzung von Gegenständen wie etwa Büchern, Fahrrädern, Spielekonsolen oder auch Autos. Google Mine könnte ebenfalls hier ansetzen: Von Wohnungen und Ferienhäusern über Autos bis hin zu 3D-Druckern, Büchern oder DVDs ließe sich fast alles verleihen oder teilen, was nicht niet- und nagelfest ist.

Zahlreiche Vorteile in der Share Economy

In Zeiten von Carsharing und der „Share Economy“ eigentlich keine schlechte Idee, schließlich würde der User profitieren und Google könnte sich bei kostenpflichtigen Ausleihen eine nette Vermittlungsgebühr abknapsen. Und da Google Mine wohl eng mit Google Plus verzahnt wird, würde der Suchmaschinenkonzern somit gleichzeitig sein soziales Netzwerk pushen.

Abgesehen davon ist es für Google natürlich äußerst interessant, zu erfahren, wer was besitzt. Werbung ließe sich so noch genauer ausspielen – insofern ist die namentliche Nähe des Dienstes zum Data Mining mehr als zweideutig. Inwieweit die User aber angesichts des NSA-Skandals bereit sind, den kompletten Hausstand bei Google einzupflegen, müsste sich erst zeigen.

Kaufoption bei Google Mine?

Es wird allerdings gemunkelt, dass man die in Google Mine angegebenen Gegenstände ebenfalls verkaufen könne. Sollte sich das bestätigen, wäre das ein Frontalangriff auf eBay und Amazon, die wohl verfolgen dürften, was sich aus dem Noch-Gerücht womöglich entwickelt. Allerdings bezieht sich Google Mine offenbar nur auf die eigenen Google-Kreise – also einen erweiterten Freundeskreis. Es ist also fraglich, ob der Mehrwert eines Verwaltungstools überhaupt gegeben ist, wenn man zwei Bücher im Jahr verleiht und alle fünf Jahre eine Stereoanlage an einen Freund weiterverkauft.

Wie auch immer: Bislang ist kaum etwas Konkretes über den neuen ominösen Dienst bekannt – das Potential für ein erfolgreiches Feature und ein neues Standbein im eCommerce-Bereich ist jedoch durchaus gegeben.

Bild: Google Operating System Blog

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Robert Vossen hat erst Los Angeles den Rücken gekehrt und dann leider auch BASIC thinking. Von 2012 bis 2013 hat er über 300 Artikel hier veröffentlicht.