Waffen-Controller „Echo“: Ein Crowdfunding-Projekt, das (hoffentlich) zum Scheitern verurteilt ist

Jürgen Kroder

Auch wenn die Grafikdarstellung bei Games dank leistungsstarker Hardware immer besser wird und fast auf Hollywood-Niveau angekommen ist, so gibt es weiterhin ein uraltes Problem: Die Steuerung ist seit vielen Jahrzehnten stets die gleiche. Die Kombination aus Maus und Tastatur (am PC) oder Gamepad (an der Spielekonsole) stört jeden Hauch von Realismus. Deswegen arbeiten findige Entwickler schon lange an Verbesserungen.

echo-controller

Noch mehr Realismus für Ego-Shooter-Fans

Ideen für innovative Eingabegeräte gab und gibt es unzählige. Vom Power Glove über ausgefallene Gamer-Keyboards und Penis-Controllern bis hin zu Virtual-Reality-Steuerungen wie beispielsweise PrioVR: Irgendwie war alles schon mal da gewesen. Richtig im Massenmarkt durchsetzen konnte sich eigentlich fast keine Alternative –  vom Wii-Controller auf der gleichnamigen Nintendo-Konsole mal abgesehen.

Trotzdem wollen nun ein paar Russen den Markt aufmischen und werben deswegen für ihr Crowdfunding-Projekt „Echo“. Hierbei handelt es sich um einen Controller im Design einer Schusswaffe. Wie bei der Wii kann man hiermit vor einem Monitor frei hantieren, die Bewegungen sollen drahtlos in Shooter wie „Call of Duty“ und Konsorten übertragen werden. Gezielt und geschossen wird wie in der Realität. Sogar das Nachladen ahmt man nach, indem man bei der Plastik-Wumme das Magazin rausnimmt und wieder reinsteckt.

Smarter als dein Feed

Lass dich mit unserem Tech-Briefing UPDATE bei KI und den Tech-News von morgen nicht abhängen – kostenlos täglich in der Inbox von über 13.000 Lesern.

Mehrere PDFs Mockup

Gratis zur Anmeldung:
Zugriff auf alle PDF-Guides

Mit deiner Anmeldung akzeptierst du unsere Datenschutzerklärung.

Kurz: Was man bereits von Wii oder Playstation Move bereits kennt, nämlich Controller als Waffenimitate, soll mit „Echo“ wiederholt werden – allerdings einen Tick realistischer.

Braucht das die Gamer-Welt? Ich hoffe nicht! Denn mit „Echo“ wird versucht, das Töten an der Flimmerkiste noch realer werden zu lassen. Ein gefundenes Fressen für alle, die gerne mal wieder nach einem „Killerspiele“-Verbot schreien möchten. Ich denke mal, die meisten Spieler sind so klug, dass sie diese unnötige Diskussion durch den Einsatz eines speziellen Ego-Shooter-Controllers nicht wieder einheizen wollen.

Keinen interessiert’s. Bislang.

Nicht nur deswegen denke ich, ist diese Kampagne zum Scheitern verurteilt. Auch wie sie umgesetzt ist, lässt einen den Kopf schütteln. Zum Beispiel wegen dem nicht gerade professionellen Video auf der Indiegogo-Seite mit schwer verständlichen russischen Entwicklern. Oder den Perks mit kaum Gegenleistung: Man kann zwar schon mit 5 US-Dollar „Echo“ unterstützen, doch erst ab 400 Dollar Einsatz hat man die Chance, den Waffen-Controller zu erhalten. Bei allen Summen darunter gibt es nur nette Grüße, T-Shirts oder Baseball-Caps.

Und ein weiteres Indiz spricht dafür, dass dieses Projekt nicht gerade auf Erfolg gepolt ist: Obwohl die Kampagne bereits seit dem 2. Mai läuft, sind bislang (Stand: 9. Mai, 14 Uhr) 0 Dollar zusammen gekommen. Ja, richtig gelesen: Nullkommanull. Aber bis zum 1. Juli sollten mindestens 100.000 Dollar gesammelt werden, um die Idee des (O-Ton) „innovative wireless game controller“ umzusetzen. Das wird taff! Zum Glück, sage sogar ich als Shooter-Freund, denn IMHO ist „Echo“ ein Controller, den die Welt definitiv nicht braucht!

Unser Zins-Tipp

Eröffne jetzt dein kostenloses Myntro Festgeld und erhalte 3,43 Prozent Zinsen auf dein Geld – und das garantiert für 12 Monate!


Jetzt Zinsen sichern

Anzeige

Bild: Echocontroller

Google lässt dich jetzt selbst bestimmen, welche Quellen du in der Suche häufiger siehst. Mit zwei schnellen Klicks kannst du BASIC thinking kostenlos als bevorzugte Quelle hinzufügen und damit unabhängigen Tech-Journalismus unterstützen. Vielen Dank!

STELLENANZEIGEN
Growth Marketing Manager Social Media & C...
Salamander Industrie-Produkte GmbH in Türkheim
Content Creator & Social Media Manager (m...
Emeria Germany GmbH & Co. KG in Frankfurt am Main
Corporate Social Media Manager*in (w/m/d)
TÜV Rheinland Group in Köln
Grafik Designer digital/Webdesigner E-Commerc...
KOS GmbH & Co. KG in Schönefeld
Praktikum Social Media & Content Marketin...
EDEKA ZENTRALE Stiftung & Co. KG in Hamburg
Senior Social Media Marketing Manager B2B (al...
adesso SE in Köln, Düsseldorf
Chinese-speaking Influencer Marketing Manager...
WHALECO TECHNOLOGY LIMITED in bundesweit, Home-Office
Senior Consultant Digital Marketing & Med...
Instaffo GmbH in München
Teile diesen Artikel
Jürgen bezeichnet sich als Blogger, Gamer, Tech-Nerd, Autor, Hobby-Fotograf, Medien-Junkie, Kreativer und Mensch. Er hat seine unzähligen Hobbies zum Beruf gemacht. Und seinen Beruf zum Hobby. Obwohl er in Mainz wohnt, isst er weiterhin gerne die Maultaschen aus seiner Heimat.