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Anti-Wearable für Masochisten: Armband „Pavlok“ animiert mit Elektroschocks zum Fitnesstraining

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geschrieben von Jürgen Kroder

Geben wir es zu: Sport zu treiben fällt den meisten ziemlich schwer. Da aber Fitness gerade für „Couch Potatoes“ und „Schreibtischtäter“ wichtig ist, hat die Industrie allerlei Schmankerl für uns parat. Mit Apps, „intelligenten“Kleidungsstücken, Smartwatches und dergleichen sollen wir motiviert werden, uns zu bewegen. Mit Gamification-Elementen wird der aktive Nutzer belohnt, um ständig am Ball zu bleiben.

Das sind lauter schöne Ideen. Doch funktionieren diese sanfte Methoden nicht bei allen. Es gibt weiterhin die Extrem-Verweigerer, die sich mit diesen Gadgets nicht bewegen lassen. Für die hat die US-amerikanische Firma Behavioral Technologies eine besondere Erfindung in petto. Sie setzt nicht auf Belohnung durch Gamification, sondern auf das brutale Gegenteil: Bestrafung!

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Mit Schmerzen gegen die Trägheit

„Pavlok“ heißt das besondere Wearable von Maneesh Sethi, dem Gründer von Behavioral Technologies. Ein passender Name, denn er erinnert an den „Pawlowschen Hund“. Wie das Tier in dem Experiment soll auch der Träger des Fitness-Armbands konditioniert werden. Allerdings regt es nicht den Speichelfluss an, sondern es soll laut Behavioral Technologies das Verhalten des Trägers verändern.

Nimmt man sich etwas vor – zum Beispiel eine Runde Joggen zu gehen – und setzt es nicht um, versetzt „Pavlok“ einem Stromstöße. Durch diesen negativen Impuls will der Erfinder den Träger eindringlich an sein Vorhaben erinnern. Dieses schmerzhaftes Vorgehen sei angeblich psychologisch erprobt und geprüft. Und bringt es wirklich etwas? Laut Engadget.de hat Sethis durch „Pavlok“ erfolgreich innerhalb weniger Monate 13 Kilo abgenommen.

Schlank durch Bestrafung mittels Wearable – ist das ein Markt der Zukunft? Ich bezweifle das zwar, aber der Erfinder scheint von seinem Armband so überzeugt, dass er im Herbst eine Crowdfunding-Kampagne starten will, um sein Masochisten-Gadget nächstes Jahr für 250 US-Dollar (zirka 180 Euro) verkaufen zu können.

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Ach ja – wem die Schocktherapie durch seine eigene Faulheit nicht reicht, für den gibt es bei „Pavlok“ ein ganz besonderes Social-Feature: Wenn Freunde denken, man strenge sich nicht genügend an, können sie einem Elektroschocks senden.

Autsch!

Mich würde es nicht wundern, wenn dieses Anti-Wearable in der S/M-Szene auf großes Interesse stößt!

Bilder: Pavlok

 


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Über den Autor

Jürgen Kroder

Jürgen bezeichnet sich als Blogger, Gamer, Tech-Nerd, Autor, Hobby-Fotograf, Medien-Junkie, Kreativer und Mensch. Er hat seine unzähligen Hobbies zum Beruf gemacht. Und seinen Beruf zum Hobby. Obwohl er in Mainz wohnt, isst er weiterhin gerne die Maultaschen aus seiner Heimat.

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