Ikea kämpft gegen Fanwebseiten – Negativ-PR vorprogrammiert

Felix
von Felix

Anzeige

Ikea ist ja mitunter für humoristische Werbespots bekannt. Ganz offenbar ist die schwedische Möbelkette aber nicht immer zu Scherzen aufgelegt. So wirkt zumindest die harte Gangart, die gegen Betreiber von Fanseiten eingeschlagen wird.

146171722_144b9304e2

Letzten Monat bereits wurde bekannt, dass Ikea juristisch gegen die Ikea-Modding-Seite Ikeahackers vorgehen wollte. Die Kritik ließ nicht lange auf sich warten. Mittlerweile heißt es, man befinde sich in Gesprächen. Dabei steckt Ikea längst in der juristischen Auseinandersetzung mit einer anderen Seite, den Ikeafans. Ob das Gesprächsbereitschaft signalisiert darf bezweifelt werden.

David gegen Goliath

Es liegt auf der Hand, dass sich hinter den Ikea-Fanseiten keine großen Unternehmen, sondern einzelne Privatpersonen verbergen. So ist es zumindest bei den beiden Fanseiten, deren Entstehung maßgeblich auf die Ikea-Leidenschaft ihrer Betreiber zurückgeht.

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 10.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück Beats-Kopfhörer gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Jahrelang tolerierte Ikea die Seite der Ikeafans, kooperierte sogar teilweise mit den Betreibern. Anfang 2012 wandelte sich dann jedoch die Stimmung. Anwälte von Ikea forderten die Herausgabe der Ikeafans-Domain und die Entfernung von Bildern und Symbolen, die auf Ikea hindeuteten. Zudem stört sich Ikea daran, dass auf den Fanseiten Werbung geschaltet ist, beispielsweise auf andere Möbelhäuser. Seither läuft die Auseinandersetzung.

Die Ikeafans-Betreiber vermuten, dass Ikea durch den juristischen Schritt auch seine eigene Community Share Space promoten wollte, die kurz vor dem Streit gelauncht wurde. Im Mai holten die Ikeafans-Betreiber nun zum Gegenangriff aus und reichten Klage gegen die Möbelkette ein.

Schlechte PR garantiert

Die Situation ist offenbar verworren. Die juristische Beurteilung ist aber trotzdem nur die eine Seite. Ganz sicherlich bereitet die nun auch in den Medien geführte Auseinandersetzung der PR-Abteilung von Ikea einige Kopfschmerzen.

Das erst jüngst herausgegebene Statement zum Fall Ikeahackers wirkt jedenfalls vor dem Hintergrund der laufenden Auseinandersetzung mit Ikeafans eher scheinheilig. Man freue sich über das Fanengagement heißt es darin. Überhaupt tut Ikea leid, dass sich die Situation mit Ikeahackers so hochgeschaukelt hat.

Warum reagierte man bei Ikea überhaupt so hart und ließ die Webseiten nicht einfach laufen? In Puncto Firmenimage kann eine harte Gangart eigentlich nur schlecht ankommen. Fälle wie Jack Wolfskin und das Verbot von Tatzen-Kopien sind längst hinreichend bekannt. Im Nachhinein einzulenken kann dann natürlich helfen, das schlechte Image bleibt trotzdem länger haften.

Bild: OiMax / Flickr

🤝 25 Euro geschenkt!

Eröffne jetzt dein kostenloses NIBC Tagesgeld und erhalte bis zu 2,75 Prozent Zinsen auf dein Geld! Und obendrauf gibt's sogar noch 25 Euro geschenkt!


Jetzt Zinsen sichern

Voraussetzungen gelten, Anzeige

STELLENANZEIGEN
Graphic Designer & Content Creator (m/w/d)
FamiCord AG in Leipzig
Senior SAP Consultant FI/CO (f/m/div.)
Bosch Gruppe in Wetzlar
Intern/Working Student (m/f/d) in Generative AI
Clarios Germany GmbH & Co. KG in Hannover
Intern (m/f/d) in Digital Marketing
Clarios Germany GmbH & Co. KG in Hannover
Senior Cyber Security Engineer (m/f/d)
Clarios Germany GmbH & Co. KG in Hannover
Vertriebsingenieur (Ingenieur Maschinenbau / ...
a2tec GmbH in Hamburg
Digital Marketing Manager (m/w/d)
Schwer Fittings GmbH in Denkingen
Personalberater (m/w/d)
Ratbacher GmbH - Karriere bei Rat... in Stuttgart, M...
THEMEN:
Teile diesen Artikel
Folgen:
Internetabhängiger der ersten Generation, begeistert sich für Netzpolitik, Medien, Wirtschaft und für alles, was er sonst so findet. Außerdem ist er ein notorisches Spielkind und hält seine Freunde in der „echten Welt“ für unverzichtbar.