Ein weiterer Sargnagel für das „alte“ Web: Google warnt vor Webseiten mit Flash-Inhalten und erschwert den Zugriff

Jürgen Kroder

Wenn früher ein Webdesigner sein Können unter Beweis stellen wollte, dann erschuf er tolle Animationen. Zuerst mit animierten GIFs, später mit Adobe Flash. So entstanden teilweise beeindruckende Meisterwerke. Aber auch Webseiten, die mehr blinkten als eine Discokugel. Doch mit der Einführung des ersten iPhones veränderte sich die ganze Web-Welt.

Denn Steve Jobs sagte Flash den Kampf an und verbannte die Unterstützung aus seinen Smartphones. Trotz viel Kritik blieb der Apple-Chef hart. Und einige folgten ihm. Seit Android 4.1 ist auch auf Geräten mit dem Google-Betriebssystem die Darstellung von Flash-Inhalten nicht mehr offiziell möglich. Wer bewegte Inhalte oder Spiele fürs Web entwickeln will, soll Adobe abschwören und auf HTML5 setzen – so die Prämisse.

Flash funktioniert hier nicht!

Damit Flash einen schnelleren Tod findet, hat Google erste harte Konsequenzen eingeleitet: In der US-amerikanischen Suche wird ab nun auf mobilen Geräten vor Webseiten mit vielen Flash-Inhalten gewarnt. Das Ergebnis sieht dann zum Beispiel so aus:

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Google weist also darauf hin, dass der ausgespuckte Treffer dem Suchenden nichts bringt, da er Flash-Inhalte bietet, die auf iOS und Android sinnlos sind. Nicht nur das: Der Titel des Links ist nicht klickbar. Wer trotzdem die Webseite besuchen will, muss auf „Try anyway“ klicken. Mit diesem Umweg will Google wohl seine User erziehen, nicht blindlings auf „flashige“ Webseiten zu gehen.

Und nun? Panik?!?

Sind ab nun alle Webseiten, die Flash in irgendeiner Weise einsetzen – zum Beispiel Werbebanner – tabu für die mobile Google-Suche? Nein. Hier gibt es noch eine Entwarnung: Google zeigt seinen neuen Hinweis nur an, wenn es zu viele Flash-Inhalte auf der Ziel-Seite gibt. Wie viel aber „viel“ ist, darüber schweigt sich der Such-Gigant aus.

Mit seinem neuesten Feature geht Google zwar hart gegen Flash-Inhalte vor, doch Panikmache ist nicht angesagt. Einerseits, weil die Anti-Flash-Hinweise zuerst nur in den USA getestet werden. Zweitens, weil trotz der Einführung ein Besuch der entsprechenden Webseiten möglich ist.

Nichtsdestotrotz sollten Webseiten-Betreiber sich spätestens jetzt Gedanken zu ihrer Seite machen: Die Meidung von Flash, die Integration von HTML5-Funktionen und der Einsatz von Responsive Design sind keine Kür mehr, sondern heutzutage Pflicht.

Bild: Google

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Jürgen bezeichnet sich als Blogger, Gamer, Tech-Nerd, Autor, Hobby-Fotograf, Medien-Junkie, Kreativer und Mensch. Er hat seine unzähligen Hobbies zum Beruf gemacht. Und seinen Beruf zum Hobby. Obwohl er in Mainz wohnt, isst er weiterhin gerne die Maultaschen aus seiner Heimat.