Hitchbot: Roboter reist per Anhalter durch Kanada

Felix
von Felix

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In Kanada experimentieren Forscher gerade an einem Projekt, das unter dem Titel „A Robothiker’s Guide to Canada“ laufen könnte. Dazu haben sie einen schnucklig anmutenden Roboter an der kanadischen Ostküste am Straßenrand ausgesetzt. Per Anhalter soll der Roboter nun die Westküste erreichen.

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Langweilig sollte seinen Mitfahrern dabei nicht werden, denn der Hitchbot ist ausgestattet mit Spracherkennung, die ihn zum eloquenten Gesprächspartner macht. Die Forscher wollen mit dem Experiment herausfinden, wie Roboter den Menschen vertrauen können. Zumindest diese Frage scheint aber bereits beantwortet zu sein, denn durch das breite Medienecho hat der Robo-Tramper schon jetzt eine gewaltige Fangemeinde.

Gummistiefel und Solarzellen

Irgendwie erinnert mich der Hitchbot so ein bisschen an SpongeBob Schwammkopf. Im Grunde besteht er aus einer Tonne mit LED-Gesicht, in dem sein elektronisches Innenleben untergebracht ist, seine Arme und Beine bestehen aus Schwimmhilfen und zu allem Überfluss hat er Spülhandschuhe und Gummistiefel an.

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Energie bezieht er über Solarzellen, seine Mitfahrgelegenheiten sind aber angehalten, ihn auch mit Saft aus dem Zigarettenanzünder zu versorgen. Insgesamt mutet der Hitchbot also ganz schnuckelig an, gerade weil er so nach Eigenbau aussieht.

Lange Reise voraus

An der kanadischen Ostküste startet der Roboter seine lange Reise zur Westküste. Er soll den ganzen Weg von Victoria in Britisch-Kolumbien bis Halifax in Nova Scotia zurücklegen, insgesamt über 6.200 Straßenkilometer. Alleine versteht sich, ohne seine Forschereltern.

Laut „eigener Aussage“ geht es dem Hitchbot darum, neue Freunde zu finden und spannende Gespräche auf seiner Reise zu führen. Für die Forscher ist in erster Linie die Frage interessant, ob der Roboter den Menschen vertrauen kann, die ihn mitnehmen.

Gelungenes Experiment?

Ob das Experiment überhaupt noch gut gehen kann ist nicht so ganz klar. Denn schon jetzt ist der Roboter überaus gut vernetzt. Über Twitter, Facebook und Instagram kann man zudem live dabei sein. Das heißt zugleich: der Hitchbot ist längst kein Unbekannter mehr. Dementsprechend sind auch die Reaktionen der Menschen, die ja erforscht werden sollen, in vielen Fällen sicherlich nicht spontan.

Um also echte Reaktionen auf einen unbekannten Roboter zu erforschen, würde sich vermutlich eine andere Versuchsanlage besser eignen. Aber sei’s drum, das Projekt ist überaus sympathisch und ganz bestimmt ist der Hitchbot mit seinem Wikipedia-gespeisten Wissen ein interessanter Gesprächspartner. Mal sehen, ob und wann er sein Ziel erreicht.

Bild: Hitchbot

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Internetabhängiger der ersten Generation, begeistert sich für Netzpolitik, Medien, Wirtschaft und für alles, was er sonst so findet. Außerdem ist er ein notorisches Spielkind und hält seine Freunde in der „echten Welt“ für unverzichtbar.