Was wäre, wenn … Spam eine Kunstform wäre?

Jürgen Kroder

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Tagtäglich wird er milliardenfach verschickt, doch kaum einer nimmt ihn noch zur Kenntnis: Spam. Verständlich, die Mails mit Viagra-Angeboten, heißen Affairen in der Nachbarschaft, fiesen Mahnschreiben sowie billigen Krankenkassen-Angeboten nerven ohne Ende. Deswegen meiden wir sie wie der Teufel das Weihwasser.

Spam mit einem Lächeln nehmen…

Trotzdem: Irgendwie finde ich Spam faszinierend. Die Texte sind von Menschen geschrieben. Diese wollen mir etwas mitteilen. Sie bieten mir Dienste, Informationen oder Dienstleistungen an. Spam tut so, als sei er unser Freund und Helfer.

Klar, Spam kennt nur ein Ziel: Er will mich überlisten und zum Klicken animieren. Der Absender hat nur das Beste im Sinn – für sich, nicht für mich. Dafür gibt er sich die allergrößte Mühe. Er tarnt sich als meine Hausbank, als ein Freund oder meine Geliebte. Die Texte wollen mich erreichen. Und dafür werden sie oft bis auf den letzten Buchstaben optimiert, um mich doch zu überlisten. Das kann nicht jeder. Ja, dahinter steckt eine gewisse Fertigkeit. Eine Art Kunst des Betrügens.

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Deswegen frage ich mich manchmal: Was wäre, wenn Spam eine anerkannte Kunstform wäre? So wie Gemälde, Fotografien, Romane oder Filme.

Die schöne Seite des Spam

Lassen wir unseren Gedanken freien Lauf und stellen uns vor, Spam wäre Kunst. Etwas, das wir konsumieren wollen, weil wir dahinter einen tieferen Sinn sehen. Und weil es Spaß macht, Spam zu genießen. Wie sähe das aus?

So vielleicht?

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Was denkt ihr: Sind meine Gedanken zu abstrus? Spam ist Spam, also weg damit? Oder könnte man so etwas Banales wie Spam zu Kunstwerken „erhöhen“ – so wie schon Suppendosen oder Fett? Wenn ja, welche Ideen habt ihr in diese Richtung?

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Bilder: Screenshots, Pixelio, Tolino, Pixelio, Pixelio /
Montagen: Jürgen Kroder

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Jürgen bezeichnet sich als Blogger, Gamer, Tech-Nerd, Autor, Hobby-Fotograf, Medien-Junkie, Kreativer und Mensch. Er hat seine unzähligen Hobbies zum Beruf gemacht. Und seinen Beruf zum Hobby. Obwohl er in Mainz wohnt, isst er weiterhin gerne die Maultaschen aus seiner Heimat.