Gefährliche Sparmentalität: 51% der Deutschen geben kein Geld für Software aus – und riskieren damit ihre Datensicherheit

Jürgen Kroder

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Damals, da war die Welt noch besser – behaupten zumindest die Ewiggestrigen. Doch blickt man zurück, muss man eingestehen, dass früher das Leben deutlich teurer war. Zumindest, wenn man sich zu den ehrlichen PC-Benutzern zählte. Wer seinen Computer mit Windows, Office und ein paar Spielen versorgte, der gab meist mehrere hunderte D-Mark respektive Euro aus. Das hat sich mittlerweile deutlich verändert. Und zwar mit einer erschreckenden Tendenz.

Sparen auf Biegen und Brechen

Laut einer Umfrage von Aris und Bitkom Reasearch geben rund 34 Millionen Bundesbürger ab 14 Jahre gerade mal 38 Euro pro Jahr für Software jeder Art aus. Angefangen von Büro- und Antiviren-Software bis hin zu Games. Achtundreißig Euro. Im Durchschnitt. Das ist nicht mal ein Vollpreis-PC-Spiel pro Jahr. Oha.

Noch krasser finde ich folgende Zahl: 51. So viel Prozent der Deutschen geben keinen einzigen Cent für Computer-Software aus. Das heißt, jeder Zweite nutzt entweder die vorinstallierten Programme oder lädt sich Freeware und Demo-Versionen herunter.

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Geiz ist geil – dieser Werbeslogan scheint sich durchgesetzt zu haben. Allerdings nimmt die Sparsamkeit auch gefährliche Züge an: Laut Bitkom halten viele PC-User nicht mal ihren Virenschutz aktuell. Das ist erschreckend.

Smartphones und Tablets: Alles soll kostenlos sein

Im mobilen Sektor sieht es kaum besser aus. Auch hier scheinen die Deutschen extrem auf ihr Geld zu achten. Nur jeder Vierte gibt Geld für Smartphone- und Tablet-Apps aus. Das Gesamtbudget beträgt gerade mal neun Euro – pro Jahr.

Der größte Teil der User setzt auf kostenlose Angebote, wie zum Beispiel Free-2-Play-Games, werbefinanzierte Apps oder vermeintliche Gratis-Dienste.

Die Gier nach Gratis-Angeboten

Obwohl sie erschreckend sind, muss ich leider sagen, dass mich die Umfrageergebnisse nicht sonderlich erstaunen. Seit vielen Jahren wird propagiert, dass es im Internet alles umsonst gibt und geben muss. An jeder virtuellen Ecke findet man ein Gratis-Angebot, von Demos über Shareware bis hin zu werbefinanzierten Angeboten. Und natürlich ganz viele Dienste, die zwar kostenlos, aber nicht umsonst sind – weil man als „Bezahlung“ seine persönlichen Daten abliefert.

Der digitalisierte Mensch von heute lebt scheinbar seine Gier nach Konsum offensiver denn je aus. Er will alles haben, aber nichts dafür bezahlen. Dank der Globalisierung und Technisierung kriegt er meist auch das, was er haben will. Dass darunter oft andere oder er selbst leiden müssen, wird nicht gesehen. Hauptsache billig, am besten umsonst.

Ich meine: Nein, geiz ist nicht geil. Massiv an Software-Ausgaben zu sparen ist meiner Meinung nach eine falsche und gefährliche Tendenz, die wir dringend überdenken sollten.

Wie seht ihr das? Muss man bei Software sparen? Sind (vermeintliche) „free“-Angebote in allen Bereichen eine erstrebenswerte Zukunft?

Bild: Screenshot / Google Play Store

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Jürgen bezeichnet sich als Blogger, Gamer, Tech-Nerd, Autor, Hobby-Fotograf, Medien-Junkie, Kreativer und Mensch. Er hat seine unzähligen Hobbies zum Beruf gemacht. Und seinen Beruf zum Hobby. Obwohl er in Mainz wohnt, isst er weiterhin gerne die Maultaschen aus seiner Heimat.