Für einen konzentrierten Unterricht: App hält Schüler und Studenten vom Handy fern

Jürgen Kroder

Quelle: http://www.pixelio.de/media/610397

Smartphones lenken ab. Statt ein Handy-Verbot einzuführen, ermuntern US-amerikanische Universitäten ihre Studenten lieber mit einer gamifizierten App zu mehr Aufmerksamkeit.

Skat statt Latein

Ach, wie habe ich in der Schule Latein und Geschichte gehasst. Wie öde. Stundenlang langweiliger Input, auf den ich und manche Mitschüler keinen Bock hatte. Deswegen haben wir uns früher die Zeit vertrieben, indem wir unter der Tischbank „Schiffe versenken“ oder Skat spielten.

Statt Spielkarten oder Stift und Papier wird heutzutage das Smartphone gezückt, um sich abzulenken. Die sind natürlich für Lehrer und Professoren, die ihren Zöglingen etwas beibringen wollen, ein Dorn im Auge. Deswegen gibt es in einigen Schulen ein Handy-Verbot.

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pocket-points-appDa Verbote meistens schlecht ankommen und die Einhaltung meist schwer zu kontrollieren ist, haben US-amerikanische Universitäten einen sympathischeren Weg gewählt: Sie führten beispielsweise in der California State University und Penn State University eine App namens „Pocket Points“ ein. Die funktioniert nach dem Gamification-Prinzip.

„Pocket Points“ erkennt, ob die Studenten im Zimmer ihr Smartphone benutzen. Bleiben diese aus, kriegt man alle 20 Minuten Punkte gut geschrieben. Je mehr Studenten gleichzeitig die Finger von ihrem Handy lassen, desto schneller werden die Punkte kumuliert. Die verdienten Pocket Points können die Studenten bei örtlichen Pizzerien oder Bagel-Läden einlösen.

Gute Idee?

Die Idee scheint bei den Schülern und Studenten ganz gut anzukommen. Die iOS-App besitzt eine durchschnittliche Bewertung von 3,5 Punkten. In den Kommentaren melden einige zu Wort, welche die App auch in ihrer Schule haben möchten.

Einerseits gefällt mir die Idee von „Pocket Points“. Denn sie schlägt die Smartphone-Nutzer quasi mit ihren eigenen Waffen: Wenn man sein iPhone mal ungenutzt lässt, gibt es dafür virtuelle Punkte aufs Handy. Eine moderne, spielerische Art der Erziehung. Ein Konzept mit Potential, das sicherlich auch hierzulande Erfolg haben könnte.

Andererseits: Braucht es wirklich Apps, um zur Aufmerksamkeit aufzufordern? Sollten nicht gerade Studenten, die erwachsen und hoffentlich auch reif sind, wissen, warum sie einen Kurs besuchen?

Was denkt ihr? 

Bilder: Pixelio, Pocket Points

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Jürgen bezeichnet sich als Blogger, Gamer, Tech-Nerd, Autor, Hobby-Fotograf, Medien-Junkie, Kreativer und Mensch. Er hat seine unzähligen Hobbies zum Beruf gemacht. Und seinen Beruf zum Hobby. Obwohl er in Mainz wohnt, isst er weiterhin gerne die Maultaschen aus seiner Heimat.