Digitale Nomaden

Billig Bargeld abheben im Ausland: Die besten Cash-Tipps für digitale Nomaden

Digitale Nomaden
geschrieben von Marinela Potor

Marinela Potor ist digitale Nomadin. Kein fester Wohnsitz, immer unterwegs, Leben auf Reisen. Für viele ein Traum, für andere ein Graus. Im Tagebuch einer digitalen Nomadin berichtet Marinela wöchentlich auf BASIC thinking von ihren Reisen, was es mit dem Leben aus dem Rucksack auf sich hat und warum es sich lohnen kann, auch mal über den eigenen Tellerrand hinauszublicken.

Hier ist Marinela aktuell: Medellín, Kolumbien

Hier ist Marinela aktuell: Medellín, Kolumbien

Liebes Tagebuch,

Als ich 2010 zum ersten Mal für längere Zeit alleine in die große, weite Welt reiste, war ich recht unbedarft – vor allem, wenn es um das liebe Geld ging. Falls es damals schon Blogs oder Internetratschläge zum Geldabheben im Ausland gab, habe ich sie nie gelesen. Immerhin war ich aber so schlau, mir eine Kreditkarte zuzulegen. Bis dahin hatte ich mich dieser Zahlungsform immer verweigert. Ich gebe nicht sinnlos Geld aus, aber mein Kopf steckt oft in den Wolken und weniger bei meinen Finanzen. Eine Kreditkarte, mit der ich den Überblick über meine Ausgaben verlieren und mich somit dazu verleiten würde, mehr Geld als ich habe auszugeben, hat mich immer abgeschreckt. Bis ich, wie gesagt, auf Weltreise ging.

Das böse Erwachen: Wo kommen auf einmal diese Kontogebühren her?

Denn leider kann man im Ausland selten mit EC-Karten zahlen. Eine Kreditkarte musste also her. Ich habe mir mehr oder weniger die erste Bank geschnappt, die mir eine Visa-Karte ausgestellt hat (denn: wer könnte jemals den Werbeslogan „Visa, die Freiheit nehm‘ ich mir…” vergessen?) und das war’s dann schon. Über Kontoführungsgebühren, Geld im Ausland abheben, Kreditlimit und Ähnliches hatte ich mich nie informiert und war dementsprechend unwissend – bis ich irgendwann auf meinen Kontoauszug guckte und völlig geschockt war: Jedes Mal, wenn ich im Ausland Geld abgehoben hatte, musste ich Gebühren zwischen 5,00 Euro und 7,50 Euro blechen – jedes einzelne Mal.

Das geht dauerhaft ganz schön ins Geld, denn man will ja auch nicht immer, je nachdem wo man sich gerade aufhält, mit 2.000 Euro Bargeld in der Tasche herumspazieren, nur um die Abhebegebühren niedrig zu halten. Bei meiner Kreditkarte kam außerdem noch hinzu, dass ich ein monatliches Limit von 500 Euro hatte, was mir im ungünstigsten Moment überhaupt, mitten im Karnevalfeiern in Brasilien, bewusst wurde. Ich stand plötzlich ohne Geld da und musste mir von meiner Bank eine Bargeldlieferung per Western Union zuschicken lassen. Glaubt mir, mit all diesen Dingen wollt und solltet ihr euch nicht herumplagen, wenn ihr auf Reisen seid.

Die Erkenntnis: Es gibt Kreditkarten für digitale Nomaden

Daher solltet ihr euch lieber vor eurer Reise informieren, was die besten Möglichkeiten sind, um vor Ort an Bargeld zu kommen. Wie gesagt, mit EC-Karten kommt ihr oft nicht weit und Massen an Bargeld mitzuschleppen, ist auch nicht besonders sicher. Wenn ihr nur kurzfristig unterwegs seid, ist das vielleicht nicht ganz so wichtig, aber wenn ihr länger auf Reisen seid, lohnt sich der Kreditkarten-Vergleich. Hier stelle ich euch verschiedene gute Optionen zum Abheben von Bargeld im Ausland vor.

DKB

Mich hat direkt die Kreditkarte der DKB überzeugt. Hier zahle ich weder Kontogebühren, noch muss ich für das Abheben am Automaten jemals Gebühren zahlen. Selbst wenn der Automat mir diese automatisch berechnet, erstattet die DKB mir diese Gebühren am Ende des Monats zurück. Die Anmeldung sowie die gesamte Kontoführung findet online statt, sodass ich noch nie Probleme hatte, meinen Finanzstatus einzusehen oder Transaktionen im Netz auszuführen. Wenn es doch Probleme gibt, reagiert der Kundenservice sehr schnell (innerhalb von 24 Stunden, meist schneller und hilfreich auf alle Anfragen per E-Mail).

Telefonisch bekommt ihr in Notfällen natürlich sofort Unterstützung, 24 Stunden lang an 7 Tagen die Woche. Für die DKB gibt es, je nach eurem monatlichen Einkommen ein Kreditlimit. Wollt ihr mehr Geld abheben, könnt ihr entweder die Erhöhung des Limits beantragen oder euch selbst per Onlineüberweisung Geld auf eure Kreditkarte schicken. Das kann allerdings ein paar Tage dauern, denn an Feiertagen und Wochenenden arbeitet selbst die DKB nicht. Der einzige Nachteil der DKB-Karte ist das Zahlen mit der Kreditkarte. Hier fallen nach wie vor Gebühren an.

Comdirect

Comdirect punktet vor der DKB vor allem dadurch, dass sie in vielen Ländern einen besseren Wechselkurs. Besonders günstig ist Comdirect dadurch zum Bargeldabheben in den USA, Kanada, Japan und Costa Rica. Das gilt jedoch nicht immer: Wer darauf bedacht ist, sollte sich vorher immer genau über den jeweiligen Wechselkurs seiner Banken informieren. Comdirect erhebt ebenfalls keine Kontotogebühren, das Abheben ist gratis und wie bei der DKB werden auch hier anfallende Automatengebühren erstattet. Wer mit der Comdirect zahlt, muss ebenfalls eine Gebühr entrichten (mit 1,5  Prozent ist diese aber etwas günstiger als bei der DKB mit 1,75 Prozent). Besonderes Plus der Comdirect: Neukunden werden mit einem 50 Euro Startguthaben gelockt, wenn sie das Comdirect-Konto zu ihrem Gehaltskonto machen.

MasterCard Gold

Neben der DKB und Comdirekt gibt es auch andere Banken, die günstige Konditionen für Kreditkarten für Reisende bieten. Dazu gehört die MasterCard Gold der Advanzia Bank. Auch hier zahlt ihr keine Kontogebühren und das Abheben von Bargeld im Ausland ist gratis – es sei denn, die ausländische Bank erhebt Gebühren. Anders als bei der Kreditkarte der DKB werden euch diese hier nicht zurückerstattet. Und nun der Clou: Der Kreditrahmen liegt hier mal eben bei 5.000 Euro. Klar, wer sein Konto überzieht, zahlt kräftig. Für Nomaden, die, wie ich, ihre Ausgaben eher sporadisch kontrollieren, kann das sehr gefährlich sein. Der Kontoausgleich ist ebenfalls etwas komplizierter, da ihr dies manuell per Rechnung machen müsst und die Bank nicht einfach automatisch euer Kreditkartenkonto ausgleicht.

Number26 Mastercard

Die Number26 Mastercard ist ebenfalls eine gute Option für reisende digitale Nomaden. Diese Bank ist auf junge, mobile Menschen ausgerichtet und dementsprechend praktisch für Bankgeschäfte von unterwegs. Die Online-Anmeldung beispielsweise dauert weniger als 10 Minuten und ihr könnt euer Konto direkt mit eurem Smartphone verlinken und so alle Banktransaktionen bequem per App steuern. Ein weiteres großes Plus: Ihr seht sofort nach jeder Transaktion, was auf eurem Konto passiert. Bei vielen anderen Kreditkarten könnt ihr eure neue Bilanz erst nach Tagen einsehen. Das Führen eines Kontos ist hier ebenfalls gratis, genau so wie das Abheben von Bargeld weltweit. Genau wie bei der MasterCard Gold werden hier aber keine Automatengebühren anderer Banken erstattet.

PayPal

PayPal bietet zwar auch eine eigene Kreditkarte für euer PayPal-Konto, soweit ich weiß, ist diese aber bisher nur für U.S.-Einwohner mit einem amerikanischen PayPal-Konto verfügbar. Doch auch ohne diese Kreditkarte kann PayPal als Notgroschen sehr hilfreich sein. Wenn ihr beispielsweise in einer Notsituation seid und nicht auf euer Konto zugreifen könnt, könnt ihr Hostels oder Hotels oft auch direkt per PayPal bezahlen. Und wenn es wirklich hart auf hart kommt, könnt ihr eurem Reisepartner oder jemandem in eurem Hostel Geld von eurem PayPal-Konto überweisen, der es dann für euch abhebt. Wenn ihr denkt: „Wer macht das denn?“ Ich habe das schon oft erlebt, denn unverhofft kommt oft – gerade auf Reisen.

Andere Optionen

Neben den erwähnten Kreditkarten, können für ganz spezifische Bedürfnisse auch diese Optionen interessant sein.

Wer etwa ADAC-Mitglied ist, sollte sich auch diese Karte einmal anschauen. Hier muss man, anders als bei der comdirect oder DKB nicht zwangsweise ein Girokonto eröffnen und die Jahresgebühr kann man in Tankgutscheinen wieder einholen. Wer oft Mietwagen nutzt, bekommt mit der ADAC-Karte außerdem weltweit einen Rabatt von 5 Prozent auf Mietwagen. Das Abheben im Ausland ist kostenlos, allerdings kann man mit der ADAC-Karte im Ausland nicht bezahlen.

Wer eine Kreditkarte haben will, muss mindestens 18 Jahre alt sein. Wer (auch wenn unter digitalen Nomaden eher selten der Fall) jünger ist und trotzdem eine Kreditkarte haben möchte, kann diese bei Wüstenrot erhalten. Für digitale Nomaden mit einem schlechten Schufa-Eintrag, empfehlen sich Prepaid-Karten wie beispielsweise die Kalixa. Hier solltet ihr darauf achten, dass ihr sie mindestens ein Mal alle sechs Monate verwendet, da sonst Kontogebühren anfallen. Je nachdem, wie ihr die Karte aufladet, fallen auch hier unterschiedliche Gebühren an.

Finanztipps für digitale Nomaden

Neben einer guten Kreditkarte, gibt es aber noch einige andere Details, auf die Ihr auf euren Reisen achten solltet.

Tauscht kein Bargeld um

Jedes Mal, wenn ihr Geld umtauscht, müsst ihr eine Provision zahlen. In fast allen Fällen ist es günstiger und auch praktischer, Geld direkt vor Ort vom Geldautomaten abzuheben. Informiert euch aber vorab über die Finanzlage des Landes. In Ländern wie Argentinien zum Beispiel ist der offizielle Wechselkurs der Banken und an Geldautomaten für Reisende sehr nachteilig. Hier lohnt es sich tatsächlich mit Euro oder Dollar anzureisen und diese dann vor Ort umzutauschen. Für alle anderen Fälle, empfehle ich aber immer direkt das Abheben am Geldautomaten. Wenn ihr am Ende eurer Reise viel Bargeld in einer Währung übrig habt, ist mein Tipp: Tauscht mit anderen Reisenden! Diese haben vielleicht die Währung eines Landes, in das ihr noch reisen werdet oder können euch euer Geld in Euro umtauschen. Das ist das für beide Seiten günstiger als jede Wechselstube.

Eine zweite Kreditkarte schafft mehr Sicherheit

Es kann immer mal passieren, dass ihr keinen Bankautomaten findet, der eure Kreditkarte akzeptiert. Oder, die Kreditkarte kann auch mal geklaut werden. Anders als Bargeld, ist euer Geld damit nicht weg, aber es dauert seine Zeit, bis ihr eine neue Karte erhaltet und wieder an Geld kommt. Oder, es können auch die verrücktesten Dinge auf Reisen passieren: Ich war beispielsweise einmal mit jemandem am Flughafen, um dort Geld abzuheben. Die Person hatte gerade die Kreditkarte in das Lesegerät geschoben, als für 3 Sekunden der Strom im Flughaben komplett ausfiel. Als der Geldautomat sich wieder hochgefahren hatte, war die Karte geschluckt worden. Das kann tragisch sein, wenn das grade eure einzige Kreditkarte war. Deshalb lohnt es sich immer, auch eine zweite Backup-Kreditkarte mit einem finanziellen Puffer parat zu haben. So steht ihr selbst in Notsituationen nicht ohne Geld da.

Gebt euer Girokonto in Deutschland nicht auf

Selbst wenn ihr als digitale Nomaden viel Zeit im Ausland unterwegs seid und euer Geld über PayPal überwiesen bekommt, hat es sich für mich bisher gelohnt, auch ein Girokonto zu haben. Erstens, ist das zum Teil die Voraussetzung, um überhaupt ein Konto mit einer Kreditkarte zu eröffnen. Zweitens, zahlt aber auch nicht jeder Kunde über PayPal. Viele meiner Kunden zahlen nur per Banküberweisung. Gerade für Freelancer mit mehreren Kunden ist es also sinnvoll, ein Girokonto in der Heimat zu haben. Manche digitale Nomaden haben gleich zwei Girokonten, eins für die Geschäfte, ein anderes für ihre Privatausgaben, um das besser voneinander trennen zu können.

Informiert eure Bank über eure Reise

Gerade wenn ihr normalerweise nicht viel reist, solltet ihr eure Bank über eure Reisepläne informieren. Denn wenn ihr normalerweise immer Bargeld rund um Berlin abhebt und eure Bank plötzlich sieht, dass jemand in Indien an euer Konto will, ist das Konto oft erstmal gesperrt. Das lässt sich normalerweise über einen Anruf klären, es kann aber einige Tage dauern, bis ihr wieder an euer Geld könnt. Daher: Vermeidet diesen Stress und informiert eure Bank vorab, dass ihr reisen werdet.

Schaut auf euer Konto

Auch das musste ich erst lernen (und bin leider immer noch sehr schlurig). Aber gerade wenn ihr im Ausland unterwegs seid, hilft ein regelmässiger Blick auf’s Konto. So behaltet ihr die Übersicht über eure Ausgaben und seht auch direkt, falls mal etwas nicht in Ordnung sein sollte.

Wie regelt ihr eure Finanzen im Ausland? Habt ihr gute Tipps für’s Bargeldabheben im Ausland für andere digitale Nomaden? Habt ihr vielleicht selbst mal in einer Geld-Notsituation gesteckt? Erzählt uns mehr darüber!

Dann bis nächste Woche – aus irgendeinem Winkel dieser Welt,

Eure Marinela

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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor hat als klassische Radiojournalistin angefangen, und ist dann unklassisch (und nicht ganz freiwillig) zur digitalen Nomadin geworden. Seit 3 Jahren reist sie um die Welt und schreibt zu politischen, sozialen und digitalen Themen.

23 Kommentare

  • Also da du schreibst dass es hier die besten Cash-tipps gibt, muss ich leider einen etwas härteren Ton bei meinem Kommentar geben. 🙂
    1. bzgl. Number26 und der sofortigen Transaktion sollte man wissen, dass Mastercard und Visa sowohl Debit als auch Kredit Karten anbietet und man diese auch bei jeder Bank bekommen kann. Number26 hat eine Debit Mastercard.
    2. DKB ist technisch und sicherheitstechnisch ein graus.
    3. du fängst mit Liebes Tagebuch an und ziehst das nicht konsequent durch. Schade. 🙁

    Ich kann an dieser Stelle (für digitale Nomaden) vor allem die consorsbank (Deutsche Niederlassung der BNP Paribas) empfehlen. Warum?
    – technisch sehr fortschrittlich.
    – Gebührenfrei Abheben (Weltweit) + Bezahlen mit der Kreditkarte (kein Auslandseinsatz, wie bei DKB [Außer denmark] oder Comdirekt
    – Kein Tages oder Monatslimit, sondern Transaktionslimit, wenn erreicht kann man einfach nochmal abheben oder bezahlen. (auch einstellbar^^)
    – vieles ist über die Weboberfläche einstellbar. (wichtig im Ausland, da Postweg im Ausland komplizierter ist)
    – Transaktionen sieht man sofort. 🙂

    so 🙂

  • Hallo mini,
    vielen Dank für deinen engagierten Kommentar.

    Du hast Recht, Visa UND Mastercard bieten sowohl Kredit- als auch Debitkarten, oder manchmal eine Kombination (wie z.B. auch die DKB oder die von dir erwähnte Number26). Ich bin darauf nicht im Detail eingegangen, das stimmt – ich wollte im Prinzip die Karten hervorheben, mit denen man einen Kreditrahmen hat bzw. die als Kreditkarten im Ausland akzeptiert werden, da es bei Debitkarten doc h oft Probleme gibt (z.B. beim Sicherheitsdeposit von Mietwagen etc.), zumindest in meiner Erfahrung. Aber danke für den Hinweis an dieser Stelle.

    Ich muss sagen, ich habe die Kreditkarte der DKB seit mehreren Jahren und damit weder technische noch sicherheitsmässige Probleme gehabt, ganz im Gegenteil. Viele andere digitale Nomaden nutzen sie ebenfalls aus diesen Gründen. Welche negativen Erfahrungen hast du denn mit der DKB gemacht?

    Danke für den Tipp mit der Consorbank-Karte, die kannte ich bisher noch nicht, da werde ich mal reinschauen.

    Zur Frage des Tagebuchs: Diese Kolumne soll einerseits meine persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse widerspiegeln, aber auch praktische Tipps für andere digitale Nomaden liefern. Persönlicheres erzähle ich eher auf meinem Blog: https://wanderstrudel.wordpress.com/ 🙂

    Viele Grüsse,
    Marinela

  • Interessanter Erfahrungsbericht.

    Anzumerken wäre noch die NFC-Bezahlung, im Ausland können mit NFC-Kreditkarten oder NFC-Stickern ebenfalls viele Sachen bezahlt werden (Hilfreich bei kleinst-Beträgen). Hattest Du damit keine Berührung?

    Number26 finde ich generell eine großartige Lösung, eines der Besten kostenlosen Girokonten inkl. Mastercard.

    • NFC-Technologie ist relativ fortgeschritten, bzw. in vielen Ländern, in denen ich unterwegs bin, gibt es das gar nicht. Da wird ganz oft noch nicht mal ne Kreditkarte zum Zahlen akzeptiert. Ich habe ausserdem Bedenken bei der Datenübermittlung bei NFC-Zahlung, und, es ist ja nur für Kleinstbeträge (max. 20-25 Euro) möglich, was du ja schon oft alleine bei der Zahlung eines Hostelzimmers überschreitest. Die Frage ist daher: Ausser Zeit sparen in der Schlange, wo ich ne Kleinigkeit gekauft habe, ist das wirklich sinnvoll für digitale Nomaden auf Reisen?

  • Also bei der Postbank sind die ersten 10 Abhebungen im Jahr gebühren Frei, dieses Angebot nütze ich seit vielen Jahren.

    • Das stimmt, das hätte ich noch mit reinnehmen können – guter Hinweis, danke! Gerade für Reisende oder digitale Nomaden, die nicht permanent im Ausland sind, sondern zeitlich im Jahr begrenzt, ist das denke ich, auch eine gute Option.

  • Bei comdirect steht:
    „Comdirect punktet vor der DKB vor allem dadurch, dass sie in vielen Ländern einen besseren Wechselkurs. “ … allerdings wenn man auf der Seite schaut bekommt man bei der DKB deutlich öfter den besseren Kurs. Oder versteh ich hier was falsch …?

    • Wenn du auf den Link klickst, den ich oben im Post habe zu der Aussage, da hat sich ein Blogger mal die Mühe gemacht, das für einzelne Länder mühsam aufzuarbeiten – und bei einigen schneidet comdirect tatsächlich besser ab. Das kommt dann natürlich drauf an, in welche Länder man reist, ob sich das für einen lohnt oder nicht …

  • Soweit ich weiß, erstatte codirect auch bisher die Gebühren nicht! Oder wo steht, dass sie es bisher getan haben.

  • Hallo Marinela,
    hast du schön gehört, dass die DKB angeblich ab 1.6. die Fremdgebühren nicht mehr erstattet? Wenn dem wirklich so ist, wäre das natürlich sehr schade… und ein guter Grund sich noch mal neu umzuschauen…
    viele Grüße,
    Sonia

    • Hi Sonia,
      danke für den Kommentar. Nein, das habe ich bisher noch nicht gehört, aber ich werde mich mal genauer erkundigen!
      Welche Kreditkarte nutzt du denn bei deinen Reisen?

      • Du hast Recht, in den neuen Bedingungen (Punkt Bargeldabhebung mit der DKB Visa Card, Fussnote 8) zum 1. 6. 2016 wird dies neu geregelt:
        „Geldautomatenbetreiber können Entgelte erheben, die zusätzlich zum Auszahlungsbetrag belastet werden. Die Höhe dieses direkten Kundenentgelts vereinbart der Geldautomatenbetreiber vor der Auszahlung des Betrages mit dem Karteninhaber am Geldautomaten. Mit der erfolgten Auszahlung gilt dieses Entgelt als akzeptiert. Dieses Entgelt wird von der DKB AG nicht erstattet.“ Sprich, wenn man beim Abheben zu den Gebühren des Automaten zustimmt, bekommt man diese nicht mehr erstattet.

        Die gesamten Neuregelungen finden sich hier: http://dok.dkb.de/pdf/plv_pk_zukuenftig_2.pdf

        • Danke Marinela fürs Raussuchen!
          Ich hatte sowas am Rande irgendwo mitbekommen – nutze auch die DKB. Vielleicht schaue ich mich dann aber diesen Sommer in Deutschland noch mal neu um…
          viele Grüße, Sonia

  • Vielleicht musst du das auch gar nicht – es sei denn, du bist noch länger und öfter in Thailand unterwegs. Denn ausserhalb von Thailand und den USA fallen ja nicht automatisch bei jedem Abheben Gebühren an.

    Die DKB erhebt nach wie vor keine Gebühren für das Abheben von Bargeld mit der Visa. Allerdings erstatten sie jetzt das Geld, das Automaten / Banken fordern, nicht mehr zurück. Das kann man eigentlich fast überall ganz gut damit umgehen, dass man sich eine Bank sucht, die diese Gebühren nicht erhebt.

    Wie gesagt, in den USA und Thailand ist das nichts (da könnte es sich dann schon fast lohnen alles mit der Karte zu bezahlen bei einer Gebühr von 1,75%), aber in den meisten anderen Ländern kann man sicher auch Automaten finden, die keine Gebühr erheben.

    Wie praktisch das umsetzbar das wirklich ist, werde ich dann ab 1. Juni hier in Mexiko testen können …

    • Hallo Marinela,

      bin gerade in Australien – leider auch ein Land mit Gebühren. Aber vielleicht zieht es mich als nächstes ja tatsächlich doch noch in Länder ohne 😉

      viele Grüße! Sonia

  • […] Bis wir in Bolivien ankommen. Unsere erste Station ist Santa Cruz de la Sierra, die Hauptstadt des gleichnamigen Departamentos. Der Name klingt nach romantischen Bergen und kühler Brise, doch wie vieles in Bolivien: Nichts ist, wie es scheint. Santa Cruz ist heiß und stickig und wir verbringen den ersten Tag damit, in dieser HAUPTstadt nach einem Bankautomaten zu suchen, der unsere Kreditkarten akzeptiert. […]

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