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Die zehn wichtigsten Regeln für die Wahl Ihres Domainnamens [Anzeige]

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Sie möchten einen Domainnamen registrieren, haben aber noch Zweifel, welcher es sein soll? Häufig bleiben Fragen: Welche Domainendung sollte man wählen? Sind Bindestriche in Ordnung oder sollte man die lieber vermeiden? Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, liefern wir Ihnen hier die wichtigsten Tipps für die Wahl des passendsten Domainnamens.

1. Leicht zu verstehen und zu schreiben

Wird jedem beim erstmaligen Hören klar sein, wie man Ihren Domainnamen schreibt? Eine gute Möglichkeit, das herauszufinden, ist der sogenannte „Radiotest“. Dazu bitten Sie Freunde oder Familie um Hilfe: Sie nennen die geplante Adresse Ihrer Website und die anderen sollen das aufschreiben, was sie verstanden haben. So können Sie herausfinden, ob Ihre Adresse das wichtigste Kriterium erfüllt: originell, aber dennoch einfach.

Beispiel: Wie schreiben Testpersonen „www.50xbetter.com“? fiftytimesbetter.com, 50timesbetter.com, …?

2. Auf die Größe kommt es manchmal eben doch an

Wenn es um Domainnamen geht, gilt: Je kleiner, desto besser! Es ist fast unmöglich, einen Domainnamen mit weniger als fünf Zeichen zu registrieren, weil diese praktisch alle schon vergeben sind. Es gibt aber noch einige freie Domains, besonders wenn Sie auf außergewöhnliche Domainendungen zurückgreifen. Je kürzer eine Domainendung auf dem Markt ist, desto größer ist Ihre Chance auf einen kurzen Domainnamen. Achten Sie dabei aber auch auf den Preis – denn der kann je nach Name sehr unterschiedlich ausfallen!

Beispiel: Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch.com ist die Adresse eines kleinen Ortes auf der Insel Anglesey in Wales. Mit seinen 58 Buchstaben ist dies der längste Ortsname in ganz Europa. Im Gegensatz dazu sind t.co (Twitter), fb.com (Facebook) oder hh.de (Stadt Hamburg) rekordverdächtig kurz, leicht zu behalten und daher sehr attraktiv.

3. Keywords: nicht übertreiben

Auch wenn man es mit Schlüsselwörtern nicht übertreiben sollte, sind sie aus SEO-Sicht interessant. Außerdem führen Sie Ihre Besucher durch die verschiedenen Seiten Ihrer Webpräsenz.

Beispiel: Als Domainname wäre etwa sebastian-webagency.com durchaus geeignet; dagegen wäre sebastian-webagency-siteweb.com doch etwas zu viel des Guten.

4. Kennen Sie Ihren Markt

An das eigene Land zu denken ist gut. An den gesamten Markt und alle Kunden zu denken, ist besser.

Beispiel: Deutsche Unternehmen besitzen häufig nicht nur ihre .de-Domain, sondern auch die entsprechende .com-Domain. Wenn das Unternehmen aber auch Kunden in der deutschsprachigen Schweiz und Österreich hat, sollte es idealerweise auch die entsprechenden .ch- und .at-Domains besitzen.

5. Verwenden Sie Zahlen und Bindestriche mit Bedacht

Dieser Punkt steht in direktem Zusammenhang zu Nr. 1: Die Verwendung von Zahlen und Bundestrichen in Ihrem Domainnamen kann zu Verwirrung führen, etwa bei dem oben angesprochenen Radiotest. Mal ganz abgesehen von der Tatsache, dass Google den Einsatz übertrieben vieler Bindestriche abstraft. Auch stehen manche User Webseiten mit Bindestrichen im Namen skeptisch gegenüber, weil das ein Trick von Cyberkriminellen sein könnte, um Besucher auf illegitime Seiten zu locken.  Diese Vorsicht ist gut nachvollziehbar, wenn man bedenkt, dass manchmal nur ein Bindestrich den Unterschied zwischen der legitimen und einer betrügerischen Seite ausmacht. Daher sollten Zahlen und Bindestriche wohlüberlegt eingesetzt werden. Wenn Ihr gewünschter Domainname aus mehreren Wörter besteht, sollten Sie allerdings aus Gründen des Selbstschutzes auch die Versionen mit Bindestrich(en) reservieren. Denn nur so können Sie das sogenannte „Cybersquatting“ vermeiden.

Beispiel: “Sebastian Web Agency Saar” wird dann zu SebastianWebAgencySaar.de. Häufig werden bei langen Namen auch Großbuchstaben am Anfang eines jeden Wortes (manchmal auch verschiedene Farben für die einzelnen Wörter) verwendet, um den Besuchern das Verständnis zu erleichtern.

6. Die Wahl der richtigen Domainendung

Jedes Land hat eine eigene Domainendung, und diese Endungen sind auch wichtig, wenn ein Unternehmen lokal zugeordnet werden soll. So ist etwa in Frankreich .fr die beliebteste Endung, in Deutschland dagegen .de. Zwar gibt es noch keine Endungen für fiktive Orte wie Mordor, das könnte sich aber mit einer kleinen Petition schnell ändern.

Es gibt auch Endungen, die zwar für bestimmte Länder vorgesehen sind, inzwischen aber primär für andere Zwecke verwendet werden. So gehört etwa .tv zum Inselstaat Tuvalu im Pazifischen Ozean, ist aber besonders bei Organisationen aus dem Film- und Fernseh-Segment beliebt. Dasselbe gilt für .fm, die Endung der Föderierten Staaten von Mikronesien, die vor allem im Rundfunkbereich genutzt wird.

Beispiel: Laut.fm und arte.tv sind nur zwei der zahlreichen Beispiele.

7. Achten Sie auf die Sicherheit

Je bekannter Ihr Produkt oder Ihre Marke ist, desto größer ist das Risiko des „Cybersquattings“. Daher empfehlen wir Ihnen die Registrierung verschiedener Varianten Ihres Domainnamens (z. B. mit und ohne Bindestriche) sowie verschiedener IDNs (internationalisierte Domainnamen, die also Umlaute, diakritische Zeichen oder Buchstaben aus anderen Alphabeten als dem lateinischen Alphabet enthalten). Um das Risiko noch weiter zu minimieren, schützen Sie Ihre Domain auch vor „Dotsquatting“, indem Sie Ihren Namen auch ohne Punkt zwischen dem www und Ihrem eigentlichen Domainnamen registrieren.

Beispiel: Bei genauem Hinsehen ist es offensichtlich: www.sebastian-webagency.com ist nicht dasselbe wie wwwsebastian-webagency.com. Die Adresse ohne Punkt könnte bei einer Phishing-Attacke missbräuchlich eingesetzt werden. Denn wenn ein Kunde nur einen kurzen Blick auf den Absender wirft, könnte er es für die legitime Adresse halten und so auf einen gemeinen Betrug hereinfallen.

8. Denken Sie auch an die Zukunft

Sie müssen auch an die Zukunft Ihrer Webseite denken. Vielleicht arbeiten Sie aktuell noch nicht grenzübergreifend, aber die Schweiz oder Österreich könnten später durchaus ein Markt für Sie werden? Dann registrieren Sie Ihre Domain auch mit diesen Endungen, denn sonst könnte Ihr .ch- oder .at-Domainname zu einem späteren Zeitpunkt bereits an einen Dritten vergeben sein – und dieser Inhaber könnte einen allzu hohen Preis dafür verlangen.

9. Beachten Sie geschützte Marken

Denken Sie daran: Bei zu großer Ähnlichkeit Ihres Domainnamens mit einer geschützten Marke besteht die Gefahr einer Markenrechtsverletzung. Als Domaininhaber tragen Sie hierfür persönlich die rechtliche Verantwortung. Bevor Sie Ihre Domain registrieren, sollten Sie daher etwas Zeit in eine Recherche investieren. Hierfür empfehlen wir Ihnen die Webseiten folgender Organisationen: das DPMA (Deutsches Patent- und Markenamt) für deutsche, das EUIPO (Amt der Europäischen Union für Geistiges Eigentum) für europäische und die WIPO (Weltorganisation für geistiges Eigentum) für internationale Marken.

10. Unterschätzen Sie die Wirkung in Fremdsprachen nicht

Was in Ihrer eigenen Muttersprache wohlklingend und kreativ ist, kann in anderen Ländern eine ganz andere Wirkung entfalten. Von 1970 bis 1980 produzierte Ford ein Modell namens Pinto. Der Slogan einer Kampagne lautete „put a Pinto under your tree”. Kunden mit portugiesischer Muttersprache könnte dieser Satz allerdings etwas irritiert haben … schlagen Sie „pinto” doch einfach mal nach.

Worauf warten Sie noch?

Wenn Sie alle aufgeführten Tipps beachten, können Sie die Risiken bei der Erstellung Ihres Domainnamens (etwa Cybersquatting oder ausbleibender Traffic) minimieren. Damit haben Sie jetzt eine solide Basis für die perfekte Wahl. Schauen Sie doch gleich mal rein: ovh.de/domains


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Über den Autor

Jens Zeyer

Jens Zeyer ist bei der OVH GmbH verantwortlich für Marketing und PR.

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