Pinterest, Logo, Bilderkennung

Pinterest nutzt Bilderkennung und KI für bessere Werbung

Christian Erxleben
Pinterest ist viel mehr als nur ein Bildernetzwerk. (Foto: Pixabay.com/HypnoArt)

Über eine Milliarde Inhalte auf Bildern kann die künstliche Intelligenz von Pinterest bereits identifizieren. Jetzt setzt das Bildernetzwerk diese Technologie ein, um via Bilderkennung den Pinnern passende Anzeigen auszuspielen.

Jeden Monat suchen die Nutzer der Content-Plattform Pinterest nach zwei Milliarden verschiedenen Begriffen. Immerhin 250 Millionen Mal nutzen die Pinner die Bildersuche, um nach ähnlichen Produkten und neuen Inspirationen zu suchen.

Für Pinterest ist es aus wirtschaftlicher Sicht essenziell zu wissen, was auf einem Foto zu sehen ist. Wenn dies gelingt, kann das Netzwerk seinen Nutzern via Bilderkennung passende Such-Ergebnisse ausspielen und so die Zufriedenheit und Customer Experience der User Schritt für Schritt steigern.

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Bessere Werbung durch Bilderkennung

Deshalb hat Pinterest viel Zeit in die Entwicklung einer künstlichen Intelligenz gesteckt, die auf das Erkennen und Identifizieren von Gegenständen auf Bildern spezialisiert ist. In der Zwischenzeit kann die selbstlernende Maschine über eine Milliarde Inhalte erkennen und somit die Suchergebnisse ohne menschliche Hilfe personalisieren.

Selbstverständlich profitieren nicht nur die Pinner von einer besseren Bilderkennung, sondern auch das dahinterstehende Netzwerk selbst. Schließlich kann Pinterest seine Technologie dafür einsetzen, um seinen Nutzern in den Such-Ergebnissen auch passendere Anzeigen auszuspielen.

„Wir können einen Gegenstand als rechteckigen, modernen Esstisch aus der Mitte des letzten Jahrhunderts identifizieren und ähnliche Produkte anzeigen“, erläutert Pinterest-Mitarbeiter Umesh Unnikrishnan in einem Blog-Beitrag.

Anders ausgedrückt bedeutet diese Aussage nichts anderes als: Wir wissen, wonach du suchst und spielen dir deshalb Werbung aus, die dich interessieren könnte.

Mehr Reichweite für Werber

Grundsätzlich ist der Gedanke, Anzeigen aufgrund von Bildinhalten auszuspielen nicht schlecht. Im Gegensatz zu Werbe-Ausspielungen aufgrund von Text-Analysen kann es hier seltener zu Missverständnissen kommen. Aus Nutzersicht könnte tatsächlich das oft propagierte Ziel von Werbung, die auf die persönlichen Interessen zugeschnitten ist, Realität werden.

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Für die Werbungtreibenden hat Pinterest zudem die positive Nachricht verkündet, dass ihre beworbenen Inhalte nicht mehr nur in den Ideen, sondern auch im Bereich „Mehr davon“, der unterhalb eines jedes Pins ausgespielt wird, erscheinen. Dadurch erhöht sich die Sichtbarkeit der Werbung innerhalb der Plattform deutlich.

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Christian Erxleben arbeitet als freier Redakteur für BASIC thinking. Von Ende 2017 bis Ende 2021 war er Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig.