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Zukunft Mobilität: Ein autonomer Traum? 

SOLCOM GmbH
Aktualisiert: 16. Mai 2019
von SOLCOM GmbH
Arthur Caranta / Flickr (CC BY SA 2.0)
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Was wäre, wenn wir in Zukunft das Haus verlassen könnten und einfach in ein selbstfahrendes Auto einsteigen, das wir per App oder nur noch per Sprachbefehl bestellt haben? Und während wir unterwegs wären, würde eine Drohne unsere Bestellung, die wir von unterwegs getätigt haben, auf den Balkon oder in den Garten liefern.

Städte wären ohne permanente Staus, dafür mit fahrerlosen Bussen und Bahnen ohne Verspätung und einem Warenverkehr, der nahtlos und vollautomatisch von den Lagerhäusern über selbstfahrende Schiffe, Flugzeuge und Drohnen bis hin zum Kunden verläuft. Rein technisch gesehen, ist vieles von diesem Traum der vollständigen Autonomie bereits heute möglich. Bevor die autonome Mobilität Wirklichkeit wird, müssen ein paar zentrale Bedingungen erfüllt sein.

Zentrale Voraussetzungen für den autonomen Verkehr

Die Entwicklung im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) stellt eine wesentliche Grundvoraussetzung für den Fortschritt des autonomen Fahrens dar. In diesem Segment sind allerdings noch einige Hürden zu nehmen, bevor es einem vollständig autonomen Fahrzeug möglich ist, beispielsweise im enorm komplexen Stadtverkehr teilzunehmen.

Denn beim Erkennen und Deuten von allen Umwelteindrücken, Ampeln, Zeichen, Schildern, Hindernissen und potenziellen Gefahren sind Unmengen von Sensordaten gleichzeitig zu verarbeiten und exakt zu interpretieren.

Auch wenn heute bereits das autonome Fahren beispielsweise auf Autobahnen sehr gut funktioniert, stellt das Manövrieren auf einer mehrspurigen Fahrbahn mit Gegenverkehr und Ampeln immer noch eine Herausforderung dar. Vom Funktionieren und Beherrschen der Technik hängt viel ab.

Denn neben den technologischen Voraussetzungen spielt auch die gesellschaftliche Akzeptanz eine zentrale Rolle. Ohne das Vertrauen der Menschen in die neuen Technologien werden sich diese kaum als Verkehrsmittel der Zukunft durchsetzen können.

Die konkreten Ausformungen autonomer Mobilität der Zukunft

Wird die autonome Mobilität Realität, wird es autonom agierende Systeme in allen Bereichen geben: Angefangen beim fahrerlosen Auto, über autonom fliegende Flugzeuge und Drohnen, selbständig navigierenden Schiffen bis hin zu autonomen Bahnen, Bussen, Lastfahrzeugen oder kleinen Koffertransportern.

Letztere werden nicht nur Warenverkehr revolutionieren, sondern auch unsere Art zu Reisen verändern. Die Anwendungsbereiche für Drohnen & Co. werden insgesamt immer vielfältiger. Sie können als Versorgungseinheit in Krisenregionen eingesetzt werden, als Kameras zur Wartung und Überwachung, sie erleichtern die Polizeiarbeit oder könnten bei der Reinigung von Gebäuden eingesetzt werden.

Mit dem autonomen Verkehr wird zudem ein Paradigmenwechsel einhergehen, dessen Anfänge wir bereits erleben. Ein autonomes Fahrzeug muss man beispielsweise nicht zwangsläufig auf die gleiche Weise besitzen wie ein normales Auto. An die Stelle des eigenen Autos werden in Zukunft kommerzielle Mobilitätsdienste wie Drohnentaxis und Shuttledienste oder autonome öffentliche Verkehrsdienste treten.

Der autonome Verkehr bietet zahlreiche Vorteile

Die Treiber bei der Entwicklung eines solchen autonomen Verkehrs sind eng mit den vielfältigen Vorteilen verbunden, die damit einhergehen. Eine wesentliche Konsequenz eines autonomen Verkehrssystems besteht darin, dass es bedeutend weniger Unfälle geben wird.

Schon heute sind autonome Systeme in Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit dem Menschen überlegen. Für einen flüssigen und fehlerfrei ablaufenden Verkehr wird insbesondere dadurch gesorgt, dass äußere Störeinflüsse auf ein Minimum reduziert werden.

Durch die Diversifizierung der Transportmittel beispielsweise durch Drohnen, Shuttles oder Transporter wird es zu einer Entlastung des Straßen- und Schienenverkehrsnetzen kommen. Auch die bereits heute besonders in den Städten extrem angespannte Parkplatzsituation könnte sich drastisch verbessern.

Nicht zuletzt wird der Fahrkomfort bei der Personenbeförderung sich enorm verändern. Während einer Fahrt im autonomen Auto können die Insassen problemlos schlafen, essen, im Internet surfen, kommunizieren oder arbeiten.

Was es bereits heute gibt und was die Zukunft noch bringen wird

Ein – zumindest in unserer Wahrnehmung – besonders sensibles Fortbewegungsmittel für uns Menschen ist das Flugzeug. Selbst, wenn wir wissen, dass es kaum eine sicherere Methode zu reisen gibt, fürchten wir uns vor dem Fliegen mehr als beispielsweise vor dem Autofahren. Was vielen Menschen jedoch nicht wissen: Bereits heute agieren Flugzeuge weitgehend autonom.

Bis zu 95 Prozent der Zeit eines Fluges vertrauen wir unser Leben den Fähigkeiten von autonomen Maschinen an. Ebenfalls bereits Realität sind die ersten autonomen Drohen zur Personenbeförderung. Ein chinesischer Hersteller testete erfolgreich seinen Prototypen eines Drohnen-Taxis.

Auch andere Hersteller wie Airbus planen bereits die autonome Zukunft: Autonome Helikopter oder Drohnen, die mehrere Personen befördern können, sollen in den kommenden Jahren in Produktion gehen. In der Folge wird ein komplexes, miteinander vernetztes Ökosystem entstehen – die „Smart City“.

Ein intelligentes Verkehrsleitsystem wird dabei helfen, alle autonomen Verkehrsteilnehmer in Echtzeit mit relevanten Informationen zu versorgen. Insbesondere durch die Fortschritte im Bereich der künstlichen Intelligenz zeichnet sich bereits heute klar ab, dass die Welt des autonomen Verkehrs nur noch eine Frage der Zeit ist.

Über den Autor: Thomas Müller ist Geschäftsführer der SOLCOM GmbH, einem der führenden branchenübergreifenden Technologiedienstleister in den Bereichen Informationstechnologie und Engineering. Seit mehr als 20 Jahren arbeitet SOLCOM als Partner global agierender Spitzenunternehmen. Aus dieser Erfahrung heraus schreibt er über Trends und technische Neuerungen im Bereich der IT und der Digitalisierung.

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Als Projektdienstleister ist SOLCOM darauf spezialisiert, hochqualifizierte Freiberufler in allen Branchen und Technologien einzusetzen. Für die SOLCOM GmbH schreiben Oliver Koch, Christian Loch-Großmann und Thomas Müller.
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