Stau Stadt Autos

„Nur“ ein Softwareupdate? Diese Abgas-Technologie kann Leben retten!

Marinela Potor
In welchen Städten verlierst du die meiste Zeit im Stau? (Foto: Pixabay / quinntheislander)

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Während die Antwort deuscher Autohersteller auf Dieselgate ein viel belächeltes Softwareupdate war, zeigt die englische Stadt Leeds wie man mit einer wahrlich smarten Software die Luftverschmutzung in Innenstädten tatsächlich verringern und sogar Leben retten kann.

Die Software, die Hybridautos automatisch auf Nullemissionsmodus umstellt

Stellt euch vor, es gäbe eine Software, die sämtliche Hybridautos auf der Straße bei hoher Luftverschmutzung in der Stadt automatisch von Verbrennungsmotor auf den Nullemissionsmodus umstellen könnte. Genau an einem solchen System arbeitet derzeit die britische Stadt Leeds im Norden von England.

Gemeinsam mit EarthSense Systems, Cenex (Centre of Excellence for Low Carbon and Fuel Cell technologies) sowie Experten aus der Automobilbranche hat Leeds das Projekt ACCRA ins Leben gerufen. ACCRA nutzt die Technologie von Zephyr, einem von EarthSense entwickelten Sensor für Luftqualität.

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Mehrere solcher Monitore, an verschiedenen Stellen angebracht, messen von dort die örtliche Luftqualität in Echtzeit. Der Zephyr-Monitor erfasst verschiedene Abgaswerte wie Stickstoffdioxid, Ozon, Kohlenmonoxid, Schwefeloxid sowie Feinstaub. Diese Emissionsdaten werden dann – ebenfalls in Echtzeit – an die Hybridfahrzeuge übermittelt.

Darüber hinaus, und das ist der eigentliche Clou der Technologie, bekommen die Hybrid-Fahrzeuge bei zu hohen Emissionwerten, automatisch Anweisungen, sich selbst vom Verbrennungsmodus auf den Nullemissionsmodus umzustellen.

„Potenzial, Leben zu retten“

„Das Nutzen von Echtzeit-Daten, um Verschmutzung in unseren Innenstädten zu verstehen und Fahrzeuge in stark verschmutzten Zonen automatisch dazu anzuweisen auf den Nullemissionsmodus umzustellen, hat das Potenzial Leben zu retten und unsere Innenstädte zu verändern“, sagt Roland Leigh, technischer Direktor von EarthSense.

Zu den Automobilexperten, die sich an dem Projekt beteiligen gehören beispielsweise Tevva Motors, ein Unternehmen, das sich auf die Herstellung von sauberen LKWs spezialisiert hat. Tevva arbeitet bei ACCRA an der Interface für die Datenübertragung an die Hybridfahrzeuge. Ein weiterer Partner ist Dynniq, ein Unternehmen, das intelligente Transportsysteme entwickelt. Dynniq arbeitet an einer Entscheidungsmaschine, die die Emissionsdaten von Zephyr an die Autos übertragen kann.

Eine zukunftsweisende Zusammenarbeit, wie Roland Leigh, betont. „Projekt ACCRA repräsentiert das Beste, was wir in Vehicle-to-Infrastructure-Kommunikation zu bieten haben und ist eine wahre Partnerschaft zwischen Industrie, Wissenschaft und Regierung.“

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Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitäts- und Technologietrends aus der ganzen Welt.