Olympia 2018: Eurosport setzt auf Snapchat

Olympia 2018: Eurosport setzt auf Snapchat

Philipp Ostsieker
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Discovery-Tochter Eurosport und Snap haben eine Werbe-und Contentpartnerschaft für die Olympischen Winterspiele 2018 vereinbart. Eurosport zeigt europaweit die Spiele auf der Snapchat-Plattform Discover.

Für Snap stellt die Partnerschaft zur Übertragung der Olympischen Spiele die erste europaweite Kooperation dar. Ein Eurosport-Redaktionsteam soll speziell für Snapchat neue Inhalte produzieren. Im Fokus: jüngere Trendsportarten wie Snowboard, Downhill- und Freestyle-Ski oder Eishockey. Zudem will Eurosport auch Blicke hinter die Kulissen des Sportevents ermöglichen und dafür mit Athleten sowie Influencern zusammenarbeiten. Eurosport wird den Snapchat-Nutzern in einem eigenen Discover Channel zudem Features wie Vollbildgrafiken, Textoverlays, Animationen und Soundoptionen bieten, um Inhalte zu kreieren, kuratieren und zu teilen.

Olympia 2018: jünger & mobiler

„Wir freuen uns, dass wir die Spannung und Leidenschaft der Olympischen Spiele direkt zu Snaps dynamischer und junger Community transportieren können. Somit kommt Discovery seinem Versprechen, mit den Olympischen Spielen in Europa mehr Menschen auf mehr Bildschirmen als jemals zuvor zu erreichen, einen Schritt näher“, so Michael Lang, Präsident, International Development & Digital für Discovery International.

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Zielgruppe von Eurosport und Discovery ist die junge, digital geprägte Community. Discovery-Werbekunden können so genannte „Snap-Ad-Pakete“erwerben. Snapchat hat in Europa nach eigenen Angaben etwa 55 Millionen Nutzer. Zwei Drittel nutzen die App täglich. In den USA kooperiert Snap bereits seit dem Sommer mit Discovery. Das Medienhaus produziert in diesem Rahmen Formate für Snapchats Discover-Plattform.

Kann Discovery sein Invest refinanzieren?

Discovery arbeitet intensiv an der Refinanzierung seiner TV-Rechte an Olympia 2018. Der Medienkonzern hatte 2015 für etwa 1,3 Milliarden Euro die TV-Rechte für die nächsten vier olympischen Spiele erworben. Neben den Free-TV-Rechten beinhaltet der Deal auch die exklusiven Rechte für alle Plattformen inklusive Pay-TV, Internet und mobile Plattformen. Der Deal mit Snapchat ist ein weiterer Baustein. Nachdem die Verhandlungen zunächst gescheitert waren, konnte sich Discovery auch mit ARD und ZDF auf eine Lizenzierung der Rechte einigen.

„Wir wissen, dass die Refinanzierung ein Marathon und kein Sprint ist“, so Discovery-Deutschlandchefin Susanne Aigner-Drews  gegenüber HORIZONT Online. Neben der Werbevermarktung und Sublizenzen setzt der Medienkonzern dabei auch auf digitale Plattformen wie seinen Europort-Player. Hoffen wir, dass dieser im Rahmen von Olympia 2018 zuverlässig läuft. Einige HSV-Fans könnten skeptisch sein.

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Philipp Ostsieker ist Medien- und Digitalmanager aus Hamburg. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit als selbstständiger Digital Content Strategist schreibt Philipp für BASIC thinking die Kolumne „Matchplan“, in der er über den Tellerrand blickt und durch die innovativen Ideen der Sportbranche führt.