So krempelt SeatGeek das Ticketing der NFL um

So krempelt SeatGeek das Ticketing der NFL um

Philipp Ostsieker

Mobile first in neue Sphären! SeatGeek wird neuer Vertriebspartner der NFL. Damit positioniert sich das Startup als ernsthafter Wettbewerber für Größen wir Ticketmaster und StubHub. Die Partnerschaft ermöglicht es den Newcomern von SeatGeek, verifizierte NFL-Tickets über seinen eigenen Marktplatz zu verkaufen. Inbegriffen sind auch Primär-Tickets, welche die NFL-Tickets dort direkt verkaufen. Zudem können Fans ihre Tickets weiter verkaufen.

„Unser Ziel war es, den Teams zu beweisen, dass sie von der Offenheit im Gegensatz zu den geschlossenen Altsystemen profitieren werden“, erklärt SeatGeek-Mitgründer Russ D’Souza gegenüber Bloomberg. „Die größte Liga der Welt setzt das Konzept um, und wir sind begeistert, Teil dieses Netzwerks zu sein.“

NFL ändert ihr Ticketing-Ökosystem

Die NFL gab im Oktober Änderungen innerhalb ihres Ticketing-Ökosystems bekannt. Der Exklusivvertrag mit Ticketmaster ist passé. Weitere von der Liga zugelassene Player können auf verifizierte Tickets zuzugreifen und diese online verkaufen. Auf den Weiterverkauf hat sich auch StubHub spezialisiert. Die Ebay-Tochter trat noch vor SeatGeek bei.

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Der neue Ansatz beim Ticketing ermöglicht es den NFL-Franchises, vielerorts zu verkaufen und die Transaktionsdaten zu behalten. Dies dient sowohl der Sicherheit als auch der Reichweite.

Für SeatGeek bedeutet der Deal, dass es dank des NFL-Deals zu absoluten Branchengrößen aufschließen kann. Football-Fans können Tickets sofort kaufen und via SeatGeek nahtlos an andere Fans übertragen. Sie haben die Garantie, dass das Ticket echt ist und nicht doppelt verkauft wurde. Solche Probleme treten leider immer noch auf.

SeatGeek auf den Spuren von Uber

D’Souza vergleicht das offene Ticketing-Modell mit dem, was Apps wie Uber für den Transport getan haben. Fahrten sind auf Knopfdruck verfügbar. Also nutzen mehr Leute das Angebot. „Wie bringt man Leute dazu, zu mehr Veranstaltungen zu gehen? Man macht es ihnen leichter, Tickets zu kaufen und zu übertragen“, so D’Souza. „Hiermit wird die Hürde gesenkt.“

SeatGeek existiert seit 2009. Ziel war und ist es, technologie-basiert und mobile-fokussiert den Wiederverkauf von Eintrittskarten für Sport, Konzerte und Theater zu fördern. Im Jahr 2017 sammelte das Unternehmen 57 Millionen Dollar für die Übernahme von TopTix. Zu den Investoren gehören Glynn Capital, Causeway Media Partners und Accel. Auch Athleten wie die NFL-Quarterbacks Peyton Manning und Eli Manning sowie der NBA-Star Carmelo Anthony haben investiert.

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Zu den wichtigsten Kunden von SeatGeek zählen die New Orleans Saints und offenbar die Dallas Cowboys.

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Philipp Ostsieker ist Medien- und Digitalmanager aus Hamburg. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit als selbstständiger Digital Content Strategist schreibt Philipp für BASIC thinking die Kolumne „Matchplan“, in der er über den Tellerrand blickt und durch die innovativen Ideen der Sportbranche führt.