Uber Unfall Arizona

Uber-Unfall: Was ist eigentlich passiert? Eine Chronologie der tragischen Ereignisse

Marinela Potor
Foto: Screenshot / Youtube / ABC

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Als am 18. März 2018 ein Roboter-Auto von Uber bei einem Unfall in Tempe, Arizona eine Frau tödlich verletzte, war die Aufregung in den Medien und unter Mobilitätsjournalisten groß, obwohl niemand genau wusste, was eigentlich vorgefallen war. Jeden Tag sickern neue Informationen durch. Um den Überblick zu behalten, haben wir deshalb eine Übersicht der bisher bekannten Fakten für euch zusammengestellt.

Der tragische Uber-Unfall verursacht auch zwei Wochen nach dem Ereignis noch Schockwellen. Eine Frau ist tot, Uber hat womöglich fahrlässig gehandelt und andere Hersteller stellen ihre Tests mit fahrerlosen Autos ein. Was ist passiert?

Uber-Unfall: Was wir bisher wissen

Es ist immer noch nicht bekannt, was genau vorgefallen sind. Doch das sind die Tatsachen, wie wir sie bisher kennen, chronologisch aufgelistet. Wir werden diese, sobald mehr Informationen bekannt werden, updaten.

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18. März

19. März

  • Uber stellt alle Tests mit autonomen Fahrzeugen vorläufig ein.

20. März

21. März

  • Die lokale Polizei veröffentlicht das Unfallvideo: Es zeigt, die Frau kommt (scheinbar aus dem Nichts) vor das Auto. Das Auto bremst in keinem Moment ab. Auch scheint die Beifahrerin abgelenkt zu sein. [Achtung! Das Video enthält Bilder, die für einige verstörend wirken könnten.]

23. März

  • Es gibt Hinweise darauf, dass Uber schon vor dem Unfall Probleme mit seiner Technologie hatte.

26. März

  • Der US-Bundesstaat Arizona verbietet Uber weitere Testfahrten mit autonomen Fahrzeugen.

27. März

28. März

  • Die Nachrichtenagentur Reuters meldet, dass Uber die Anzahl der Sicherheitssensoren bei seinen Testfahrzeugen reduziert habe – was zu toten Winkeln geführt habe. Ob das allerdings zum Unfall geführt habe, sei noch unklar. Uber operierte zunächst Ford-Fusion-Modell mit sieben Lidar-Sensoren. Das Unfallauto (ein Volvo) hatte nur einen Lidar-Sensor.

29. März

  • Uber zahlt der Familie des Opfers eine bisher unbekannte Summe als Ausgleichszahlung.

30. März

5. Mai

27. Mai

  • Die US-Verkehrsbehörde National Transportation Safety Board bringt einen ersten vorläufigen Bericht zum Unfallgeschehen heraus. Demnach hatte Uber die automatische Bremsfunktion im autonomen Fahrzeug deaktiviert und keine Warnfunktion für die Sicherheitsfahrerin eingerichtet, obwohl diese hätte eingreifen müssen. Die Sicherheitsfahrerin war abgelenkt, da sie – ihren Aufgaben entsprechend – auf einem Monitor die Systemfunktionen des Fahrzeugs kontrollierte.

Und jetzt?

Was genau den Uber-Unfall ausgelöst hat ist immer noch nicht klar. Die Wetterbedingungen scheinen höchstwahrscheinlich keine Rolle gespielt zu haben. Tatsächlich war es eine klare Nacht und autonome Fahrzeuge „sehen“ im Dunkeln auch besser als tagsüber.

Trotzdem bleiben viele Fragen: Wie konnte das Lidar die Fußgängerin nicht erkennen? Gab es ein Hardware-Problem? War es ein Systemversagen? Warum gab es kein Backup-System? Wieso war das Fahrzeug so schnell unterwegs? Ist dies das Aus für Ubers weitere Entwicklung von fahrerlosen Autos?

Drei Lektionen aus dem Uber-Unfall

Die Antworten werden noch eine Weile auf sich warten lassen, doch es gibt dennoch schon einige Lektionen, die wir aus dem Uber-Unfall ziehen können.

1. Dies wird weder der erste noch der letzte Unfall mit einem autonomen Fahrzeug sein

Die Technologie ist neu und wird weltweit getestet. Das bedeutet auch: Dabei werden Fehler passieren. Tatsächlich müssen sie auch passieren, damit wir verstehen, wo die Probleme liegen und um die fahrerlosen Autos sicherer machen zu können. Doch 100%ige Sicherheit wird es nicht geben. Wer anderes verspricht oder erwartet, lügt oder ist naiv.

2. Der Uber-Unfall ist nicht repräsentativ für die ganze Branche.

Soweit jetzt schon klar ist, ist das Unternehmen sehr aggressiv in seiner Entwicklung der Technologie vorgegangen. Konkurrenten wie Waymo zeigen, dass man mit langsamem, klugem und bedächtigem Vorgehen solche schweren Unfälle vermeiden kann.

Wir können nicht einfach eine neue (unausgereifte) Technologie, wie es bei Uber der Fall gewesen zu sein scheint, mit mangelnden Sicherheitsfeatures und hohem Tempo auf die Straße schicken. Das verunsichert alle, gibt der Technologie einen schlechten Ruf, sorgt für eben solche Unfälle und ist völlig verantwortungslos.

3. Autohersteller müssen aus dem Uber-Unfall Konsequenzen ziehen

Auch wenn die meisten Unternehmen, die autonome Fahrzeuge entwickeln, nicht so fahrlässig vorgehen wie Uber, sollte der Uber-Unfall ihnen eine Lektion sein. Ja, es ist sicherlich verlockend der erste mit einem fahrerlosen Auto auf dem Markt, beziehungsweise auf der Straße zu sein.

Doch dieser Ehrgeiz ist es nicht wert, mit Menschenleben zu spielen.

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Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitäts- und Technologietrends aus der ganzen Welt.