Bekommen eSports beim IOC-Gipfel einen Fuß in die olympische Tür?

Bekommen eSports beim IOC-Gipfel einen Fuß in die olympische Tür?

Philipp Ostsieker
Pexels

Die Sportwelt schaut gespannt auf den IOC-Gipfel im Juli. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) wird ein Gipfeltreffen abhalten, um die Einbeziehung von eSports bei zukünftigen Olympischen Spiele zu erörtern.

Präsident Thomas Bach hat Pläne für einen IOC-Gipfel mit den wichtigsten Akteuren im Competitive Gaming bekannt gegeben. Ende Juli möchte das olympische Gremium mehr Informationen über eSports sammeln. Das Treffen könnte somit ein Sprungbrett für eSports bei Olympia darstellen.

„Die Idee ist, in einen Dialog mit der Gaming-Industrie und den Athleten zu treten und zu gegebener Zeit wieder auf die Akteure der olympischen Bewegung zuzugehen“, so Bach auf Sport1.de. „eSports ist eindeutig ein aufregender und wachsender Sektor, in dem sich Millionen junge Menschen weltweit regelmäßig bewegen. Die olympische Bewegung kann ein solches Phänomen auf keinen Fall ignorieren.“

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Bach betonte auch, dass alle eSports-Titel, die bei zukünftigen Olympischen Spielen aufgenommen werden könnten, gewaltfrei sein müssten. Ähnlich argumentierte zuletzt der asiatische Branchen-Gigant Alibaba.

IOC setzt auf FIFA und NBA 2K

Bach: „Wir müssen eine rote Linie ziehen und deutlich machen, dass Killerspiele niemals Teil der olympischen Bewegung sein können. „Schließlich ist das IOC eine „wertorientierte Organisation“. Spieltitel wie FIFA, die Basketballsimulation NBA 2K sowie Tennis- und Segelspiele könnten daher eine Option sein.“

Bachs Ankündigung kommt, nachdem die Asian eSports Federation (AeSF) jene Titel benannt hat, die bei den Asian Games eingeführt werden. Erstmals finden eSports-Wettkämpfe bei einem großen Multi-Sport-Event statt. Die Asienspiele finden in Jakarta und Palembang statt.

Einige führende Spiele haben es nicht geschafft, dabei zu sein. Darunter sind Top-Titel wie Counter-Strike, Dota 2 und die FIFA-Serie. Stattdessen sind die folgenden Titel dabei: League of Legends (Team 5 gegen 5), Hearthstone (1 gegen 1), Starcraft II (1 gegen 1), Arena of Valor (4 gegen 4), Clash Royale (1 gegen 1) und Pro Evolution Soccer (1 gegen 1).

„Wir fühlen uns geehrt, dass League of Legends für die Asian Games ausgewählt wurde“, so Jarred Kennedy, Co-Head of eSports bei Riot. Riot steht als Publisher hinter League of Legends. Das Unternehmen ist einer wichtigsten Player im eSports-Ökosystem. „Die Vertretung des eigenen Landes bei den Olympischen Spielen ist ein Traum für Athleten auf der ganzen Welt, und mit diesem Schritt ist dieser Traum der Realität für die Besten in unserem Sport einen Schritt näher gekommen. Wir bewundern und respektieren die Werte der olympischen Bewegung und freuen uns darauf, den Olympischen Rat von Asien dabei zu unterstützen, diesen Wettbewerb zu einem Erfolg zu machen“.

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Philipp Ostsieker ist Medien- und Digitalmanager aus Hamburg. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit als selbstständiger Digital Content Strategist schreibt Philipp für BASIC thinking die Kolumne „Matchplan“, in der er über den Tellerrand blickt und durch die innovativen Ideen der Sportbranche führt.