Der Bus mit Füßen

Bus mit Füßen statt Elterntaxi

Marinela Potor
Foto: Screenshot / Green City e.V.

Elterntaxis sorgen zwar dafür, dass Kinder sicher in der Schule ankommen. Gleichzeitig verstopfen sie jedoch Straßen und sorgen für zusätzliche Emissionen. Der Verein Green City e.V. aus München hat daher eine Alternative ins Leben gerufen: den Bus mit Füßen.

Wer jemals zu morgens zu Schulbeginn oder nachmittags bei Schulschluss an einer Schule vorbeigegangen ist, versteht, warum „Elterntaxis“ ein Problem sind.

Horden von Eltern verstopfen Straßen und Parkplätze, nur um ihre Kinder mit dem Auto in die Schule zu bringen oder abzuholen.

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Das Ergebnis: Chaos auf den Straßen, Staus und Stress. Von der Luftverschmutzung durch all die Abgase ganz zu schweigen.

Andererseits ist es zum Beispiel gerade bei Grundschulkindern nachvollziehbar, dass Eltern um die Sicherheit ihrer Kinder auf dem Schulweg bedacht sind. Gibt es aber keine bessere Alternative zum Elterntaxi?

Doch! Der Bus mit Füßen.

Dahinter steckt der Verein „Green City e.V.“ aus München. Der Bus mit Füßen ist eine Initiative, die der Verein im Auftrag der LH München, Kreisverwaltungsreferat durchführt.

Die Idee

Beim Bus mit Füßen bekommen die Schulkinder eine feste Haltestelle in der Nähe ihres Hauses zugewiesen. Jeden Morgen holt ein Elternteil sie dort ab. Die Gruppe wandert so in Begleitung eines Erwachsenen von Haltestelle zu Haltestelle bis zur Schule.

Es ist also im Prinzip das System der US-amerikanischen Schulbusse, die von Haus zu Haus fahren und die Schulkinder einsammeln – nur eben zu Fuß.

Die Vorteile

Das System entlastet in erster Linie die Eltern. Anstatt, dass jedes Elternteil sein Kind zur Schule bringt, wechseln sich die Eltern beim Bus mit Füßen ab. So sparen die Eltern Zeit, während sie gleichzeitig wissen, dass ihre Kleinen in guten Händen sind.

Dadurch, dass die Kinder zu Fuß gehen, sind sie außerdem jeden Tag an der frischen Luft und bekommen mehr Bewegung. Darüber hinaus lernen sie ganz beiläufig ebenfalls die Regeln im Straßenverkehr. Auch werden dadurch die Straßen entlastet und schädliche Emissionen vermieden.

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Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitäts- und Technologietrends aus der ganzen Welt.