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Tempolimit: So schnell wollen Deutsche auf der Autobahn fahren

Marinela Potor
Wie schnell wollen Deutsche auf der Autobahn fahren? (Foto: Pixabay / Jakub Orisek)

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Was wäre ein gutes Tempolimit für deutsche Autobahnen? Wir haben eine Umfrage unter unseren Lesern gemacht und haben dabei nicht nur eine, sondern gleich zwei klare Meinungen bekommen.

Kein Tempolimit auf der Autobahn oder sollte bei 120 oder gar 100 Kilometern pro Stunde Schluss sein? Während die Politik dies noch debattiert, wollten wir von unseren Lesern wissen: Wie seht ihr das?

Dazu haben wir eine kleine Umfrage gestartet und knapp 4.000 Personen haben abgestimmt (aktualisierter Stand: 23. März 2020). Die Ergebnisse sind nicht repräsentativ, geben aber ein interessantes Stimmungsbild ab.

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Tempolimit oder keins? Irgendwo dazwischen!

Tatsächlich gibt es grob betrachtet zwei große Meinungsgruppen. Eine ist dafür, das Tempo auf Autobahnen zu begrenzen, die andere will die Geschwindigkeiten so hoch wie möglich belassen.

Interessant ist, dass nur eine Minderheit ein Tempolimit von 100, 120 oder 130 Kilometern pro Stunde befürwortet. Diese Geschwindigkeitsgrenzen werden immer wieder in der Diskussion um das Tempolimit auf Autobahnen genannt.

Erst vor einigen Monaten hatten etwa die Grünen einen Antrag in den Bundestag eingebracht, in dem sie eine Höchstgeschwindigkeit von 130 Kilometern pro Stunde auf deutschen Autobahnen forderten. Der Antrag wurde allerdings abgelehnt.

Das scheint auch euch zu langsam zu sein. Viele von euch wünschen sich zwar eine Begrenzung. Die soll allerdings nach mehrheitlicher Meinung bei 150 Kilometern pro Stunde liegen.

Daneben gibt es aber noch eine andere signifikante Gruppe, die eine Geschwindigkeit von 200 Kilometer pro Stunde fordert. Da dies die höchstmögliche Geschwindigkeit der Abstimmung war, lässt sich vermuten, dass das diejenigen Autofahrer sind, die ein Tempolimit ablehnen.

Interessant ist ebenfalls, dass es nicht nur unter 150 Kilometern pro Stunde, sondern auch zwischen 150 und 200 Kilometern pro Stunde keine signifikanten Spitzen gibt.

Auch wenn diese Umfrage nur ein Stimmungsbild abgibt, zeigt sie dennoch sehr gut, wie gespalten Deutschland ist. Es gibt die Fraktion, die sich ein Tempolimit vorstellen kann sowie die Gruppe, die das Tempo auf den Autobahnen nicht begrenzen will. Sehr viel dazwischen gibt es nicht.

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Zum Tempolimit habt ihr zwei klare Meinungen.

Warum Geschwindigkeitsbegrenzung?

Es gibt zwei große Argumente, die Befürworter des Tempolimits immer wieder anbringen: Verkehrssicherheit und Klimaschutz.

Wenn wir nicht mehr so schnell fahren, so die Theorie, könnte es weniger Unfälle auf Autobahnen geben oder zumindest weniger schwerwiegende Unfälle. Darüber hinaus würde eine Höchstgeschwindigkeit von beispielsweise 130 Kilometern pro Stunde den CO2-Ausstoß reduzieren.

Tempolimit-Gegner wiederum sagen, dass deutsche Autobahnen auch ohne Geschwindigkeitsbegrenzung verhältnismäßig geringe Unfallzahlen aufweisen. In der Tat erfolgen die meisten Unfälle in Deutschland auf Landstraßen. Auch gebe es bessere Methoden, um die Emissionen von Fahrzeugen zu reduzieren als ein Höchsttempo.

Doch während Deutschland noch diskutiert, haben einige Autobauer schon selbst angefangen, die Geschwindigkeiten ihrer Fahrzeuge zu drosseln. Volvo hat dazu beispielsweise eine sehr große Kampagne gestartet und baut keine Autos mehr, die schneller als 180 Kilometer pro Stunde fahren.

Autobauer drosseln Tempo der eigenen Fahrzeuge

Das mag an Sicherheitsbedenken liegen, ist für die Autohersteller aber auch eine Kostenfrage. Es ist günstiger, Sicherheitsbestimmungen für Autos bei niedrigeren Geschwindigkeiten zu erfüllen als bei hohem Tempo. Vor allem, wenn nur wenige Menschen auf der Welt auf der Straße so schnell fahren dürfen.

Einige sagen aber auch, dass wir uns diese Diskussion in ein paar Jahren ohnehin komplett schenken können. Spätestens dann nämlich, wenn wir Roboterautos haben und nicht mehr wir Menschen am Steuer sind und über das Tempo entscheiden.

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Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitäts- und Technologietrends aus der ganzen Welt.