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Nüchterner Tourismus-Trend: Wäre alkoholfreier Urlaub etwas für dich?

Philip Bolognesi
Immer mehr Urlauber wollen zwar nicht auf kühle Getränke verzichten, dafür aber auf den Alkohol. (Foto: Pexels / ELEVATE)

Alkohol gehört für viele von uns einfach zum Urlaub dazu, sei es die Kneipentour in einer südlichen Metropole, die Happy Hour am Hotelpool oder die Clubnacht auf einer Balearen-Insel. Doch mittlerweile zeichnet sich verstärkt ein neuer Trend ab: Alkoholfreier Urlaub .

Ohne Alkohol, keinen Spaß: Das war bislang für viele Touristen das Motto ihres Sommerurlaubs. Wenn Hotels mit ihren All-Inclusive-Paketen ihren Gäste unentwegt alkoholische Genüsse angeboten haben, sagten nur die wenigsten dazu nein.

Zudem schnitten die Reiseveranstalter ihr Programm auf den Alkohol zu. Ob Weinverkostungsreisen in den wunderschönen Anbaugebieten Frankreichs, die Pub-Tour durch Dublin oder der aktive Sporturlaub in den Alpen: Der Tourismus profitierte enorm vom Alkohol – und tut es immer noch.

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Doch immer mehr Urlauber, vor allem junge Reisende, wollen immer häufiger nüchtern entspannen und so ihre freie Zeit gesünder genießen. Alkoholfreier Urlaub ist dabei nicht nur eine kurzfristige Erscheinung, sondern ein wahrer Trend, der auch international unter dem Begriff „Sober Tourism“ gefasst wird.

Alkoholfreier Urlaub: Eine Alternative auch für deinen Urlaub?

Wahrscheinlich ist dieser Trend auch dem aktuellen Zeitgeist und der Pandemie geschuldet: Wenn jetzt Mallorca den jahrelang praktizierten Massentourismus in seine enthaltsame Schranken verweisen will und wir über unseren Lebensmittelkonsum nachdenken, stellen viele von uns auch die eigenen Urlaubsgewohnheiten auf den Prüfstand.

Aber ist diese Art des Urlaub wirklich eine realistische Alternative? Denn: Es kann mitunter sehr schwierig sein, in einem solchen alkoholfreien Urlaub zu entspannen, ohne sich isoliert zu fühlen.

Unsere (Arbeits-) Kultur ist nämlich auch geprägt von der Happy Hour mit Freunden in der Stadt, dem Feierabend-Bierchen auf der heimischen Terrasse oder den Geburtstagseinladungen, die ebenso alkoholreich ablaufen. Und im Urlaub setzt sich das weiter fort.

Um mit diesem Gedanken der Enthaltsamkeit daher nicht alleine zu sein, haben sich seit einigen Jahren Initiativen und auch ganze Reiseunternehmen dem „Sober Tourism“ verschrieben. Im Fokus stehen dabei Nachhaltigkeit und ein gesunder Lebensstil. Dies spiegelt sich unter anderem auch in der vergleichsweise großen Nachfrage nach Angeboten zu Wellness-Urlaub und Aktivreisen wider.

Auch bei älteren Touristen geht der Trend hin zu (Digital) Detox und Selfcare und mündet in Ruhepausen im Yoga-Urlaub. Entspannte Augenblicke bewusst erleben und am nächsten Tag ohne Kater aufwachen: Darunter verstehen immer mehr Touristen Urlaub.

Und auch die Reisebranche reagiert

So bietet im andalusischen Ronda die Auswanderin Lauren Burnison mit ihrem Unternehmen We Love Lucid abgestimmte Reisepakete ganz ohne Alkohol für dich an. Und ja: Es ist Wellness-zentriert und eher sportlich abgestimmt.

Auch der fränkische Kilians-Hof im nordöstlichen Baden-Württemberg bieten seinen Gästen – überwiegend Familien – einen alkoholfreien 4-Sterne-Urlaub an. Dabei verzichten die Inhaber auch beim Kochen vollständig auf Alkohol und präsentieren den Urlaubern zudem alkoholfreie Cocktails.

Ob Skifahrer, Radler oder Motorradfahrer: Jeder Gast entspannt in der Natur frei und unbeschwert,  nimmt an Aktivkursen teil und kann die Region südlich von der Kurstadt Bad Königshofen mit all ihren Freizeitangeboten genießen.

Ganz gleich, ob du dich für einen Yoga-Urlaub auf Rügen, ein Safari-Abenteuer in Afrika oder für Kurzurlaube in der Karibik entscheidest: Ein nüchterner Urlaub entschleunigt, ist wahrlich erholsam und gibt dir neue Energie für den Rest des Jahres. Einfach mal ausprobieren!

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Philip Bolognesi war von 2018 bis 2020 in der Redaktion von BASIC thinking tätig. Er hat Kommunikationswissenschaften studiert und ist zertifizierter Social-Media-Manager. Zuvor hat er als freiberuflicher Online-Redakteur für CrispyContent (Serviceplan Berlin) gearbeitet und mittelständische Unternehmen in ihrer Online-Kommunikation beraten. Ihn trifft man häufig im Coworking-Space Hafven in Hannover.