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Virgin Galactic: So will dich der SpaceX-Konkurrent ins All bringen

Marinela Potor
So will Virgin Galactic Touristen ins Weltall schicken. (Foto: Virgin Galactic 2020)

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Virgin Galactic arbeitet schon seit 50 Jahren daran, Touristen in den Weltraum zu schicken. Nach zahlreichen Rückschlägen rückt dies in größere Nähe. Das Unternehmen hat jüngst seine Raumschiff-Kabine vorgestellt, in der Touristen ins Weltall reisen werden. 

Während die meisten wohl von Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX gehört haben, mag Virgin Galactic nicht ganz so bekannt sein. Dabei gehört das New-Space-Unternehmen zu den ersten kommerziellen Raumfahrtunternehmen der Welt.

Viele tragische Rückschläge

Genau genommen hat Unternehmer Sir Richard Branson Virgin Galactic im Jahr 2004 gegründet. Branson steht Elon Musk übrigens weder in Sachen Unternehmertum noch in seiner Persönlichkeit um nichts nach. Branson hat beispielsweise die bekannte Plattenfirma Virgin Records gegründet und er ist auch schon in zahlreichen Filmen und TV-Shows erschienen.

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Mit Virgin Galactic wollte Branson schon 2004 das tun, was heutzutage viele kommerzielle Raumfahrtunternehmen versprechen: Touristen in den Weltall bringen.

Allerdings hat das Unternehmen seitdem immer wieder Rückschläge einstecken müssen, wie etwa 2007. In diesem Jahr gab es bei Tests mit dem Raketenmotor eine Explosion. Bei dem Unfall kamen drei Mitarbeiter ums Leben, drei wurden schwer verletzt.

Ein weiterer tragischer Unfall ereignete sich 2014. Der Space Ship Two Prototyp, VSS Enterprise, stürzte bei einem Testflug aufgrund eines Fehlers im Luftbremssystem ab. Der Pilot konnte sich per Fallschirm retten, erlitt aber schwere Verletzungen. Der Co-Pilot verstarb.

Es kommt daher nicht von ungefähr, dass Virgin Galactic bei seinen Werbekampagnen immer wieder die Sicherheit seiner Technologie betont.

Immerhin: 2019 gab es zwei erfolgreiche Weltraumflüge mit den Raumschiffen, was das Unternehmen als „Proof of Concept“ feiert. Nun ist Virgin Galactic seinem Ziel einen weiteren Schritt näher gekommen. Vor wenigen Wochen präsentierte es erstmals das Design der Passagierkabine.

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Im Innenraum ist alles auf die Erfahrung der Passagiere ausgerichtet. (Foto: Virgin Galactic 2020)

Das ist deshalb bedeutend, weil hier schließlich die All-Touristen ihre Weltraum-Erfahrung erleben werden und es Einblicke in das gibt, was man als Tourist auf so einer Reise sehen und erleben kann.

Virgin Galactic: Design soll Kundenerfahrung optimieren

Im Zentrum steht dabei ganz klar das Design. Dieses ist aber eigentlich erst der zweite Schritt, wie Michael Colglazier, CEO von Virgin Galactic im Präsentationsvideo erklärt. Denn das Design wiederum wurde um die Kundenerfahrung herum gebaut.

So will das Unternehmen sicherstellen, dass die Kabine vor allem eins tut: den Touristen ein einmaliges Erlebnis bieten. Colglazier scheint der perfekte Mann für dieses Vorhaben. Er ist zwar erst vor Kurzem bei Virgin eingestiegen. Er bringt aber haufenweise Erfahrung in diesem Bereich mit. Davor war er nämlich knapp 30 Jahre lang bei Disney.

So verspricht er denn auch: Eine Raumfahrt mit Virgin Galactic soll für hunderte und später tausende von Menschen eine der unglaublichsten Reisen ihres Lebens werden.

Deshalb scheint auch jedes Detail in der Kabine genau darauf ausgerichtet. So gibt es beispielsweise insgesamt 17 wabenförmige Fenster, die dafür sorgen sollen, dass die Touristen immer die beste Sicht haben. Am Rand der runden Fenster kann man sich übrigens auch gut festhalten. Das ist Absicht. Schließlich sollen so die Reisenden bei Schwerelosigkeit einfacher die beste Position finden können.

Gleichzeitig sind 16 Kameras installiert, die die Erfahrung für die Touristen auch für spätere Erinnerungen festhalten sollen. Ein Spiegel soll zudem dafür sorgen, dass sich die Passagiere selbst im schwerelosen Zustand sehen könne.

Ticket-Preis nicht bekannt

Doch auch die Zeit, in der die Passagiere angeschnallt in ihren Stühlen sitzen müssen, soll so bequem wie möglich sein. Das Design der Stühle ist darauf ausgelegt, maximalen Komfort zu bieten, aber auch ideale Sicht. So lassen sich die Stühle zurücklehnen, sodass die Sicht aus den Fenstern auch im Sitzen optimal ist.

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Für perfekte Sicht lassen sich Sitze zurücklehnen. (Foto: Virgin Galactic 2020)

Die Blau-Silber-Töne sollen in der Farbgebung wiederum an unseren Planeten erinnern. Während des Flugs bekommen Passagiere zudem auf einem digitalen Bildschirm Informationen und Flugdaten angezeigt.

Wann genau erste Passagiere mit Virgin Galactic in den Weltraum reisen werden, ist aber noch unklar. Colglazier hat angedeutet, der Start der kommerziellen Dienste sei lediglich „Monate“ entfernt.

Auf der Website des Unternehmens kann man sich als Passagier auch schon vorab registrieren. Dazu muss man eine Anzahlung von 1.000 US-Dollar leisten und bekommt dann Bescheid, sobald das Unternehmen startklar ist.

Was das eigentliche Ticket kostet, steht aber nicht auf der Website.

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Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitäts- und Technologietrends aus der ganzen Welt.