Wirtschaft

Depot-Vorstellung: So investiert Björn Waide sein Geld

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geschrieben von Christian Erxleben

In unsere Serie „Depot-Vorstellung: So investiert…“ zeigen wir dir in regelmäßigen Abständen, wie Anleger ihr Geld investieren, welche Depots sie benutzen und welche Strategie sie dabei verfolgen. Heute: Björn Waide, CEO bei Smartsteuer.

Wer sein Geld auf einem Giro- oder Tagesgeldkonto liegen hat, bekommt für sein Investment kaum noch Zinsen. Im Gegenteil: Die ersten Banken und Geld-Institute haben bereits damit begonnen, ihre Kunden mit Negativ-Zinsen für ihre Einlagen zu bestrafen.

Wer also langfristig sein Geld vermehren möchte, muss auf andere Investment-Methoden zurückgreifen. Eine interessante Möglichkeit stellen dabei auch Aktien und börsengehandelte Fonds (ETFs) und Sparpläne dar.

Selbstverständlich ist jedes Investment auch mit gewissen Risiken verbunden. Trotzdem wollen wir dir in unserer Serie „Depot-Vorstellung: So investiert…“ zeigen, wie Anleger ihr Geld investieren und welche Strategie sie dabei verfolgen.

Und wer weiß: Vielleicht überzeugt dich ein Konzept oder du kannst ein paar Impulse für deine eigene Strategie gewinnen? Heute zu Gast bei den Depot-Vorstellungen: Björn Waide, CEO bei Smartsteuer.

Björn Waide, Smartsteuer

Björn Waide, CEO von Smartsteuer.

Welche Depots nutzt du?

Ich habe zwei Depots: Ein „klassisches“ bei der ING, über das ich zum Beispiel ETF-Sparpläne laufen lassen, und eines bei Trade Republic.

Die Art und Weise, wie das Fintech den Zugang zum Aktienmarkt vereinfacht und demokratisiert, spricht mich total an. Aktien über das Smartphone zu managen – ich ordere manchmal während des Frühstücks oder auf Bahnfahrten –, passt einfach in unsere Zeit.

Mir ist aber klar, dass gerade Investments in Einzelaktien riskant sind. Ich würde dafür nie ein Vermögen ausgeben. Es ist eher meine persönliche Art des Lottospielens. „Unverplantes Kapital“, also zum Beispiel meine Steuererstattung, parke ich zusätzlich als Liquiditätsreserve auf einem Tagesgeldkonto.

zu Trade Republic zu ING

Wie sieht die prozentuale Aufstellung deines Depots aus?

Insgesamt machen ETFs gut 40 Prozent meiner Investments aus. Neben Sparplänen auf den MSCI World und den MSCI Emerging Markets halte ich aktuell folgende Einzelaktien (> zehn Prozent meines Portfolios):

  • Alphabet
  • Apple
  • Berkshire Hathaway
  • Slack
  • Tesla

Und ja: Ich habe Wirecard-Aktien, über deren Performance wir nicht sprechen müssen.

Welche Investment-Strategie verfolgst du?

Wer damit anfängt, sich mit den eigenen Finanzen auseinanderzusetzen, dem empfehle ich das Buch „Der reichste Mann von Babylon”*. Ein Klassiker, dessen wichtigste Lektion lautet: Lege am Anfang des Monats direkt einen Teil des Geldes weg und bezahle dich quasi selbst.

Damit das auch wirklich gelingt und nicht von einer Tagesform abhängig ist, automatisiere ich möglichst viel – etwa meine ETF-Sparpläne.

Ansonsten setze ich klar auf ein diversifiziertes Portfolio. Unsere Eigentumswohnung macht gut die Hälfte unseres Vermögens aus. Wie schon erwähnt, stecken 40 Prozent in ETFs und weitere circa zehn Prozent habe ich in Gold, Silber und die Einzelaktien investiert.

Ich bin insgesamt, also auch bei den Einzelaktien, ein Passiv-Investor: Ich kaufe, um zu halten und handle möglichst wenig. Damit halte ich die (Transaktions-)Kosten so gering wie möglich und setze eben vor allem auf ETFs.

Gold und Silber? Ja. Reich wird man damit zwar nur, wenn man handelt. Aber beide Edelmetalle gelten als krisenfest – versuche mal einer, in echten Krisen mit Aktien ein Brot zu kaufen.

Über Geld reden gehört sich nicht, denken noch immer viele Deutsche. Auch meine Eltern haben mich nach diesem Motto erzogen, weshalb ich zu Beginn meines Erwachsenendaseins keine Ahnung von Finanzen hatte. Daher mein Appell: Interessiert euch für euer Geld und gebt das Wissen frühzeitig an eure Kinder weiter!


Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben ist seit Ende 2017 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig. Sein Weg zu BASIC thinking führte über die Nürnberger Nachrichten, Focus Online und die INTERNET WORLD Business. Beruflich und privat liebt und lebt er Social Media.

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