Tesla Model 3, Elektroauto

Batterierücknahme: Millionenstrafe für Tesla – viel Lärm um nichts?

Marinela Potor
Tesla

Das Umweltbundesamt wirft Elektroautobauer Tesla vor, seinen Verpflichtungen zur Batterierücknahme nicht nachgekommen zu sein – und verhängt zwölf Millionen Euro Strafe. Was genau steckt dahinter?

Zwölf Millionen Euro hat das Umweltbundesamt Tesla Deutschland aufgebrummt. Der Grund? Tesla habe sich nicht an seine Verpflichtungen zur Batterierücknahme gehalten.

Das gehe aus einem Report der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC zum dritten Quartal an Tesla hervor, berichtet die Welt. Demnach habe das deutsche Umweltbundesamt (UBA) gegen Teslas Tochtergesellschaft in Deutschland einen Bußgeldbescheid über zwölf Millionen Euro erlassen.

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück Apple AirPods gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Tesla dementiert die Vorwürfe und hat Widerspruch eingelegt.

Batterierücknahme und Tesla: Darum geht es

Hintergrund für den Vorwurf ist das deutsche Batteriegesetz.

Demnach müssen Elektroauto-Hersteller die Akkus, die sie mit den Autos verkaufen, zurücknehmen oder eine Vereinbarung mit einem Partnerunternehmung zur Entsorgung haben.

Offenbar habe Tesla hier seine Verpflichtungen nicht erfüllt. In welcher Form genau ist nicht klar. Denn weder Tesla noch das UBA äußern sich aufgrund des laufenden Verfahrens weiter zu dem Thema.

Doch der Elektroautobauer betonte, dass das Unternehmen durchaus seine verkauften Akkus zurücknehme. Zu den Vorwürfen sagte Tesla nur sehr allgemein, es gehe lediglich um „administrative Verpflichtungen“.

Daraus könnte man schließen, dass es um Formfehler geht oder fehlende Dokumentation.

Doch selbst wenn Tesla die Strafe zahlen muss: großartig belasten wird es den Autobauer nicht. Erst kürzlich verkündete Tesla einen Quartalsumsatz von 331 Millionen US-Dollar.

Batterierücknahme ist Zukunftsthema

Dennoch ist die Batterierücknahme ein Thema, das uns auch in Zukunft beschäftigen wird. Denn bislang sind vor allem noch neue Elektroautos der ersten Generation unterwegs. Der Gebrauchtwagenmarkt ist gering und die Recycling-Infrastruktur noch nicht sehr ausgebaut.


KFZ-Versicherung: Die besten Tarife für dein Auto 🚗


Sobald die ersten Akkus aber ins Second Life oder Recycling gehen, sind großangelegte Recycling-Verfahren gefragt. Entweder müssen die Autobauer diese selbst entwickeln oder Recycling-Anbieter diese weiter ausfahren.

Bislang gilt das Recycling von Lithium-Ionen-Akkus noch als mühsam, auch wenn es schon vielversprechende Ansätze gibt. Forschung dazu wird aber bislang vor allem in den USA und in Asien betrieben.

Darum möchte auch die Europäische Union Akku-Recycling in Europa weiter ausbauen. Denn wenn neben den Elektrogeräten bald noch Elektrofahrzeuge hinzukommen, wird das Recycling zu einer wichtigen Zukunftsindustrie.

In Norwegen gibt es bereits ein erstes großes Recycling-Zentrum von Northvolt und Hydro. Auch in Deutschland investieren Unternehmen wie Bosch und Siemens in den Ausbau von Akku-Recycling.

Auch Tesla dürfte in dieser Hinsicht gut aufgestellt sein. Das Unternehmen hat angekündigt, in der geplanten Gigafactory in Grünheide ein Recycling-Zentrum aufzubauen.

Unser Zins-Tipp

Eröffne jetzt dein kostenloses Myntro Festgeld und erhalte 3,3 Prozent Zinsen auf dein Geld – und das garantiert für 12 Monate!


Jetzt Zinsen sichern

Anzeige

Zum Weiterlesen

Google lässt dich jetzt selbst bestimmen, welche Quellen du in der Suche häufiger siehst. Mit zwei schnellen Klicks kannst du BASIC thinking kostenlos als bevorzugte Quelle hinzufügen und damit unabhängigen Tech-Journalismus unterstützen. Vielen Dank!

STELLENANZEIGEN
Audiotechniker / Systemtechniker Radiobetrieb...
medienzentrum Berlin GmbH & Co. KG in Berlin
Head of Social Media (m/w/d)
Instaffo GmbH in Mülheim-Kärlich
Ausbildung zur Fachinformatikerin für Systemi...
DZ BANK AG in Frankfurt am Main
Praktikum Personal – Employer Branding ...
Lidl Stiftung & Co. KG in Neckarsulm
Duales Studium zum Bachelor of Science (DH), ...
DZ BANK AG in Frankfurt am Main
Referent*in (m/w/d) Kommunikation Schwerpunkt...
Max-Planck-Förderstiftung in München
Leiter (m/w/d) der Gruppe Content, Creation &...
Sparkassen-Versicherung Sachsen in Dresden
Mitarbeiter: in Zielgruppenmanagement / Socia...
Sparkasse Mittelholstein AG in Rendsburg
THEMEN:
Teile diesen Artikel
Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitäts- und Technologietrends aus der ganzen Welt.