Wirtschaft

2021 ist da: Wage endlich das Risiko – und du wirst belohnt

Hängebrücke, Brücke, Weg, Risiko
Veränderungen sind nicht per se negativ. (Foto: Unsplash.com / Valentin Betancur)
geschrieben von Carsten Lexa

Das neue Jahr hat angefangen. Damit stellt sich eine Frage: Was machst du daraus? Anstelle nerviger Plattitüden fordere ich dich auf: Geh ins Risiko. Wage die Veränderung. Und: Erzähle der Welt von deinen Plänen, denn dann gibt es keinen Weg zurück. Eine Motivationsrede.

Für die meisten beginnt das Jahr mit guten Vorsätzen. Im Laufe des Jahres kommt dann das dazwischen, was man Leben nennt. Die Zeit verrinnt und am Ende des Jahres wurden viele der Vorsätze, die man sich vorgenommen hat, nicht umgesetzt. Vielleicht wird sogar gar nichts umgesetzt.

Deshalb frage ich dich: Was wirst du aus diesem Jahr machen? Ich weiß natürlich, was du jetzt sagen wirst: Das ist der typische Blödsinn, den man Anfang eines Jahres dutzendfach liest.


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Und du hast damit schon ein wenig Recht, denn oftmals geht es ja bei dieser Frage nur darum, einfach mal ein wenig zu lamentieren. Und dieses Lamentieren verpackt man dann gerne in eine Pseudo-Aufforderung zum Handeln. Weil es ja eigentlich jedem klar ist, dass sich nichts ändern wird. Es liest sich halt gut.

Veränderungen sind ein Risiko

Und sind wir doch einmal ehrlich: Es geht uns doch auch gut, sehr gut sogar. So gut, dass Veränderungen eher Risiken mit sich bringen. Wenn es also risikoreicher ist, sich oder seine Umstände zu ändern, dann sollte man es lieber bleiben lassen.

Klar kann man mal darüber reden, kann sich auch ein wenig was vornehmen. Aber dann bitteschön sollten wir etwas vornehmen, bei dem es nicht schlimm ist, wenn es nicht klappt. Fünf Kilo abzunehmen klingt gut, aber wenn es nicht passiert – hey, ist doch nicht schlimm. Was sind schon fünf Kilo!

Oder war das eben Quatsch? Machen nicht gerade Veränderungen das Leben lebenswert?

Veränderungen holen uns aus der Komfort-Zone

Ich habe vor einiger Zeit ein Interview mit Matt Damon gelesen. In diesem hat er erzählt, dass er und seine Frau alle paar Jahre umziehen. Nicht, weil sie gerne andere Wohnungen haben, die besser sind, größer sind oder sich in einer tolleren Stadt befinden.

Sie machen das, damit sie nicht zu komfortabel mit ihrem Leben sind.

Über dies musste ich schon oft nachdenken. Denn sind wir doch mal ehrlich: Wir verändern uns nicht, weil wir befürchten, dass die Umstände schlechter werden, als sie derzeit sind.

Was aber, wenn es besser wird? Oder anders gefragt: Ist dir eigentlich klar, was genau schlechter werden soll? Oder ist es nur ein diffuses Gefühl, dass etwas schlechter werden könnte?

Suche dir einen Unterstützer und einen Zeitpunkt

Mir ist vor zwei Jahren etwas passiert, das mein Leben komplett verändert hat. Es hat Zeit gebraucht, dies zum einen zu verstehen und dann zum anderen damit umzugehen. Und dann hat es gereicht.

Mein Leben ist gut. Aber eine Frage ist schon seit geraumer Zeit in meinem Kopf: Was wäre, wenn es noch besser werden könnte? Deshalb habe ich darüber nachgedacht, was ich schon immer gerne machen würde.

Und zwar etwas Substanzielles – nicht einfach nur mehr Sport oder mehr Bücher lesen. Und falls es dich interessiert: Ich habe etwas gefunden. War gar nicht schwer, denn es handelt sich um etwas, das mir schon lange im Kopf herumgeht.

Ich habe keine Ahnung, was sich aus dieser Veränderung ergeben wird. Und ich weiß, dass mein Leben besser werden könnte. Das genügt mir, um es zu versuchen.

Zwei Dinge werden mir helfen: Ich mache das nicht allein. Und es gibt ein Datum, wann es passieren wird. Klingt kryptisch? Vielleicht. Aber ich werde in den nächsten Kolumnen immer wieder darauf zurück kommen.

Wäge das Risiko ab

Was uns aber zurück zu meiner Ausgangsfrage bringt: Was wirst du mit diesem Jahr machen? Ich gebe dir einen Tipp. Wenn du dich verändern möchtest, dann überlege dir, welches Risiko du damit eingehst. Und gehe weg von dem Gedanken, dass sich die Zukunft per se negativ entwickeln wird.

Versuche, objektiv zu sein. Schreibe dir am besten sowohl die Vorteile und die Nachteile auf. Und dann prüfe, ob die Nachteile wirklich so gravierend sind. Habe immer im Hinterkopf, dass die wenigsten Entscheidungen final sind.

Du kannst also immer noch auf dem Weg nachjustieren, wenn du das Gefühl hast, dass sich etwas ungünstig entwickelt.

Also, lege am besten nun mal kurz das Handy weg oder mach den Laptop zu, hol dir einen Kaffee oder sonst ein Getränk, und überlege dir, was du verändern willst. Dann betrachte objektiv die Risiken.

Erzähle der Welt von deiner Entscheidung

Und wenn du zu dem Ergebnis kommst, dass die Risiken gering sind, dann setze dir ein Datum, an dem du die Veränderung durchführen willst. Und dann noch ein letzter Tipp: Erzähle allen davon, was du vorhast.

Hey, du willst doch nicht wie ein Verlierer dastehen, wenn du es nicht schaffst. Na also, mach dir selbst ein wenig Druck, indem du allen von dem erzählst, was du vorhast. Und wenn du es öffentlich machen willst, dann schreibe es in die Kommentare.

Es ist 2021. Mach was draus!

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Über den Autor

Carsten Lexa

RA Carsten Lexa berät seit über 10 Jahren deutsche und internationale Unternehmen in allen Angelegenheiten wirtschaftsrechtlicher Art, z.B. bei Gründungen, Strukturierungen oder Vertragsgestaltungen aber auch zu rechtlich-strategischen Fragen. Darüber hinaus war er Weltpräsident der G20 Young Entrepreneurs´ Alliance (G20 YEA), Mitglied der B20 Taskforces und Rechtsbeistand der Wirtschaftsjunioren Deutschland. Er ist Mitinitiator der Gründerinitiative Gründen@Würzburg und Botschafter der Oskar-Patzelt-Stiftung für die Auszeichnung „Großer Preis des Mittelstands“. Bei BASIC thinking schreibt er über Start-ups und unternehmensrechtlichen Fragen.

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