USB-C-Anschluss, EU-Kommission, Smartphones, Tablets

EU macht USB-C-Anschluss ab 2024 zum verbindlichen Standard

Fabian Peters
Unsplash.com/ Marcus Urbenz

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Die EU-Kommission hat einen Gesetzesentwurf präsentiert, der den USB-C-Anschluss ab 2024 zum verbindlichen Standard machen soll. Ziel ist es, Elektroschrott zu minimieren und ein einheitliches Ladekabel für Smartphones, Tablets und Co. einzuführen. Eine herbe Niederlage für Apple.

EU verpflichtet ab 2024 zum USB-C-Anschluss

Ein Ladekabel für das Smartphone, ein anderes für das Tablet und oftmals ein neues Kabel, wenn man sich ein neues Gerät kauft. Das sorgt für reichlich Kabelsalat. Doch damit soll bald Schluss sein.

Ab Mitte 2024 sollen die Hersteller von mobilen Endgeräten dazu verpflichtet werden, nur noch Ladekabel mit einem USB-C-Anschluss zu verwenden. Das schlägt die EU-Kommission in einem aktuellen Gesetzesentwurf vor.

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Bevor ein solches Gesetz in Kraft treten kann, bedarf es jedoch der Zustimmung des EU-Parlaments und der Mitgliedsstaaten durch den Europäischen Rat. Nach einer Einigung hätten diese wiederum ein Jahr lang Zeit, die neuen Regeln in ihr nationales Recht zu übertragen.

Die Pläne beinhalten zudem eine zweijährige Übergangsfrist für die Hersteller. Spätestens im Jahr 2024 sollen die Vorgaben allerdings verbindlich sein.

Verbindlicher USB-C-Anschluss: Alle gegen Apple

Bereits seit über zehn Jahren bemüht sich die EU-Kommission um einheitliche Ladekabel und Anschlüsse. Auf Druck aus Brüssel einigten sich 14 Hersteller von mobilen Endgeräten im Jahr 2009 per Selbstverpflichtung zumindest auf einen einheitlichen Standard für Netzteile.

Von über einem Dutzend unterschiedlichen Buchsen und Anschlüssen blieben seither nur noch drei: der mittlerweile in die Jahre gekommene Micro-USB-Anschluss, der modernere USB-C-Anschluss und die Lightning-Anschlüsse von Apple.

Doch während die meisten Hersteller wie Samsung, Motorola, Xiaomi und Co. mittlerweile auf USB-C-Anschlüsse setzen, weigert sich Apple auf seinen Standard zu verzichten.

Was bedeutet das für Hersteller und Verbraucher?

Der Gesetzesentwurf der EU-Kommission umfasst sechs Geräte-Kategorien. Dazu gehören neben Smartphones und Tablets auch Kopfhörer, Lautsprecher sowie tragbare Konsolen und Kameras.

Laut den Plänen der EU sollen die einheitlichen Standards dazu beitragen, dass Verbraucher:innen künftig nur noch ein Kabel benötigen, mit dem sie alle ihre Geräte aufladen können. Zudem könne eine Menge Elektroschrott vermieden werden, wenn Kund:innen nicht mit jedem neuen Gerät auch ein neues Ladekabel erwerben müssen.

In diesem Punkt hinken die Vorschläge der EU jedoch dem Markt hinterher. Denn Hersteller wie Samsung und Apple liefern einige ihrer Geräte ohnehin ohne Ladekabel aus. Andere wiederum kommen durch kabellose Ladestationen komplett ohne aus.

Apple könnte letztlich jedoch zu den großen Verlieren gehören. Während die Konkurrenz ohnehin schon auf USB-C-Anschlüsse bei neuen Geräten setzt, verbaut Apple in seine iPhones ausschließlich Lightning-Anschlüsse.

Der kalifornische Technologie-Konzern argumentiert, dass auch eine Zwangsabschaffung der Lightning-Buchse eine große Menge an zusätzlichem Elektroschrott nach sich ziehe.

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Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).