Wirtschaft

Wie du 2024 einen KI-Job an Land ziehst

KI-Job finden
Unsplash.com / Annie Spratt

Ohne Zweifel feierte Künstliche Intelligenz DEN Durchbruch in 2023. Aber: Wie ist die aktuelle Situation in Deutschland in Sachen KI? Welchen Kurs hat die Regierung eingeschlagen? Und last but not least: Was braucht es, um sich in 2024 einen KI-Job zu sichern?

Investition ist der Katalysator für die KI-Evolution

Mit sieben Milliarden in Künstliche Intelligenz investierten US-Dollar von 2013 bis 2022 liegt Deutschland international an neunter Stelle. Das klingt zunächst mal beeindruckend, ist aber doch im Vergleich zu anderen Ländern verschwindend gering: In den Vereinigten Staaten wurden im gleichen Zeitraum rund 250 Milliarden US-Dollar in KI investiert. Doch es gibt auch Lichtblicke: Immerhin ist die Anzahl der wirtschaftsaktiven KI-Startups in Deutschland seit Anfang 2007 von rund 1.200 auf rund 2.800 geklettert. 

Damit Deutschland in Sachen Künstliche Intelligenz international nicht hinterherhängt, verfügt es seit 2018 über eine nationale KI-Strategie. Und das Bundesministerium für Bildung und Forschung legte dieses Jahr mit seinem brandneuen KI-Aktionsplan noch eine Schippe drauf. Im Rahmen dieses „Updates“ werden bis 2025 in Deutschland mehr als 1,6 Milliarden Euro investiert. Damit soll sichergestellt werden, dass „Deutschland hier auch künftig zur Weltspitze gehört“, erklärte Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger. 


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Denn: KI ist „eine Schlüsseltechnologie, die riesige Chancen für unser Land bietet“, sagte Stark-Watzinger weiter. Bislang nutzen nur etwa 15 Prozent der deutschen Unternehmen Künstliche Intelligenz.

KI-Profis sind Mangelware

„KI wird Ihnen nicht den Job wegnehmen“, betonte Richard Baldwin, Professor für internationale Wirtschaft am International Institute for Management (IMD) in Lausanne, auf dem Wachstumsgipfel des Weltwirtschaftsforums 2023. „Jemand, der KI nutzt, wird Ihnen den Job wegnehmen.“ 

Vorausgesetzt natürlich, dass so jemand überhaupt ausfindig gemacht werden kann. Insbesondere KI-Startups sind von einem eklatanten Fachkräftemangel betroffen. Wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz im Juli 2023 bekanntgab, konnten 79 Prozent der KI-Startups in Deutschland entweder offene Positionen nicht besetzen oder hatten große Probleme geeignetes Personal zu rekrutieren.

Wissen ist Macht

Wer einen Job im KI-Bereich landen will, der sollte sich mit dem Thema Weiterbildung beschäftigen. Denn IT-Profis müssen über aktuelles KI-Knowhow verfügen und KI-Konzepte verstehen, um die Systeme implementieren und warten zu können, oder um Künstliche Intelligenz in bestehende Netzwerke effizient zu integrieren. 

Dafür sind unter anderem Fachkenntnisse über KI-Algorithmen, fortgeschrittene Architekturen neuronaler Netze, Optimierungstechniken, Datenvorverarbeitung und Feature-Engineering erforderlich. Derartiges Fachwissen kannst du dir in entsprechenden Kursen, Workshops oder mithilfe von Online-Ressourcen aneignen. Hier bietet das Weiterbildungsportal Kursfinder einen Überblick.

Eine schöne neue (Job-)Welt

Keine Frage: KI wird viele Jobs ersetzen (in erster Linie sogenannte „Schreibtischjobs“), aber sie wird auch neue schaffen, die sehr lukrativ sein können – darunter sogar unter Umständen Tätigkeiten, für die kein Hochschulabschluss, sondern stattdessen Trainingsprogramme oder Online-Kurse erforderlich sind. 

Und dieser Trend läuft bereits auf Hochtouren: Wie das Marktforschungsunternehmen Lightcast in einer Studie ermittelte, suchten große US-Unternehmen wie Meta, Amazon und Capital One in diesem Jahr bereits mehr als 10.000 Mitarbeiter im KI-Bereich. 

Zu den Berufen, die in Zukunft durch KI entstehen können, gehören KI-Entwickler, Telemedizin-Experten, KI-Prompt-Ingenieure, KI-gesteuerte Handelsstrategen, Experten für autonomes Fahren, KI-gesteuerte Lernsystemdesigner und E-Learning-Experten. 

Du bist Feuer und Flamme für Künstliche Intelligenz? Dann schau dir diese drei Stellenanzeigen für Jobs im KI-Bereich genauer an:

KI Solution Architekt (w/m/d), Dataport AöR, Altenholz

Als größtes staatliches IT-Unternehmen gestaltet Dataport den Weg der öffentlichen Verwaltung in die digitale Zukunft. Aktuell ist der IT-Dienstleister auf der Suche nach einem KI Solution Architekt (w/m/d). 

Als Mitglied eines cross-funktionalen Teams trägst du dazu bei, mit künstlicher Intelligenz die Zukunftsfähigkeit der öffentlichen Verwaltung zu sichern. Zu deinem Aufgabenfeld gehört das Erheben von Anforderungen sowie fachliches und technisches Konzeptionieren von End-to-End KI-Lösungen. 

Du solltest ein abgeschlossenes Studium der Informatik, Wirtschaftsinformatik oder einer verwandten Fachrichtung sowie mehrjährige Erfahrung in der Entwicklung und Implementierung von KI-Anwendungen mitbringen. Sollte die Stellenanzeige dein Interesse geweckt haben, kannst du hier mehr erfahren.

Softwareentwickler – Künstliche Intelligenz (KI) (m/w/d), Workwise GmbH, Karlsruhe

Open Experience bietet seit 2009 innovative Lösungen zur professionellen Digitalisierung der Bauausführung. Die Vision des Unternehmens ist eine vollständige digitale Kontrolle der Baustellen. 

Zurzeit will Open Experience einen Softwareentwickler – Künstliche Intelligenz (KI) (m/w/d) am Standort Karlsruhe einstellen. In dieser Rolle erstellst du selbständig Detailkonzepte für KI-Softwaremodule und entwickelst geeignete Teststrategien und neue Funktionen für die Dienstleistungen von Open Experience. 

Du solltest über ein abgeschlossenes Informatikstudium (ein Abschluss vom KIT ist vorteilhaft) und Erfahrung mit KI- und App-Entwicklung mitbringen. Zur Bewerbung geht’s hier.

Neues Jahr, neuer Job? Auf BASIC thinking Jobs kannst du den Turbo für deine Karriere zünden, denn dort werden zahlreiche Stellen im KI-Bereich ausgeschrieben


Autor: Frank H. Diebel

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