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Neigungswinkel: So erzielst du mit deinem Balkonkraftwerk den besten Ertrag

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Pixabay.com / Franz26
geschrieben von Maria Gramsch

Du hast dir ein Balkonkraftwerk zugelegt, bist aber unsicher, welchen Neigungswinkel du einstellen sollst? Wir erklären dir, mit welchem Winkel du bei deiner Mini-PV-Anlage den besten Ertrag erzielen kannst.

Die Zahl der Balkonkraftwerke steigt auch in Deutschland immer weiter an. Im ersten Quartal 2024 waren hierzulande rund 407.000 Balkonkraftwerke in Betrieb. Im Jahr 2023 waren es noch knapp 350.000 Balkonkraftwerke.

Das könnte durchaus daran liegen, dass zum Jahr 2024 die maximale Einspeisung von 600 Watt auf 800 Watt erhöht wurde. Dadurch sind die Mini-PV-Anlage für Verbraucher:innen noch attraktiver geworden.

Hast auch du dir eine solche Anlage zugelegt, gibt es einige Dinge zu beachten. So zum Beispiel den Neigungswinkel, der den Ertrag bei deinem Balkonkraftwerk erheblich beeinflussen kann.

Der beste Neigungswinkel für dein Balkonkraftwerk

Wenn du deine Mini-PV-Anlage installierst und einrichtest, solltest du einige Dinge beachten. So beispielsweise die Himmelsrichtung, in die dein Balkonkraftwerk ausgerichtet ist.

Am optimalsten ist hierfür natürlich eine südliche Ausrichtung, da so die meiste Sonneneinstrahlung und damit auch die meiste Energie eingefangen werden kann.

Laut dem Hersteller EQOH sei aber auch eine Ost- oder West-Ausrichtung möglich. Bei einer Ostausrichtung würde einfach in den Morgenstunden mehr Strom produziert, bei der Westausrichtung in den Abendstunden.

Auch ist die Solarproduktion auch bei vermeintlich schlechteren Ausrichtungen immer noch so hoch, dass sich ein Balkonkraftwerk in fast allen Situationen rechnet.

Für den Neigungswinkel bei einem Balkonkraftwerk bei voller Südausrichtung ist laut dem Hersteller EQOH ein Neigungswinkel von 30 Grad optimal. Das biete „den absolut höchsten Ertrag“.

So stellst du den optimalen Winkel bei Abweichungen der Ausrichtung ein

Kannst du dein Balkonkraftwerk nicht komplett nach Süden ausrichten, ist es laut dem Hersteller Yuma ratsam, auch den Neigungswinkel anzupassen. Weicht deine Anlage mehr als 50 Grad von der Südachse in östliche oder westliche Richtung ab, solltest du deine Solarmodule in einem flacheren Winkel ausrichten.

Je flacher das Modul liegt, desto mehr Sonnenlicht kann es noch einfangen.

Yuma gibt allerdings zu bedenken, dass bei einer solchen Einstellung „eine bessere Angriffsfläche für Schmutz“ gegeben ist. Verschmutzte Solarpanels könnten den Ertrag deiner Anlage mindern.

Neigungswinkel beim Balkonkraftwerk saisonal anpassen

Neben diesen Empfehlungen wäre es laut Yuma optimal, wenn du den Neigungswinkel deines Balkonkraftwerks saisonal anpassen kannst. Dafür benötigst du eine flexibel einstellbare Halterung für deine Solarpanels.

Hast du eine solche Halterung, kannst du dein Neigungswinkel je nach Jahreszeit einstellen. Denn im Verlauf des Jahres verändert sich auch der Stand der Sonne.

Yuma empfiehlt bei Südausrichtung im Winter einen Neigungswinkel von 55 bis 60 Grad. Im Sommer sei eine Neigung von 45 bis 40 Grad sinnvoll. Damit die Sonneneinstrahlung in den Übergangsmonaten möglichst senkrecht auf deine Solarpanels trifft, sei in den Übergangsmonaten ein Neigungswinkel von 40 bis 55 Grad optimal.

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Über den Autor

Maria Gramsch

Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.

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