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Einsamkeit und Social Media: Wissenschaftler entschlüsseln Zusammenhang

Fabian Peters
BASIC thinking/ mit ChatGPT generiert

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Von Fake News über Konzentrationsstörungen bis hin zu Depressionen: Soziale Netzwerke offenbaren zunehmend ihre Schattenseiten. Wissenschaftler der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) der EU haben nun einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen der passiven Nutzung von Social Media und Einsamkeit festgestellt. 

Soziale Medien spielen im Alltag vieler Menschen eine große Rolle. Mittlerweile gibt es jedoch zahlreiche Studien, die vor den Risiken und Nebenwirkungen warnen. Denn soziale Netzwerke können Konzentrationsstörungen und Depressionen auslösen. Auch soziale Isolation kann ein unerwünschter Nebeneffekt sein, wie eine aktuelle Untersuchung zeigt.

Passive Social Media-Nutzung sorgt für Einsamkeit

Laut einem Bericht der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) der Europäischen Kommission besteht ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen der passiven Nutzung von Social Media sowie Einsamkeit. „Passiv“ meint in diesem Zusammenhang den ausschließlichen Konsum von Inhalten – ohne selbst aktiv zu werden.

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Ein solches Konsumverhalten könne das Gefühl von Unverbundenheit verstärken. Die Analyse offenbart dabei erstmals ein Muster, das einen Zusammenhang zwischen der intensiven Nutzung von Social Media und Einsamkeit aufzeigt. Die Daten dazu stammen aus einer von der GFS durchgeführten EU-weiten Erhebung aus dem Jahr 2022.

Sie zeigen, dass nicht zwangsläufig die verbrachte Zeit in sozialen Netzwerken Einsamkeit auslösen kann, sondern das Nutzerverhalten. Laut Studie würden 34,5 Prozent der Befragten im Alter von 16 bis 30 Jahren über zwei Stunden täglich mit sozialen Medien oder Messenger-Diensten verbringen.

Abhängigkeit, Vernachlässigung und Isolation

Ebenfalls rund ein Drittel der Nutzer weise Verhaltensweisen auf, die auf eine Social Media-Abhängkeit hindeuten. Darunter: die Vernachlässigung von Familien und Freunden, der Arbeit oder Schule. Bei den Befragten über 30 Jahren seien diese Zahlen deutlich geringer.

Die Untersuchung deutet darauf hin, dass die tägliche Nutzung von Social Media von mehr als zwei Stunden mit einem Anstieg des Gefühls von Einsamkeit verbunden ist. Allerdings hänge die intensive passive Nutzung mit einem noch größeren Gefühl von Unverbundheit zusammen.

Zwischen einer intensiven Nutzung von Messenger-Diensten oder einer gelegentlichen passive Nutzung sozialer Medien und Einsamkeit gebe es jedoch keinen signifikanten Zusammenhang. Das Fazit der Forscher: Nicht nur die mit Social Media verbrachte Zeit hat einen Einfluss auf Einsamkeit, sondern vor allem die Art der Nutzung.

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Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).