Spionage Windrad Bauteile China

Spionageverdacht wegen Windrad-Bauteilen aus China

Fabian Peters
Mit DALL-E generiert (KI).

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Die Investmentfirma Luxcara aus Hamburg will in der Nordsee vor Borkum einen Windpark mit Bauteilen aus China errichten. Bundeswehrexperten hegen Verdacht auf Spionage. Werden kritische Windradkomponenten aus Fernost nun verboten? 

Windrad-Bauteile aus China könnten ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen. Das geht aus einem Bericht des Handelsblatts unter Berufung auf eine Analyse der Bundeswehr-Denkfabrik German Institute for Defence and Strategic Studies (GIDS) hervor. Demnach ließ auch das Bundesinnenministerium Kritik verlauten.

Spionage durch Windrad-Bauteile aus China

Die Empfehlung des GIDS: Chinesische Windkraftprojekte oder Projekte mit Windkraft-Bauteilen aus China sollten kritisch überprüft und wenn nötig verhindert werden. Die Bundeswehrexperten raten der Bundesregierung unter anderem, das nationale Vergaberecht oder europäische Vorgaben als Gegenmaßnahme einzuleiten. Auch branchenspezifische Gesetze kämen als Reaktion in Betracht.

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Im Zentrum der Vorwürfe steht ein Projekt der Investmentfirma Luxcara aus Hamburg. Der Unternehmen will in der Nordsee vor Borkum einen Windpark mit Turbinen aus China bauen. Laut Handelsblatt hätten die GIDS-Experten diesbezüglich jedoch ernstzunehmende Risiken ausgemacht.

Die Befürchtung: Chinesische Spionageaktionen durch die Sensorik der Bauteile. China könnte demnach Zugang zu Sicherheitsprotokollen erlangen und die Energieversorgung in Deutschland stören. Die Experten hätten sich bereits Gedanken gemacht, welche Mittel, Beziehungen und Systeme in Frage kämen, um eine chinesische Einflussnahme zu verhindern. Das entsprechende Positionspapier sei jedoch nicht öffentlich zugänglich.

Verbot von chinesische Windrad-Komponenten?

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) ist gegenüber einem Verbot von kritischen Windrad-Bauteilen aus China dem Vernehmen nach nicht abgeneigt. Der Rheinischen Post sagte sie, dass die Bundesregierung beim Aufbau der 5G-Mobilfunknetzen bereits gesetzliche Regelungen erlassen habe, die nun als Vorbild für die Energieversorgung herangezogen werden könnten. Faeser dazu:

Auch hier müssen Sicherheitsrisiken vermieden werden, indem kritische Komponenten strikt überprüft und im Zweifel untersagt werden.

Der Hintergrund: Mobilfunkbetreiber in Deutschland dürfen aus Sorge vor Spionage und Sabotage ab 2026 keine Komponenten der chinesischen Elektronikhersteller Huawei und ZTE für ihre 5G-Netzinfrastruktur verwenden. Im Sommer 2024 wurde dazu eine entspreche Vorschrift verabschiedet.

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Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).