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Atomkraftwerke werden den Energiehunger von KI nicht stillen können

Maria Gramsch
Adobe Stock / Christian Schwier

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Künstliche Intelligenz hat einen enormen Energieverbrauch, der in den kommenden Jahren voraussichtlich weiter steigen wird. Doch wie eine aktuelle Auswertung zeigt, werden Atomkraftwerke künftig wohl keine entscheidende Rolle bei der Stromversorgung von KI spielen.

Die Digitalisierung und die schnell voranschreitenden Entwicklungen im Bereich Künstliche Intelligenz treiben den weltweiten Energieverbrauch an. Allein in Deutschland betrug der Energieverbrauch von Rechenzentren im Jahr 2024 knapp 20 Milliarden Kilowattstunden. Im Vorjahr lag die Zahl noch bei 18,8 Milliarden Kilowattstunden.

Schätzungen zufolge soll der Stromverbrauch von KI-Rechenzentren im Jahr 2027 weltweit 500 Terawattstunden pro Jahr erreichen. Das wäre eine Steigerung um das 2,6-fache des Bedarfs von 2023.

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Damit eine stabile Stromversorgung dennoch sichergestellt werden kann, sind effiziente und verlässliche Energiequelle entscheidend. Eine Analyse der Internationalen Energieagentur (IEA) zeigt allerdings, dass Atomkraftwerke wohl kaum entscheidend im Energiemix für KI sein werden.

Atomkraftwerke können KI nicht ausreichend versorgen

Der Bau von Atomkraftwerken ist langwierig und mit hohen Kosten verbunden. Während Atomstrom lange Zeit als zuverlässige Energiequelle galt, ist die Attraktivität von nuklearen Anlagen in den vergangenen Jahren drastisch zurückgegangen.

Auch der steigende Energiebedarf wird in den kommenden Jahren wohl kaum durch Atomkraftwerke aufgefangen werden können. Wie die Internationale Energieagentur berechnet hat, müssten die Investitionen in die Kernenergie bis zum Jahr 2030 weltweit auf rund 117 Milliarden Euro verdoppelt werden. Nur so könnten Atomkraftwerke eine entscheidende Rolle im Energiemix spielen.

Im Jahr 2024 wurden laut der IEA jedoch nur sechs neue Anlagen ans Netz genommen, vier hingegen stillgelegt. Grund dafür seien vor allem Verzögerungen beim Bau sowie steigende Baukosten. Aber auch die kritische Haltung gegenüber der Atomkraft in zahlreichen Ländern trägt nicht dazu bei, dass der Ausbau proportional zum Energiehunger von KI wächst.

Erneuerbare Energien holen auf

Während in zahlreichen EU-Staate wie Deutschland der Ausbau erneuerbarer Energien vorangetrieben wird, setzen andere wiederum weiter auf Atomkraft. So beispielsweise Frankreich oder Polen, wo weiterhin neue Reaktoren in Planung sind.

Atomkraftwerke sind durch ihre enormen Bau- und Betriebskosten sowie langen Bauzeiten jedoch kaum für die Versorgung von KI-Rechenzentren geeignet. Denn die Tech-Branche ist bereits jetzt auf kurzfristige Lösungen angewiesen.

Auch aus diesen Gründen wird vermehrt auf den Ausbau erneuerbaren Energien gesetzt. Denn diese sind kostengünstiger im Aufbau und im Betrieb und bieten so mehr Planungssicherheit – auch kurzfristig. Um KI-Rechenzentren kontinuierlich mit Strom zu versorgen und die Netzstabilität nicht zu gefährden, ist die Speicherung von Energie ein wesentlicher Faktor für die Stromversorgung.

Hohe Baukosten, lange Umsetzungszeiten und regulatorische Unsicherheiten lassen Atomkraftprojekte als wenig geeignet erscheinen, um den dynamisch wachsenden Energiebedarf der Tech-Industrie zu decken. Erneuerbare Energien hingegen stellen eine skalierbare und wirtschaftlich attraktive Lösung dar, die zugleich ökologische Vorteile bietet.

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Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.