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Für Transport: Deutsches Unternehmen speichert Wasserstoff in Eisenkugeln

Maria Gramsch
Ambartec / Frank Grätz

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Wasserstoff gilt als zentraler Baustein für die Energiewende. Doch vor allem bei seinem Transport gibt es zahlreiche Herausforderungen. Ein deutsches Unternehmen hat hierfür eine Lösung gefunden und speichert Wasserstoff in Eisenkugeln.

Wasserstoff ist einer der Hoffnungsträger für die Energiewende. Das gilt vor allem für Bereiche, die sich nur schwer direkt elektrifizieren lassen, wie beispielsweise Industrie oder Schwerverkehr. Wird grüner Wasserstoff mit erneuerbarem Strom erzeugt, kann er dazu beitragen, CO2-Emissionen drastisch zu senken und fossile Energieträger langfristig zu ersetzen.

Auch deshalb sollen Prognosen zufolge im Jahr 2050 weltweit rund 160 Millionen Tonnen grüner Wasserstoff produziert werden. Von 2015 bis 2018 lag die Zahl noch bei rund 1,2 Millionen Tonnen.

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Doch die Versorgung mit grünem Wasserstoff bringt auch Herausforderungen mit sich. So ist beispielsweise der Transport von Wasserstoff technisch anspruchsvoll und energieintensiv. Das Dresdner Unternehmen Ambartec hat nun aber ein Verfahren entwickelt, um Wasserstoff in Eisenkugeln zu transportieren. So soll beispielsweise die Versorgung von Unternehmen mit Wasserstoff unabhängig von der verfügbaren Infrastruktur gesichert werden.

Ambartec transportiert Wasserstoff in Eisenkugeln

Da Wasserstoff eine sehr geringe Dichte aufweist, muss er für den Transport entweder stark komprimiert oder verflüssigt werden. Letzteres geschieht allerdings erst ab einer Temperatur von minus 253 Grad Celsius oder über alternative Trägerstoffe wie Ammoniak.

Aufgrund fehlender Pipelines und teurer Transporttechnologien ist die Versorgung mit Wasserstoff über weite Strecken bisher wenig effizient. Doch genau hier setzt das Dresdner Unternehmen Ambartec an.

Denn das Start-up hat eine Technologie entwickelt, um Unternehmen auch ohne anliegende Infrastruktur mit Wasserstoff zu versorgen. Dafür wird Wasserstoff in Eisenkugeln gespeichert und kann so problemlos in handelsüblichen Containern transportiert werden.

Auch handelt es sich bei den Eisen-Nuggets nicht um Gefahrgut, da diese im beladenen Zustand keinen stofflichen Wasserstoff enthalten. So werden beim Transport auch Kosten und Aufwand gesenkt, da keine langfristigen Genehmigungsverfahren notwendig sind.

Wie funktionieren die Eisen-Nuggets?

Ambartec will es Betrieben ermöglichen, ihre Energieversorgung auf grünen Wasserstoff umzustellen. Mithilfe der Eisen-Pellets können Unternehmen dies zunächst testen – auch ohne die Versorgung über ein Wasserstoffkernnetz.

Auch für Unternehmen, die an ein solches Netz nicht angeschlossen werden können, bieten die mit Wasserstoff gefüllten Eisenkugeln eine Möglichkeit für eine kontinuierliche und langfristige Versorgung mit Wasserstoff.

Damit der Wasserstoff in den Eisenkugeln gespeichert werden kann, wird durch den zugesetzten Wasserstoff Eisenoxid zu Eisen reduziert. Es entstehen so kleine Nuggets für den Transport.

In den Unternehmen vor Ort kann dieser Wasserstoff mit der Hilfe von Wasserdampf wieder aus den Eisenkugeln gelöst werden. Bei dieser chemischen Reaktion entstehen Eisenoxid und Wasserstoff.

Laut dem Unternehmen kann dieser Vorgang mindestens 5.000 Mal wiederholt werden. Dadurch könne bei täglicher Nutzung die Versorgung mit Wasserstoff für etwa 15 Jahre sichergestellt werden.

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Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.