ChatGPT Pulse OpenAI

Pulse: ChatGPT antwortet jetzt auch unaufgefordert

Fabian Peters
OpenAI / BASIC thinking

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OpenAI hat eine neue ChatGPT-Funktion präsentiert. „Pulse“ soll Nutzer täglich mit hilfreichen Informationen versorgen, ohne dass diese aktiv danach fragen müssen. Dabei handelt es sich um eine Art Morningbriefing, das auf Chatverläufen, persönlichen Interessen und verknüpften Daten basiert.

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Hintergrund: Was ist ChatGPT Pulse?

  • Laut OpenAI soll Pulse jeden Abend Chatverläufe, gespeicherte Inhalte und Nutzerfeedback analysieren, um die relevantesten Informationen für den nächsten Tag in Form einer personalisierten Karte zusammenzustellen. Das können Zusammenfassungen über anstehende Veranstaltungen oder Hinweise auf regelmäßige Aufgaben sein. Jedes Update ist nur für den jeweiligen Tag verfügbar, es sei denn, es wird gespeichert oder durch eine Folgefrage automatisch Teil des Chatverlaufs.
  • Um Kontext hinzuzufügen, ist es möglich, Pulse mit Apps wie Gmail oder Google Kalender zu verbinden. ChatGPT soll Nutzern dadurch an bevorstehende Termine oder Geburtstage erinnern können. Diese Funktion ist standardmäßig deaktiviert und kann in den Einstellungen ein- oder ausgeschaltet werden. ChatGPT Pulse ist zunächst nur mit Pro-Abo nutzbar, soll perspektivisch aber Teil der kostenlosen Version sein.
  • Nutzer haben die Möglichkeit, selbst zu „kuratieren“, welche Inhalte Pulse mit aufnehmen soll und welche nicht. Als Beispiele nennt OpenAI etwa Zusammenfassungen von bestimmten Neuigkeiten, Veranstaltungsinformationen oder Rezeptvorschläge. Zudem soll Feedback in Form von Bewertungen durch einen Daumen nach oben oder Daumen nach unten mit in die Funktion einfließen. Pulse soll dadurch persönlicher und nützlicher werden.

Einordnung: ChatGPT wird aktiver Assistent

OpenAI will ChatGPT mit Pulse von einem passiven Antwortgeber zu einem aktiven Assistenten machen. In der Theorie birgt die Funktion zwar viel Potenzial, steckt aber noch in den Kinderschuhen.

Beschäftigte, die den Chatbot im Berufsalltag nutzen, dürften zudem mehr erwartet haben als Erinnerungen und Kochrezepte. Bislang fehlt es zudem noch an Möglichkeiten des Feintunings, beispielsweise um Pulse zu limitieren oder bestimmte Inhalte komplett auszuschließen.

Das Ziel von OpenAI dürfte derweil klar sein: Nutzer sollen mehr Zeit in der App verbringen und auch mehr über sich preisgeben. Denn über kurz oder lang wird OpenAI (hyperpersonalisierte) Werbeanzeigen in ChatGPT schalten, um profitabel zu sein.

Je mehr Zeit Nutzer in der App verbringen und je mehr Informationen sie bereitstellen, desto mehr wird bei OpenAI die Kasse klingeln. Ob und wie hilfreich Pulse am Ende ist, wird maßgeblich auch davon abhängen, wie viele Daten und Informationen man bereit ist preiszugeben.

Stimmen

  • OpenAI-Chef Sam Altman bezeichnet Pulse in einem Beitrag auf X (ehemals Twitter) als seine „Lieblingsfunktion“: „Stellen Sie sich ChatGPT wie einen superkompetenten persönlichen Assistenten vor: Manchmal fragen Sie nach Dingen, die Sie brauchen, aber wenn Sie allgemeine Präferenzen mitteilen, wird er proaktiv gute Arbeit leisten. Dies weist auch auf das hin, was meiner Meinung nach die Zukunft von ChatGPT ist: eine Verlagerung von einer rein reaktiven zu einer deutlich proaktiven und personalisierten Vorgehensweise-“
  • Fidji Simo, CEO of Applications bei OpenAI, in einem Blogpost dazu: „Wir entwickeln eine KI, die es uns ermöglicht, den Support, den sich bisher nur die Reichsten leisten konnten, im Laufe der Zeit für alle zugänglich zu machen. Und ChatGPT Pulse ist der erste Schritt in diese Richtung. Pulse nutzt unsere Denkmodelle auf eine Weise, die den meisten Menschen gar nicht möglich erscheint.“
  • Ich finde: „ChatGPT Pulse ist in seiner jetzigen Form eher eine nette Spielerei. Kochrezepte, Trainingspläne oder einfache Erinnerungen decken kaum den Bedarf professioneller Nutzer. Einige könnten die Funktion sogar eher als nervig empfinden. OpenAI verfolgt vor allem das Ziel, Nutzer stärker an seine App zu binden. Wie bei ChatGPT besteht bei Pulse aber auch das Risiko, irrelevante oder falsche Informationen zu erhalten.“

ChatGPT Pulse: Ein großer Schritt zu mehr Eigenständigkeit?

Auch wenn der erste Eindruck ein anderer sein dürfte: ChatGPT Pulse könnte ein großer Schritt zu mehr Eigenständigkeit von ChatGPT werden. Während die Funktion für private Nutzer ein Nice to Have bleiben dürfte, könnte Pulse für professionelle Nutzer zu einem hochpersonalisierten Mitarbeiter werden.

Die Qualität der bereitgestellten Informationen wird jedoch nicht nur davon abhängen, wie viele Daten man OpenAI zur Verfügung stellt, sondern auch wie viel Zeit man in das Feintuning investiert. OpenAI betont zwar, dass geteilte Daten nicht in das KI-Training einfließen sollen.

Doch der Hauptfokus dürfte ohnehin auf hochpersonalisierter Werbung liegen. Sollte es OpenAI gelingen, Pulse so weiterzuentwickeln, dass die Funktion für Beschäftigte im Arbeitsalltag einen echten Mehrwert schafft, könnten gewisse Funktionen zudem dauerhaft hinter der Bezahlschranke bleiben, mit dem Ziel neue Abonnenten zu gewinnen.

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Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).