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Hypercharger: Ist Schnellladen für Elektroautos schädlich?

Beatrice Bode
Adobe Stock / InfiniteFlow

Durch Hypercharger bekommen E-Autos in nur wenigen Minuten volle Batterien. Viele Besitzer befürchten allerdings, dass das Schnellladen ihren Stromern schadet. Was steckt dahinter?

Hypercharger sind Hochleistungs-Schnellladestationen, die Elektroautos in kürzester Zeit aufladen. Mit einer Ladeleistung von bis zu 400 Kilowatt tanken die Zapfsäulen in nur wenigen Minuten Reichweite nach.

Allerdings befürchten viele Menschen, dass die Technologie den Akkus ihrer E-Autos schadet. Auch Wissenschaftler und Hersteller vermuten in der Vergangenheit, dass häufiges Schnellladen zu einer Verschlechterung der Batterieleistung führen könnte.

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Hypercharger: Ist Schnellladen für Elektroautos schädlich?

Um diese Theorie zu testen, hat das US-Unternehmen Recurrent eine Studie durchgeführt. Darin wurden das Schnellladen und seine Auswirkungen an 13.000 Teslas getestet.

Die Experten erwarteten, dass Fahrzeuge, die überwiegend schnell geladen werden, statistisch geringere Reichweiten und stärkere Degradation aufweisen als E-Autos, die selten schnell laden.

Verglichen wurden Autos, die mehr als 70 Prozent der Zeit schnell laden und Fahrzeuge, die weniger als 30 Prozent der Zeit schnell laden.

Das Ergebnis der Untersuchung fiel überraschend aus: Die Analyse von 160.000 Datenpunkten zeigte, dass es keinen statistisch signifikanten Unterschied im Reichweitenverlust gibt.

Sind ältere E-Auto-Batterien häufiger betroffen?

Die analysierten Daten beziehen sich auf Modelle aus den Jahren 2012 bis 2023. Dabei stammen 90 Prozent der E-Autos aus dem Jahr 2018 oder später. 57 Prozent wurden im Jahr 2021 oder später hergestellt.

Das bedeutet, dass sich die Daten vor allem auf neuere Autos beziehen. „Wir sehen also, was Schnellladen über fünf bis sechs Jahre bewirkt“, schreibt Batterie-Wissenschaftler Jon Witt im Blogpost zur Analyse.

Wir wissen nicht, ob es einen kumulativen Effekt gibt, der in der Zukunft dieser Batterien sichtbar wird. Zudem verfügen wir nicht über historische Ladungsdaten von älteren Autos, um zu wissen, ob deren Reichweite bereits beeinträchtigt wurde.

Auch ohne Hypercharger: E-Autos verlieren mit der Zeit an Reichweite

Das Team konnte dennoch beobachten, dass alle Tesla-Batterien mit der Zeit an Reichweite verlieren, egal ob schnell oder langsam geladen. Das liege laut Witt am allgemeinen Verschleiß von Batterien durch Alter und Nutzung.

Man sollte dabei im Hinterkopf behalten, dass die von uns untersuchten Fahrzeuge relativ jung sind und wir nicht wissen, wie diese Batterien mit häufigem Schnellladen im weiteren Zeitverlauf altern.

Gleichzeitig rät Witt E-Auto-Besitzern, Ladezyklen mit hoher Spannung besser für längere Fahrten zu reservieren. So könnten sie ihre Fahrzeuge langfristiger schonen.

So schützt du die Batterie deines E-Autos

Auch andere Tipps helfen, die Lebensdauer einer E-Autobatterie zu verlängern. Witt empfiehlt beispielsweise, das Schnellladen mit Hypercharge zu vermeiden, wenn der Akku sehr heiß oder kalt ist.

Auch der „Extremzustand“ sollte vermieden werden. Dieser liegt bei fünf oder 90 Prozent Ladung. „Diese Situationen setzen die Batterie und das Batteriemanagementsystem stärker unter Stress.“

Genau wie bei Smartphones, Laptops und Co. liegt der Wohlfühlbereich einer E-Autobatterie bei zwischen zwanzig und achtzig Prozent.

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Beatrice ist Multi-Media-Profi. Ihr Studium der Kommunikations - und Medienwissenschaften führte sie über Umwege zum Regionalsender Leipzig Fernsehen, wo sie als CvD, Moderatorin und VJ ihre TV-Karriere begann. Mittlerweile hat sie allerdings ihre Sachen gepackt und reist von Land zu Land. Von unterwegs schreibt sie als Autorin für BASIC thinking.