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KI killt keine Jobs, wird aber viele verändern

André Gabriel
Adobe Stock / InfiniteFlow

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Stürzt KI die Arbeitswelt ins berufliche Chaos? Laut dem Marktforschungsinstitut Gartner ist genau das der Kurs. Eine Studie ergab, dass sich viele Berufe entscheidend verändern werden. Doch der Wandel soll anders aussehen als viele befürchten. Eine kommentierende Analyse.

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KI wird mehr Arbeitsplätze schaffen als zerstören

  • Die gute Nachricht: Die Untersuchungen von Gartner prophezeien, dass Künstliche Intelligenz mehr Arbeitsplätze schaffen als zerstören wird. Das soll allerdings mit erheblichen Herausforderungen einhergehen, weil ab 2028/2029 jährlich mehr als 32 Millionen Jobs transformiert würden.
  • Zu erwarten ist demnach kein großer Jobverlust, sondern ein massiver Jobswitch. Für Unternehmen und Arbeitnehmer heißt das: umorientieren. KI wird die Art und Weise, wie wir arbeiten, maßgeblich verändern. Deshalb kommt es in etlichen Branchen darauf an zu lernen, richtig mit KI umzugehen.
  • „Es geht um die Transformation der Belegschaft“, sagt Gartner-VP-Analystin Gabriela Vogel. Dabei genügt es nicht, einmalig technisches Know-how zu vermitteln. Die erforderlichen Kompetenzen würden zusammen mit der Entwicklung von KI wachsen – und einer ständigen Justierung bedürfen.

KI lebt von dem, was der Mensch ihr gibt

Mensch gegen Maschine – dieses Duell bereitet zahlreichen Arbeitnehmern große Sorgen. Dabei sehen Experten viel mehr eine Kollaboration als einen Wettbewerb. Klar ist auch, dass nicht alle Branchen gleichermaßen betroffen sind, wobei KI immer mehr Sektoren beeinflusst.

Doch so rasant die technologische Entwicklung gerade in Bereichen wie generativer KI, großen Sprachmodellen und selbstständig agierenden KI-Agenten auch ist, der menschliche Verstand behält einen Vorteil, denn: kreatives Denken, Empathie und Urteilsvermögen kann KI (bis dato) nur schwer adaptieren.

Künstliche Intelligenz hat kein eigenes Bewusstsein. Sie lebt von dem, was der Mensch ihr gibt. Die subtile Definition stellt eine klare Hierarchie dar – und mit ihr eine ebenso deutliche Verantwortung: Wenn KI mehr Chance als Bedrohung sein soll, müssen wir sie verstehen, beherrschen und regulieren. Erst recht im beruflichen Kontext, in dem menschliche Existenzen im Fokus liegen.

Stimmen

  • Helen Poitevin, Distinguished VP Analyst bei Gartner, auf dem Gartner IT Symposium/Xpo in Barcelona: „Täglich werden sich 150.000 Arbeitsplätze durch Weiterbildung entwickeln, während 70.000 weitere Arbeitsplätze neu definiert, überarbeitet und umgestaltet werden müssen.“
  • Fabian Stephany vom Oxford Internet Institute betont, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine ist: „Unsere neuesten Ergebnisse zeigen, dass vor allem menschliche Fähigkeiten wie Resilienz, Teamwork oder analytisches Denken an Bedeutung gewinnen. Gerade diese ‚Soft Skills‘ ergänzen die Stärken der KI ideal.“
  • Aus dem AI at Work Report 2025 von Indeed: „Mehr als ein Viertel (26 %) der im vergangenen Jahr auf Indeed ausgeschriebenen Arbeitsplätze könnten durch GenAI ‚stark‘ verändert werden. Die Mehrheit (54 %) wird jedoch wahrscheinlich ‚moderat‘ verändert werden, und ihre Entwicklung wird davon abhängen, wie schnell Unternehmen GenAI einführen und wie gut sich die Angestellten anpassen und umschulen lassen.“

KI wird Menschen ergänzen, nicht ersetzen

Ziel sollte es nicht sein, dass Organisationen möglichst frei von Arbeitnehmern funktionieren. Es geht vielmehr darum, neue Prozesse zu kreieren. Fakt ist aber auch, dass KI bestimmte Aufgaben übernehmen wird – idealerweise nicht, um Menschen zu ersetzen, sondern um die Effizienz und Qualität zu steigern.

Poitevin drückt es folgendermaßen aus: „Die nächste Ära der Unternehmensleistung wird nicht von der Anzahl der Beschäftigten abhängen, sondern von der Qualität der Zusammenarbeit zwischen Menschen und KI.“

Gartner zeichnet vier Szenarien im Spektrum von Human-First- und AI-First-Strategien: Weniger benötigte menschliche Arbeitskräfte, die sich fokussiert um das kümmern, was die KI nicht erledigen kann. KI-gestützte, nahezu autonome Geschäftsmodelle mit minimaler menschlicher Belegschaft. So viele Mitarbeiter wie möglich nutzen KI-Tools, um produktiver zu sein, ohne dass sich Jobrollen grundlegend verändern. Und: Das Personal verwendet KI, um fachspezifische Grenzen zu überwinden.

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André Gabriel schreibt seit Januar 2021 für BASIC thinking. Als freier Autor und Lektor arbeitet er mit verschiedenen Magazinen, Unternehmen und Privatpersonen zusammen. So entstehen journalistische Artikel, Ratgeber, Rezensionen und andere Texte – spezialisiert auf Entertainment, Digitalisierung, Freizeit und Ernährung. Nach dem Germanistikstudium begann er als Onlineredakteur und entwickelte sich vor der Selbständigkeit zum Head of Content.