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E-Auto selbst reparieren Elektroautos Elektromobilität Energiewende
GREENTECH

Studenten bauen modulares E-Auto, das man selbst reparieren kann

Maria Gramsch
Aktualisiert: 26. Januar 2026
von Maria Gramsch
Sarp Gürel
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Ein Team von Studierenden der Technischen Universität Eindhoven hat ein modulares Elektro-Stadtauto entwickelt, das jeder selbst reparieren können soll. Der Prototyp setzt auf austauschbare Bauteile und offene Technik und soll so Nachhaltigkeit in der Autoindustrie voranbringen.

Die Kosten für Reparaturen am eigenen Auto sind in den vergangenen Jahren immer weiter angestiegen. Das bestätigt auch der Verbraucherpreisindex für Pkw-Reparaturen in Deutschland.

Denn allein zwischen den Jahren 2020 und 2024 sind die Preise für eine Autoreparatur im Durchschnitt um 27 Prozent angestiegen. Zunehmende Lohnkosten in den Werkstätten, höhere Energie- und Materialkosten sowie gestiegene Preise für Ersatzteile sind unter andere, verantwortliche für diese Preisentwicklung.

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Aber auch die zunehmende technische Komplexität moderner Fahrzeuge macht Reparaturen zeitaufwendiger und erfordert spezialisiertes Personal. Studierende der Technischen Universität Eindhoven wollen dies mit ihrem E-Stadtauto Aria ändern. Denn dieses soll es sogar Laien ermöglichen, es selbst zu reparieren.

Wie kann man dieses E-Auto selbst reparieren?

Die Studierenden der TU Eindhoven verfolgen mit ihrem Projekt ehrgeizige Ziele. Denn sie wollen mit ihrem modularen Stadtauto unter anderem die Automobilindustrie inspirieren und die europäische Politik zum Umdenken anregen.

Möglich machen soll das das nachhaltige Elektro-Stadtauto Aria, das von den Studierenden im Rahmen eines Projekts entwickelt wurde. An diesem können Nutzer Reparaturen selbst durchführen und sind – vor allem bei kleineren Mängeln – nicht mehr auf einen Werkstatttermin angewiesen.

Um dieses Ziel zu erreichen haben die Studierenden das E-Stadtauto aus separaten Komponenten zusammengesetzt. Sowohl Batterie, Karosserieteilen als auch Elektronik im Innenraum sind modular aufgebaut und lassen sich einzeln austauschen oder reparieren.

Ist eines dieser Teile defekt, soll es sogar vom Fahrer selbst ausgetauscht werden können. Hilfe liefert dabei eine App, die den Fahrzeugstatus anzeigen kann. Auch der integrierte Werkzeugkasten ist so konzipiert, dass grundlegende Reparaturen ohne Werkstattbesuch möglich sind.

Intelligentes Design soll E-autos langlebiger machen

Die Reparatur von Elektroautos ist in den vergangenen Jahren immer schwieriger und komplizierter geworden. Das führe laut den Forschenden dazu, dass Autos im Zweifelsfall schneller verschrottet werden als nötig. „Das untergräbt das nachhaltige Image von Elektrofahrzeugen“, erklärt Ecomotive-Teamleiter Taco Olmer von der TU Eindhoven.

Aria hingegen setzt auf eine modulare Bauweise. Die Batterie des E-Autos beispielsweise besteht aus sechs kleineren Modulen, die jeweils rund zwölf Kilo wiegen. Diese können einzeln entnommen und bei einem Defekt so einfach ausgetauscht werden.

Insgesamt kommt der Akku auf eine Kapazität von 12,96 Kilowattstunden. Damit dürfte das E-Auto Aria also eine Reichweite haben, die sich tatsächlich nur für den Stadtverkehr eignet.

Die Forscher zielen aber vor allem auf ein Umdenken auf EU-Ebene. Ihr Ziel ist es, das Recht auf Reparatur auch für Elektrofahrzeuge durchzusetzen und so Nachhaltigkeit, Verbraucherschutz sowie eine längere Lebensdauer der Fahrzeuge zu fördern.

„Die neuen europäischen Regelungen sind ein Schritt nach vorn, konzentrieren sich aber hauptsächlich auf Haushaltsgeräte und Unterhaltungselektronik“, so Olmer. „Mit Aria zeigen wir, was möglich ist, und hoffen, die EU dazu zu bewegen, diese Regelungen auch auf Pkw anzuwenden.“

Olmer betont, dass die Entwicklung von Aria auch ein Wink in Richtung Automobilindustrie ist, „dass nachhaltiges und praktisches Design tatsächlich realisierbar ist“. „Wenn wir das innerhalb eines Jahres umsetzen können, eröffnen sich Chancen für die Branche.“

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vonMaria Gramsch
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Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.
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