KI menschliche Fähigkeiten

Arbeit: 3 menschliche Fähigkeiten, die KI nicht ersetzen kann

Maria Gramsch
Bild: Adobe Stock / aerogondo

Künstliche Intelligenz verändert das Arbeiten grundlegend. Doch es gibt auch menschliche Fähigkeiten, die Maschinen nicht ersetzen können. McKinsey-Chef Bob Sternfels erklärt, welche Skills er im KI-Zeitalter als die drei zentralen Fähigkeiten sieht.

Die Nutzungszahlen von KI-Tools haben sich in den vergangenen Jahren enorm gesteigert. Im Jahr 2021 lagen die Zahl weltweit noch bei rund 154 Millionen. Bis 2025 war sie bereits auf 346 Millionen angestiegen.

Prognosen zufolge wird sich dieser Trend auch in den kommenden Jahren weiter fortsetzen. Demnach könnte die Zahl der Benutzer von KI-Tools bis zum Jahr 2031 auf rund 1,2 Milliarden Menschen weltweit ansteigen.

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Auch die Arbeitswelt steht damit vor einem tiefgreifenden Wandel. Denn Routineaufgaben werden zunehmend automatisiert, was wiederum menschliche Fähigkeiten bei Arbeitnehmern deutlich stärker in den Fokus rückt.

Das bestätigt auch McKinsey-Manager Bob Sternfels im All-In Podcast während der CES 2026. Demnach sucht die Unternehmensberatung gezielt nach drei zentralen Fähigkeiten, die gerade in einer von KI geprägten Arbeitswelt den entscheidenden Unterschied machen würden.

McKinsey: KI-Agenten verschieben Aufgabenverteilung

Beratungsunternehmen wie McKinsey gelten als besonders stark von KI bedroht. Denn ein großer Teil ihres täglichen Geschäfts basiert auf Datenanalysen und Marktmodellen. Es handelt sich dabei um Aufgaben, die KI-Systeme immer schneller und kostengünstiger übernehmen können.

Das macht sich auch bei dem Beratungsriesen McKinsey bemerkbar. Laut Sternfels hat der Konzern im letzten Jahr durch den Einsatz von KI-Tools 1,5 Millionen Stunden bei der Recherche und Synthese eingespart.

Die 25.000 KI-Agenten des Unternehmens würden sich ausgezeichnet für die Erstellung von Diagrammen eignen. In den vergangenen sechs Monaten allein hätten diese 2,5 Millionen solcher Diagramme erstellt.

Diese Automatisierungsprozesse haben bei McKinsey bereits zu einer deutlichen Verschiebung in der Unternehmensstruktur geführt. Der Konzern hat erst kürzlich 25 Prozent der Stellen im nicht-kundennahen Bereich eingestampft, weil die Tätigkeiten zunehmend durch KI ersetzt werden können. Laut Sternfels ergebe sich aus dem Einsatz von KI ein Produktivitätszuwachs von zehn Prozent.

Welche Skills sind im KI-Zeitalter dennoch gesucht?

Gleichzeitig sehe der Beratungsriese eine „beispiellose Anzahl an Neueinstellungen, da sich die Arbeit verändert“. Denn während im nicht-kundennahen Bereich zahlreiche Stellen weggefallen sind, habe der Konzern sein kundennahes Personal um 25 Prozent aufstockt.

Entscheidend sei bei der Rekrutierung nicht mehr so sehr, an welcher großen Universität man seinen Studienabschluss gemacht habe. Vielmehr zählen menschliche Faktoren wie Führungsqualitäten, Urteilsvermögen und echte Kreativität.

Denn KI-Modelle seien nicht in der Lage, Ambitionen zu entwickeln. Deshalb sollten sich Arbeitnehmer darauf konzentrieren, ambitionierte Ziele definieren zu können. Es sei außerdem wichtig, Menschen von diesen überzeugen zu können.

Auch das menschliche Urteilsvermögen spiele eine wichtige Rolle. Denn bei KI-Modellen gebe es kein Richtig oder Falsch, weshalb Menschen Prioritäten effektiv setzen sollten. „Menschen müssen die richtigen Parameter festlegen, sei es basierend auf den Unternehmenswerten oder gesellschaftlichen Normen“, so Sternfels.

Außerdem seien KI-Modelle nur in der Lage, den nächst wahrscheinlichsten Schritt zu definieren. Echte menschliche Kreativität sei deshalb unerlässlich, da Menschen außerhalb bestehender Muster denken und so völlig neue Ideen entwickeln können.

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Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.
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